Schloss Amelunxen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Schloss Amelunxen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Hoexter

Adresse

Schloss Amelunxen
Am Gut 1
37688 Beverungen-Amelunxen (Kreis Höxter)
 

Karte
    


Geschichte

Der Ort Amelunchsum wird erstmals im Jahre 1072 als Amelunchsum erwähnt. Der Ortname geht vermutlich auf den edlen Sachsen Amalung zurück.
 

Besitzergeschichte

1088 nennt eine Urkunde einen Ministerialen de Amelunx.

Im 12. Jahrhundert machen die Ritter von Amelunxen als Raubritter die Gegend unsicher. Selbst die Intervention von Kaiser Friedrich I. Barbarossa gegen das Raubrittertum blieb erfolglos.

1536 traten die Herrn von Amelunxen zur neuen Lehre über. Nach der Überlieferung sollen von den beiden Brüdern Gerd und Ludolf von Amelunxen, die das Schloss 1554 errichten ließen, lediglich einer zur neuen Lehre konvertiert sein. Dies führte auch dazu, dass die Bevölkerung sich in zwei Lager spaltete und dies zu einem Streit um die Kirche führte. Zur Streitbeilegung vereinbarten die beiden Brüder einen Wettreitstreit. Der Sieger sollte die Kirche erhalten. Es siegte schließlich der evangelische Bruder.

1696 verkauft Robert von Amelunxen seinen Besitz an den Fürstbischof Hermann Werner von Wolff-Metternich. Zeitgleich kaufte er das
Schloss Wehrden. Hermann Werner von Wolff-Metternich wiederum vererbte das Schloss seinem Neffen Hieronymus Leopold von Wolff-Metternich. Beide Schlösser befinden sich auch noch heute im Eigentum der Familie von Wolff-Metternich. Jetzige Eigentümerin der beiden Anwesen ist Andrea Freifrau von Wolff-Metternich, die das Schloss Amelunxen mit ihrer Familie als Privatwohnsitz nutzt.
 

Baugeschichte

Das Schloss Amelunxen wurde 1554 im Stil der frühen Weserrenaissance erbaut. Es ist das älteste erhaltene Renaissanceschloss des Niederadels in der Region. Das zweigeschossige Herrenhaus ist mit einem Walmdach, Erkern, zwei Spitzbogenportalen und repräsentativer Freitreppe zum Hof versehen. Vermutlich war es einst von einer Gräfte umgeben. Die zwei Spitzbogenportale verdeutlichen die bereits genannte getrennte Nutzung des Hauses. Jeder der Brüder nutze eine Hälfte des Hauses, ähnlich den Besitzverhältnissen auf der
Grevenburg.
          

Fotos
    

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü