Abbenburg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Abbenburg

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Hoexter

Adresse

Gut Abbenburg
(ET: Land- und Forstwirt Elmar Freiherr von Haxthausen; Tel. der Gutsverwaltung: 05276/95143; Fax: 05276/95145)
Abbenburg
33034 Brakel-Bellersen (Kreis Höxter)
Gut
 

Karte
     

      
Besichtigungsmöglichkeiten


Ein Betreten der Anlage ist - soweit bekannt - nicht zulässig.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Die Grafen von Schwalenberg und der Bischof von Paderborn vereinbarten gemeinsam 1302 bei dem Dorf Abbenhusen eine Burg und eine Stadt zu erbauen. 1300 fiel Abbenhusen wüst, eine Stadt wurde nicht errichtet.

In der Folgezeit erfolgten zahlreiche Besitzerwechsel, bis schließlich 1465 der Paderborner Bischof Simon Gottschalk von Haxthausen mit der Abbenburg belehnte. Die Familie von Haxthausen stammt aus der Gegend von Paderborn. Sie besaß die Güter Haxtergrund, Borchen, Driburg, Lippspringe und Dedinghausen. Sie bekleideten das Amt des Erbhofmeisters und zählten zu den vier edlen Meier bzw. Säulen des Hochstifts Paderborn. Zudem besaß die Familie eine Domherrenstelle und sie übte die niedere Gerichtsbarkeit aus.
     

Baugeschichte

Das heute noch erhaltene Herrenhaus geht in seinem Kern auf Gebäude aus dem Jahre 1598 zurück. Es handelt sich dabei um ein zum großen Teil mit Tonnengewölben unterkellertes Steingebäude. Der obere Teil wurde 1833 umgestaltet und erhielt damit seine heutige Form. Es wurde zudem nach Norden hin erweitert.

Zunächst war die Burg durch eine Zugbrücke im Westen der Anlage zu erreichen. Im 19. Jahrhundert wurde das Torhaus zu einem neugotischen Turm ausgebaut. Im Norden schließt sich die alte Rentei an. Diese beiden Gebäude bestehen aus Fachwerk.

Westlich der der Burg befindet sich der Gutshof, der im Wesentlichen seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Lediglich im 20. Jahrhundert erfolgte eine Erweiterung.

Heute sind nur noch Teile der Gräfte erhalten. Die noch erhaltenen Teile sind zudem ausgetrocknet.

Annette von Droste Hülshoff verbrachte zwischen 1837 und 1845 mehrmals den Sommer auf der Abbenburg bei ihrem Onkel Friedrich (Fritz) von Haxthausen. Insbesondere ihr Werk die Judenbuche wurde durch ihre Aufenthalte auf der Abbenburg beeinflusst. Die Herren von Haxthausen übten die Patrimonialgerichtsbarkeit über Bellersen aus. Am 10.02.1783 fand eine Gerichtsverhandlung statt, in deren Folge der Belleser Bauerssohn Hermann Georg Wickelhan den Ovenhausener Handelsjuden Soistmann Berend erschlug. Dieses Ereignis verarbeitete sie in dem Buch Judenbuche.
    

Fotos
     

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