Schloss Ahaus - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Ahaus

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Borken

Adresse

Schloss Ahaus
Sümmermannplatz
48683 Ahaus (Kreis Borken)
 

Karte
    


Besichtigungsmöglichkeiten  
 

Schulmuseum
Das Schulmuseum, das in einem der zwei Torhäuser des Schloss Ahauses untergebracht ist, stellt Schulutensilien aus dem 19. und 20. Jahrhundert vor. Beispielsweise können eine alte Schulbank sowie Schulranzen besichtigt werden.
Öffnungszeiten:  
Montag: Das Museum ist geschlossen.
Dienstag bis Freitag:  10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Samstag bis Sonntag:  14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Führungen finden nach Vereinbarung statt.

Torhausmuseum
In dem anderen Torhaus ist das Torhausmuseum untergebracht. Besichtigt werden können Gegenstände der Stadtgeschichte, archäologische Überreste aus der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Vergangenheit. Ferner werden in wechselnden Ausstellungen das Leben in der Stadt Ahaus, im Schloss, in Fabriken oder in Vereinen dargestellt.
Öffnungszeiten:   
Oktober bis März: Montag bis Freitag: Das Museum ist geschlossen.
Samstag bis Sonntag: 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Feiertage: 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
April - September: Montag: Das Museum ist geschlossen.
Dienstag bis Freitag:  10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Samstag bis Sonntag:  14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Führungen finden nach Vereinbarung statt.

Schlossführungen
Führungen finden nur nach Voranmeldung und nur für Gruppen statt. Im Rahmen der Führung werden der Fürstensaal und Gartensaal vorgestellt. Sie beinhalten Skulpturen des Bildhauers J.W. Gröninger.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung des Schlosses ist nur auf Voranmeldung möglich.

Innenburganlage
Die Innenburganlage kann jederzeit besichtigt werden.

Schlosspark
Der Schlosspark kann jederzeit besichtigt werden.

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung auf dem Gelände des Schlosses ist jederzeit möglich.

Sonstiges
Kulturelle Veranstaltungen etc.
   

Geschichte

An der Stelle der heutigen Barockanlage stand bereits zu Beginn des 11. Jahrhunderts eine Burg, die 1406 aus dem Besitz der Herrn von Ahaus, die bereits 1139 urkundlich erwähnt wurden, in den Besitz des Fürstbistums Münster überging. Schloss Ahaus diente vorwiegend zwei Zwecken: 1. Es diente zur Jagd in den ausgedehnten Waldungen und 2. galt das Schloss als Garant und Stützpunkt für die Ausbreitung des Fürstbistums Münster nach Westen.

1678 starb der als Bombenbernd bekannte Fürstbischhof Christoph Bernhard von Galen auf Schloss Ahaus. Sein Nachfolger wurde Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg.

1688 veranlasste Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg den Abriss der alten Burg und beauftragte den Kapuzinermönch Ambrosius von Oelde an der gleichen Stelle das heutige Schloss zu planen und zu erbauen. Die Bauphase vollzog sich zwischen 1689 und 1695. Die Gesamtanlage mit Gartenareal wurde 1718 fertig gestellt. Das Schloss besteht aus einer symmetrisch angeordneten Dreiflügelanlage. Nach französischem Schema führt eine schnurgerade Straße unmittelbar auf den Corps de logis durch einen reich geschmückten Triumpfbogen aus gelbem Sandstein, der die beiden Torhäuser von einander trennt. Der Mittelrisalit der Hauptburg ist prächtig dekoriert. Die Mauern der Hauptburg sind mit vier kleinen Pavillons an den Ecken versehen.

Im Siebenjährigen Krieg wurde vor allem die Parkseite von französischen Geschossen zerstört. Johann Conrad Schlaun wurde mit der Neugestaltung betraut. Die Wiederherstellungsarbeiten dauerten von 1765 bis 1767. Im Zuge der Wiederherstellung wurde die ehemals schlichte Gartenfront mit einem dreiachsigen Mittelrisalit versehen, von dem eine doppelläufige Freitreppe hinunter bis an die Gräfte reichte. Ferner wurden Veränderungen im Innenteil vorgenommen.

Nach dem Sieg über Napoleon fiel das Schloss Ahaus und das Amt Wessum 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss an die Fürsten Salm-Salm und Salm-Kyrburg. Diese vermieteten 1819 das Hauptgebäude an den Amsterdamer Tabakfabrikanten Hermann Oldenkott, der im Nordflügel eine Tabakfabrik einrichtete. In dem Nordflügel des Schloss richtete die Familie eine Tabakfabrik ein. 1829 ging das Schloss nebst Park durch Kauf an die Familie Oldenkott über.

Im März 1945 wurde das Schloss durch einen Bombenangriff zerstört.

Nach dem Kriege erwarb der Kreis Ahaus die Ruine. Ab 1948 wurde das Schloss nach den alten Plänen wieder hergestellt. Die Arbeiten wurden 1955 abgeschlossen. Der Park des Schlosses wurde von der Stadt Ahaus erworben.

Heute wird die Schlossanlage für folgende Zwecke genutzt: Es ist Sitz der Technischen Akademie Ahaus, es beherbergt in den Torhäusern zwei Museum. Zudem ist das Amtsgericht im Schloss untergebracht. Gelegentlich werden Schlosskonzerte im Fürstensaal veranstaltet. Der Schlosspark ist öffentlich zugänglich.
     

Fotos
      

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