Haus Bockum - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Bockum

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Adresse

Haus Bockum
Schloss Bockum Gut Bockum gut-bockum.de
Bockum 1
59872 Meschede-Wennemen (Hochsauerlandkreis)
 

Karte
   

 

Geschichte

Das Rittergut Bockum gehörte ursprünglich einer Familie von Bockum gnt. Dolffs, als deren Stammsitz das Gut gilt. Es war ein Lehen der Probstei des Stiftes Meschede. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es im Jahre 1398.

1404 war das Gut Bockum im Besitz Heinekes von Mülsborn.

Vor 1439 gelangte das Gut in den Besitz der Familie von Wesseler vom Rittergut Weslarn, die seit spätestens 1375 zur Burgmannschaft zu Werl gehörte.

1582 verstarb Dietrich von Wesseler. Seine Erbtochter, Maria von Wesseler, heiratete 1594 Johann Papen, ein illegitimer Sohn des Bertram Papen, Propst von St. Walburgis zu Soest und Kanoniker von St. Patrokli. Er war während des Dreißigjährigen Krieges Oberstleutnant. Johann Papen wurde 1595 mit dem Gut belehnt, er führte den Namen Wesseler-Papen.

1692 verstarb Franz Anton von Wesseler-Papen. 1696 heirate seine Erbtochter, Christina Margaretha von Wesseler-Papen, Johann Dietrich von Schade zur Salvey, so dass sie Gut mit in die Ehe einbrachte.

Nach dem Tod Christina Margaretha von Wesseler-Papen im Jahre 1735, vererbte sie das Gut Bockum an ihren Stiefsohn Friedrich Wilhelm von Schade, der mit Elisabeth Sophie von Grevenstein verheiratet war. Aufgrund dieser Verbindung fiel ihm auch 1747 auch das Gut Engar zu.

Beide Güter fielen 1766 nach dem Tod Friedrich Wilhelms von Schade an seinen Sohn Ferdinand Leopold. Nach dessen Tod im Jahre 1817 teilten dessen Söhne gemäß dem väterlichen Testament den Besitz. August Friedrich von Schade erhielt das Gut Bockum, sein Bruder Franz Karl erhielt hingegen das Gut Engar.

Nach dem Tod August Friedrichs von Schade am 18.10.1841 fiel Gut Bockum nach vorheriger Allodifizirung an die Tochter seines Bruders, Franz Karl von Schade Enger, an Freiin Theresia von Schade durch Testament, da er keine Nachkommen hinterließ. Theresia von Schade wiederum ehelichte am 25.11.1841 den Freiherrn Johann von Devivere aus den Niederlanden. Er wurde 1854 zum Landrat des Kreises Meschede ernannt.

1877 veräußerte die Familie von Deviveres das Gut Bockum an Wilhelm von Wedel zu Sandfort. Das Gut befand sich auch noch 1903 im Besitz der Familie von Wedel, während es 1911 Domänialbesitz war. Gut Engar befand sich 1939 im Besitz des Herzogs von Croy.

Auf dem Gut befand sich bis Ende der 80er Jahre des letzen Jahrhunderts ein Zweitwerk der Strickwarenfabrik Sophie Stecker aus Schmallenberg.

Nach der Aufgabe des Betriebes wurden Teile des Gutes gewerblich vermietet. Der Südflügel wurde an einen Dachdeckerbetrieb verkauft.

2005 kaufte der Sohn, Michael Dameris, den Südflügel wieder zurück. Teile der Gebäude wurden restauriert, das Gutshaus erhielt eine neue Dacheindeckung. Ferner wurde die zum Gut gehörende Marienkapelle restauriert.

Heute befindet sich das Haus im Eigentum der Familie Dameris-Stecker.

Das heute noch erhaltene zweigeschossige und siebenachsige Herrenhaus hat eine mit Schiefer versehene Fassade.
 

Fotos
      

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