Haus Assen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Assen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
   
Haus Assen
Assenweg 1
59510 Lippetal-Lippborg (Kreis Soest)
Haus-Assen.de
     

Karte
       


Besichtigungsmöglichkeiten   
   

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung von der Straße aus ist nur bedingt möglich. Ein Einzelbesuch wird nicht gestattet. Zu besonderen Anlässen, so beispielsweise der Tag des offenen Denkmals der Gemeinde Lippetal am 23.07.2007 oder im Rahmen des jährlich stattfindenden Assenfestes (letztes Wochenende vor dem Sommerferienende) ist eine Außenbesichtigung möglich. Die genauen Daten können der Lokalpresse entnommen werden. Ansonsten ist das Torhaus regelmäßig verschlossen und Besuch unerwünscht.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist lediglich in dem o.g. Umfang möglich.

Innenbesichtigung
Das Haus beherbergt das Kolleg Kardinal von Galen, der Teile seiner Jugend auf Haus Assen verlebte und 1946 zum Kardinal ernannt wurde. Am 09. Oktober 2005 wurde er von Papst Benedikt XVI. seelig gesprochen. Am 01. Juli 1997 wurde Haus Assen von Graf Christoph Bernhard von Galen an die Ordensgemeinschaft Servi Jesu et Mariae SJM übergeben. Diese Ordensgemeinschaft wurde 1988 gegründet. Am 18. August 2001 nahm der Orden seine Internatsarbeit auf. Es handelt sich dabei um ein reines Jungeninternat. Deshalb ist eine Innenbesichtigung nur in sehr seltenen Ausnahmefällen möglich.

   
Geschichte


1023 schenke Kaiser Heinrich II. (der heilige) dem Paderborner Kloster Abdinghof den Amtshof Honsel zu dem auch die „Borch tor Assen“ gehörte.
  
1292 wurde die Familie von Oldendorp vom Abt des Klosters Abdinghof mit Hovestadt belehnt, wozu wohl auch das Haus Assen gehörte. Zuvor befand sich das Anwesen in den Händen der Herren von Assen (Ashene).
  
Gegen 1350 legten die Herren von Oldendorp die heute teilweise noch erhaltene Anlage an.
 
1376 wurde die Burg als Offenhaus dem Fürstbistum Münster zur Verfügung gestellt.
  
1384 gelang Röttger von Ketteler durch Kauf in den Besitz der Anlage sowie in den Besitz von
Schloss Hovestadt. Röttger war seit 1378 mit Friderana von Altena verheiratet.
 
1455 erfolgte die Teilung der Anlage in Alt- und Neu-Assen durch Röttgers Enkel Goswin und Rotger (= Röttger). Der dritte Enkel, Conrad von Ketteler erhielt Geld und begründete die Linie Ketteler zu Gerkendal. Goswin von Ketteler erhielt mit Neu-Assen die Vorburg. Rotger von Ketteler erhielt mit Alt-Assen den hinteren Teil der Anlage, die Hauptburg. Die unterschiedlichen Teile wurden seitdem von verschiedenen Linien der Familie von Ketteler bewohnt und bewirtschaftet. Goswin von Ketteler ließ unmittelbar nach der Teilung 1455 ein festes Haus an Stelle der Vorburg errichten.
 
Auf dem Teilstück Neu-Assen wurde ab 1564 für Goswin von Ketteler und seine Gattin Cornelia von Renneberg eine neue Anlage angelegt. Baumeister war Laurenz von Brachum. Der Rundturm (Evensturm) aus dem Jahre 1455 ist der älteste Teil des Hauses. Er wurde in die neue Anlage mit eingezogen. Das Gebäude umschließt einen rechteckigen Binnenhof.
 
Ebenso wie
Schloss Hovestadt, das ebenfalls durch Laurenz von Brachum zur gleichen Zeit für den gleichen Auftraggeber errichtet wurde, wurde die Außenfassade reich gegliedert.
 
1590 heiratete die Erbtochter Odilia von Ketteler zu Neu-Assen Konrad von Ketteler zu Alt-Assen. Seitdem sind beide Teile wieder vereint. Die Ehe blieb jedoch kinderlos. 1625 starb also mit Konrad von Ketteler die Assener Linie derer von Ketteler aus. Erbin wurde Odilias Schwester Eva, die mit Goswin von Ketteler zu Hovestadt verheiratet war. Auch diese Ehe blieb kinderlos, so dass 1650 Goswins Schwester, Odilia von Kettler, erbte. Sie war wiederum mit Gottfried (Godfried) von Heyden aus der Linie zu Haus Bruch verheiratet. Gottfried von Heiden verkaufte das Haus Assen 1653 an Heinrich von Galen aus dem
Haus Bisping bei Rinkerode, ein Bruder des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen.
  
1840 erfolgte eine gründliche Erneuerung des ganzen Hauses. Der Turm des Westflügels wurde gänzlich abgerissen. An seiner Stelle wurde von 1854 bis1858 eine neugotische Kapelle durch den Arnsberger Regierungsrat Friedrich Wilhelm Buchholtz errichtet. Die Kapelle ist der heiligen Mutter Gottes von der Heimsuchung geweiht.
 
1900 stürzte der Eckturm Alt-Assen ein. 1902 wurde der Turm durch einen neuen Turm ersetzt, der um ein Stockwerk aufgestockt wurde.
 
1845 wurden die Vorburggebäude erneuert.
 
1997 wurde Haus Assen von dem päpstlichen Geheimkämmerer Christoph Bernhard Graf von Galen an den römisch-katholischen Orden servi Jesu et Mariä verschenkt. Seitdem wird es als Internat für Jungen benutzt. Schulpläne innerhalb des Schlosses sind - zumindest vorerst - gescheitert.
 
Christoph Bernhard Graf von Galen verstarb am 1. September 2002 auf Haus Assen. Er war ein Neffe des am 09. Oktober 2005 seliggesprochenen Clemens-August Kardinal von Galen.
    

Fotos
           

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