Schloss Antfeld - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Antfeld

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Adresse
 
Schloss Antfeld
Schloß 1
59939 Olsberg-Antfeld (Hochsauerlandkreis)
 

Karte
     

    
Besichtigungsmöglichkeiten


Es ist lediglich Blickkontakt außerhalb des Geländes zulässig. Darüber hinaus darf angeblich das Anwesen nach Terminsvereinbarung betreten werden.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

1259 wurde erstmals eine Ministerialenfamilie von Antvelde, die sich im Besitz von der Burg Antfeld befand, erwähnt. Antfeld gehörte zu den Arnsberger Lehnsgütern des Grafen Gottfried III. von Arnsberg.

Im 14. Jahrhundert folgten den Herren von Antvelde die Herren von Berninghausen. Innerhalb dieser Familie kam es, nach dem Tod Heidenreichs von Berninghausens, im Jahr 1495 zu einer Erbteilung zwischen dem alten und dem neuen Haus. Beide Linien haben ungefähr 200 Jahre Antfeld nebeneinander bewohnt.

Erbtochter Anna von Berninghausen, Witwe des
Jasper Ovelacker zu Gevelinghausen, setzte ihren aus dieser Ehe entstammenden Sohn Dietrich als Erben ein. Er war mit Beatrix von Galen verheiratet. Diese Ehe blieb jedoch kinderlos, so dass Antfeld 1648 an Alexander von Galen zu Ermelinghof, einem Vetter von Beatrix, fiel. Dessen Sohn Dietrich Ludolf überließ seine Hälfte 1686 Reinhard Caspar von Schade zu Blessenohl, der 1691 auch die übrige Hälfte von Johannetta Maria Vogt von Elspe, der Witwe Johann Georg Philipps von Berninghausen erwarb. Damit waren die beiden getrennten Rittergüter wieder vereint.

Erbtochter Anna Maria von Schade heiratet gegen Ende des 17. Jahrhunderts den
Werler Erbsälzer Joseph von Papen-Lohe. Das Schloss befindet sich auch noch heute im Eigentum der Familie von Papen-Lohe, die dort ihren Wohnsitz hat.

Baugeschichte

Die Vorgängerbauten des heutigen Schlosses lagen an einer höher gelegenen Stelle, ca. 500 m vom Schloss entfernt.

Das heute noch erhaltene Schloss entstand in der Zeit von 1716 bis 1719 für Reinhard Casper von Schade und seine Gemahlin Johanna Dorothea Bernardine von Ense. Es entstand ein zweigeschossiges Herrenhaus mit 2 vorspringenden 2x3-achsigen Seitenflügeln und einem dreiachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und gequaderter Eckverstärkung an der Hofseite. In der Mitte befindet sich das aufwendige Portal mit schwerem Portalaufsatz mit von Löwen gehaltenem Wappen von Schade-von Ense. An der Gartenseite befinden sich 2 quadratische einachsige Ecktürme mit welschen Hauben und einachsiger Laterne. Das Schloss ist aus hellgelb verputztem Bruchstein erbaut worden. Es ist zudem mit einem hohen schiefergedeckten Walmdach mit Gauben versehen.

Nikolaus Wurmstich aus Lippstadt, der auch beim Bau des Schlosses Erpernburg und Schloss Erwitte nachgewiesen wurde, wird in den Bauakten als Maurermeister genannt. Ob er auch den Entwurf für das Schloss lieferte, ist nicht geklärt. Zumindest besteht auch eine Ähnlichkeit zu den Schlössern Herringhausen und Körtlinghausen, deren Entwürfe von Justus Wehmer stammen.

Die Schlossanlage ist durch keine Gräfte umgeben. Ob es ursprünglich von einer Gräfte umgeben war, kann nur vermutet werden.

Das Innere des Schlosses entspricht nicht mehr seiner ursprünglichen Konzeption.

Die mit einem Dachreiter versehene Schlosskappelle aus dem Jahr 1723 ist durch das Torhaus mit dem östlichen Seitenflügel des Haupthauses sowie den im Norden anschließenden Wirtschaftsgebäude verbunden. Der Vorgängerbau wurde 1720 abgebrochen.

Parallel zu dem genannten Wirtschaftsgebäude befindet sich ein weiteres Wirtschaftsgebäude. Die beiden Wirtschaftsgebäude bilden quasi eine Verlängerung der Seitenflügel.

Nord-westlich des Schlosses befinden sich weitere Wirtschaftsgebäude aus unverputztem Bruchstein.
      

Fotos
         

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