Haus Alst - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Alst

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Steinfurt

Adresse

Rittergut Haus Alst Gut Alst
Alst 1 a
48612 Horstmar-Leer (Kreis Steinfurt)
  

Karte
      


Besichtigungsmöglichkeiten
    

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung von der Straße aus ist möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist möglich. Allerdings ist unbedingt die Benutzungsordnung am Torhaus zu beachten. Die wichtigsten Regeln sind die folgenden:

 

1.

Sollte das Torhaus geschlossen sein, ist eine Hofbesichtigung vorübergehend nicht möglich.

 

2.

Die "Durchgang Verboten"-Schilder sind zu beachten.

 

3.

Ausschließlich die bepflasteren Wege dürfen benutzt werden.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich, da die Gebäude privat bewohnt sind. Eventuell besteht sogar eine weiterreichende Besichtigungsmöglichkeit im Rahmen des Tags des offenen Dankmals. Jedenfalls werden an diesem Tag Führungen angeboten
     


    
Geschichte

      

Besitzverhältnisse
 
Erstmalige urkundliche Erwähnung fand die Wasserburg Alst 1150 im Heberegister des Klosters Werden. Danach wurde Alst 1217 urkundlich als Eigentum der Herren von Münster erwähnt. Die Wasserburg befand sich in den Händen der Familie von Alst (Alstede). Es folgte die Familie von Wüllen, danach die Familie von Blome.

1569 erbten die Herren von Westerholt das Gut.

1802 verkaufte die Familie von Westholt Haus Alst an den münsterischen Bankier Schönstädt.

1832 ging Haus Alst an Josef Freiherr Droste zu Hülshoff, 1843 an Wilderich Freiherr von Ketteler, 1848 dann an Ferdinand Graf von Galen und schließlich 1852 erwarb Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst, den man den „Westfälischen Bauernkönig“ nannte. Er war der bekannteste Besitzer des Rittergutes. Er wurde auf dem Schloss Herringhausen geboren. 1871 gründete er den Westfälischen Bauernverein, dessen Vorsitzender er bis 1895 war. Zudem war er u.a. Mitglied des Reichstages und des deutschen Landtages. Am 17. März 1895 verstarb er auf Haus Alst.

Der Enkel des Westfälischen Bauernkönigs verkaufte das Haus 1935 wieder an die Grafen von Westerholt-Gysenburg, in deren Händen es sich auch noch heute befindet.
  

Baugeschichte
      
Die Zwei-Inselanlage verbirgt sich hinter einem ca. 8 Meter hohen Erdwall, die sich hinter einer tiefen Gräfte erhebt.
     

 

Hauptburg
       
1624 wurde an Stelle der alten Wasserburg für den kaiserlichen Feldwachtmeister Bernhard von Westerholt zu Hackfurt das jetzige zweigeschossige Haus Alst errichtet. Der Unterbau besteht aus Bruchsteinen, der Oberbau aus Specklagentechnik der niederländischen Renaissance, einem Wechsel aus roten Ziegelsteinen und gelblich-weißen Sandstein. Es handelt sich dabei um eine Besonderheit im nordwestlichen Westfalen. Denn nur wenige Häuser in Westfalen verfügen über eine vergleichbare Verziehrung, so beispielsweise der Merfelder Hof in Horstmar und Haus Hamern in Billerbeck. Bemerkenswert sind ferner die flachen Entlastungsbögen aus Ziegelsteinen mit Sandsteinquadern über den Fenstern.

An der Nordseite befindet sich ein achteckiger Treppenturm. Seine Tür dient als Hauptportal der Hauptburg.

An der Südwestecke befindet sich ein dreigeschossiger quadratischer Turm.

Am Ostende der nördlichen Hauswand befand sich ein, im rechten Winkel zum heutigen Haus stehender, Flügel, der jedoch vermutlich um 1800 abgebrochen worden ist. Der Treppenturm befand sich an der Schnittstelle der beiden Flügel.
        

 

Vorburg
      
Durch das Torhaus im Süden mit gotischen Fenstern und blinden Schießscharten aus dem Jahre 1870 gelangt man auf die Vorburg. Die Gebäude der Vorburg, sind zwei schlichte Wirtschaftsgebäude aus dem letzten Jahrhundert. Sie waren früher noch einmal ganz von einer Innengräfte umgeben.
      

Fotos
        

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