Schloss Alme - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Schloss Alme

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Adresse
 
Schloss Alme
Schloßstraße 20
59929 Brilon-Alme (Hochsauerlandkreis)
 

Karte
       

   
Besichtigungsmöglichkeit


Es ist lediglich Blickkontakt von der Straße aus möglich. Das Betreten der Anlage ist verboten.
        

Geschichte
    

Besitzergeschichte
          

Im 12. Jahrhundert wurden Howard und Godfried von Almena als Vasallen des Grafen Siegfried von Nordheim genannt, der in Alme über Güter verfügte. Sie befanden sich zuvor in arnsbergischem Besitz.


Eine erste Burg wurde im 14. Jahrhundert genannt. Sie befand sich auf der Tinne (= Zinne) in Oberalme. Zu dieser Zeit stand sie unter kölnischer Lehnshoheit. Da sich Alme in einem vielumkämpften Gebiet befand, folgten zahlreiche Besitzerwechsel. 1370 ging die Lehnshoheit auf das Bistum Paderborn und 1375 auf die Herren von Büren über. In der Folgezeit wechselten sich die Erzbischöfe von Köln, die Herren von Schorlemer, von Padberg und von Büren im Besitz der Burg ab, bis schließlich der Erzbischof Dietrich von Köln 1430 die Hofstätte Godert von Meschede als Lehen übertrag. 1428 hat er das Haus und Steinwerk zu Niederalme von Evert von Thülen gekauft. Godert von Meschede machte Alme zu seinem Hauptsitz. 1465/1466 übergab er beide Burgsitze an seine Söhne Gerd und Lippold von Meschede zum gemeinsamen Besitz. Durch den Tod Lippolds im Jahre 1493 übernahm Gerd den Alleinbesitz.


1506 teilten die Söhne der genannten Brüder den Besitz, nachdem auf der Burgstätte Niederalme ein Neubau errichtet worden ist. Gerds Söhne Godert und Volmar erhielten Oberalme, Dietrichs Sohn Heinrich erhielt das alte und das neue Haus zu Niederalme. Durch weitere Teilungen wurde der Besitz weiter aufgespaltet. Dennoch gelang es den Herren von Meschede die Herrschaft Alme mit einem weitläufigen Lehns- und Eigenbesitz aufzubauen. Sie übten die hohe Gerichtsbarkeit aus. Außerdem stand dem Senior das Präsentationsrecht für die Pfarrkirche in Alme zu.


Das alte und das neue Haus Alme war durch einen hohe Mauer getrennt und wurde zeitweise von Mitgliedern zweier Linien bewohnt, bis schließlich Wilhelm Rötger von Meschede den Besitz Niederalme in seinen Händen vereinigen konnte. Rötgers Sohn Dietrich Adam von Meschede ließ den heute noch erhaltenen Neubau errichten. Seine Tochter Maria Therese, die 1765 Alleinerbin geworden ist, trug den gesamten Besitz von Niederalme ihrem Gatten Caspar Arnold von Bocholtz zu Burg Störmede zu. Dieser Zweig der Familie wurde 1804 in den Grafenstand erhoben.


Seit 1912 bis heute befinden sich Schloss Alme, Haus Tinne und lt Haus Almerfeld im Eigentum der Grafen von Spee. Seit 1919 hat die Familie von Spee ihren Hauptwohnsitz auf dem Schloss.

         

Baugeschichte
           

Schloss Alme wird auch Schloss Niederalme genannt.

Die Gräften des Schlosses, deren südlicher Teil im 19. Jahrhundert eingeebnet worden ist, werden von der Moosspringquelle gespeist. Nördlich des Schlosses befinden sich Wiesen.

Begonnen wurde der Bau des heute noch erhaltenen Schlosses von den Herren von Meschede. Sie ließen zunächst den westlichen Flügel in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbauen. Die weiteren Gebäudeteile folgten bis 1760. Das zweigeschossige Haupthaus besteht aus 11 Fensterachsen und die sich nach norden anschließenden eingeschossigen Seitenflügel bestehen aus verputztem Bruchstein mit Werksteingliederungen. Das mit sauerländischem Schiefer gedeckt Walmdach ist mit Gaupen versehen. Der Westteil mit dem Aborterker an der Stirnseite wurde von dem Vorgängerbau aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts übernommen. Das der Hofseite zugewandte Portal aus dem Jahre 1719 trägt das Allianzwappen Dietrichs von Meschede und Adriana von Schorlemer.

Die heute noch erhaltene Freitreppe wurde 1962 nach den Entwürfen des Rüthener Architekten Eduard Bufé erbaut und mit dem Allianzwappen Graf Spee – Gräfin Kinsky versehen.


Auf der Rückseite befindet sich ein dreiachsiger, durch Pilaster gegliederter, Mittelrisalit. Zwei Löwen tragen eine große Kartusche mit dem Wappen Meschede – Bruch. Auf dem Sturz befindet sich die Zahl 1744, dem Jahr der Vollendung.

       

Fotos
          

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü