Gut Böddeken - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Gut Böddeken

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Paderborn

Adresse

Gutsverwaltung von Mallinckrodt
Gut Böddeken 1
33142 Büren-Wewelsburg (Kreis Paderborn)
Gut-Boeddeken.de
    

Karte
           


Geschichte
  

Besitzergeschichte

Das heutige Gut Böddeken ist ein ehemaliges Kanonissenstift und Augustiner-Chorherren-Kloster.


Die Gründung des Klosters im Jahre 836 geht auf eine Stiftung des Paderborner Archidiakons Meinolf zurück. Nach der Überführung der Gebeine des Heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn gelobte er die Einrichtung eines Frauenklosters auf den Besitzungen seines Vaters.


Ursprünglich war Böddeken ein Damenstift der Kanonissen, das nach einem Brand im Jahre 1370 von den Kanonissen verlassen wurde. Der Brand entstand durch eine Belagerung des Stiftes durch Wennemar von Fürstenberg zu Waterlappe und seine Leute. Er und der Ritter Arnold von Brenken führten miteinander eine Fehde. Letzerer wurde geschlagen und flüchtete mit seinen Leuten in das Stift. Anschließend verpflichtete sich Wennemar von Fürstenberg zu Waterlappe zum Ersatz der Schäden.


1429 wurde Böddeken von den Augustiner-Chorherren übernommen.


Im 15. Jahrhunderts ging von Böddeken die Gründung oder Reformation von 26 Klöstern aus.


Im Zuge der Säkularisation wurde 1803 das Kloster aufgelöst und zunächst als Staatsdomäne bewirtschaftet.


1822 erwarb Freiherr Georg von Mallinckrodt Böddeken. Er heiratete 1819 Bernhardine von Hartmann, deren Eltern auch das Oberhaus in Norborchen (Mallinckrodthof) und das Schloss Hamborn in Kirchborchen gehörten. Das Anwesen befindet sich noch heute im Eigentum der Familie von Mallinckrodt.


Heute befindet sich ein Privates Internat für Jungen und Mädchen - Pädagogisches Jugendferienwerk - auf dem Gelände. Außerdem wird der Gutsbetrieb durch die Familie von Mallinckrodt fortgeführt.

Baugeschichte

Das dreiflügelige, hufeisenförmige und zweigeschossige Konventgebäude aus dem 15. Jahrhundert ist nach Norden hin geöffnet. Am westlichen Flügel schließt sich der romanische Westturm mit Zeltdach aus dem 13. Jahrhundert an. Vermutlich stammt der Unterbau aus dem 11. Jahrhundert. Am Ende des östlichen Flügels befinden sich Reste des im Zuge der Säkularisation abgebrochenen Kirchenschiffs, namentlich Reste des gotischen Chores aus dem 15. Jahrhundert.

  

Das Torhaus wurde im 15. Jahrhundert errichtet.

  

Die Wirtschaftsgebäude sind in mehreren unterschiedlichen Bauepochen entstanden.

   

Überwiegend wurden die Gebäude aus Bruchstein erbaut. Allerdings finden sich an zahlreichen Gebäuden Fachwerkelemente.

  

Fotos
           

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