Schloss Bodelschwingh - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Bodelschwingh

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Dortmund

Adresse

Schloss Bodelschwingh
Schloßstr. 101
44357 Dortmund-Bodelschwingh (Stadt Dortmund)
Schloss-Bodelschwingh.de
 

Karte
   


Besichtigungsmöglichkeiten  
 

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung bis zum Torhaus ist jederzeit möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich. Allerdings bestand 2006 im Rahmen des Tags des offenen Denkmals erstmals die Möglichkeit die Innenhofbereiche nebst Park zu betreten. Zudem findet diese Veranstaltung erneut am 09.09.2007 statt.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich. Das Anwesen wird privat bewohnt.
 

Geschichte
 

Besitzergeschichte

Haus Bodelschwingh wurde erstmals 1302 urkundlich erwähnt. Ritter Giselbert, genannt Speke, Burgmann auf der
Landesburg Blankenstein und märkischer Richter in Bochum, übertrug Haus Bodelschwingh mit allem Zubehör dem Grafen Eberhard von der Mark als Lehen. Vermutlich ist er durch Heirat in den Besitz des Hauses Bodelschwingh gelangt. Seine Nachfahren nannten sich seit 1320 von Bodelschwingh. Im Laufe der Zeit waren sie in der Lage ihre Herrschaftsrechte zu erweitern. Dies führte zur Mehrung des Ansehens sowie zu zahlreichen familieren Verbindungen zu namenhaften Adelsgeschlechtern. Daraus ergaben sich mehrere von Bodelschwingh´sche Seitenlinien, von denen heute nur noch die 1636 begründete Linie Bodelschwingh-Velmede besteht. Aus dieser Linie ging auch der Pastor Friedrich von Bodelschwingh hervor.

Seit 1637 führte Gisbert Bernhard von Bodelschwingh den Freiherrentitel.

1753 starb das Geschlecht mit Gisbert V. im Mannesstamme aus. Seine Tochter Gisbertine erbte den großen Nachlass. Sie heiratete in 2. Ehe Mathias von Bodelschwingh zu Velmede. Die aus der Ehe entstammende Tochter Christine erbte den Nachlass, nachdem der einzige Sohn verstarb. Sie wiederum heiratete am 19. August 1788 Carl Wilhelm Freiherr von Plettenberg-Schwarzenberg-Heeren aus dem
Hause Heeren, der den Namen von Bodelschwingh-Plettenberg annahm.

1888 wurde Carl von Bodelschwingh-Plettenberg in den Grafenstand erhoben. Er war mit Eugenie Freiin Quadt-Wycherat-Hüchtenbruck verheiratet. Aus dieser Ehe ging nur ein Kind hervor, nämlich Wilhelmine, die sich 1867 mit Dodo Reichsfreiherrn zu Innhausen und Knyphausen vermählte. Durch Testament erhielt Dodo Reichsfreiherrn zu Innhausen und Knyphausen Haus Bodelschwingh und 1909 wurde der Grafentitel neu bestätigt. Haus Bodelschwingh befindet sich auch noch heute im Besitz der Familie zu Innhausen und Knyphausen.

Mittlerweise befindet sich die 22. Generation auf Haus Bodelschwingh.
 

Baugeschichte

Mit Haus Bodelschwingh war seit 1324 das Gericht Mengede, seit 1366 die Freigrafschaft Bodelschwingh verbunden.

Auf der Vorburginsel gruppieren sich hufeisenförmig die Wirtschaftsgebäude. Der Zutritt zur Vorburg wird von einem vierstöckigen Torhaus bewacht.
 
Der Zugang zum weiss verputzten Herrenhaus ist nur über eine dreibogige Steinbrücke möglich. Das zweigeschossige Herrenhaus liegt in einem großen rechteckigen Teich. In seiner heutigen Erscheinungsform geht es im Wesentlichen auf Baumaßnahmen aus dem 16. und 17. Jahrhundert zurück. Der nördlich des Eingangsturms gelegene Trakt stammt bereits aus der Zeit vor 1302. Das Haus besteht insgesamt aus zwei Trakten. Der Haupttrakt ist auf der Nordseite rechtwinklig mit dem zweiten Trakt verbunden. Das Haus wird an der Südost- und Nordwestecke durch dreigeschossige quadratische Ecktürme diagonal flankiert. Im Eingangsbereich befindet sich ein viergeschossiger Eingangs- und Treppenturm. Südlich davon befindet sich eine eingeschossige Auslucht. Die Schrägen des hohen Schieferdachs des Haupttrakts sind durch Gauben in Ochsenaugenform gegliedert. Das Haus verfügt zudem über einen umlaufenden Sandsteinfries.
 
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss wurde Haus Bodelschwingh geplündert. Dabei gingen viele Kunstgegenstände verloren.

Außerhalb der Gräfte befinden sich im Südosten die Schlosskirche sowie die Schlossmühle.
 

Fotos
     

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