Gut Borghausen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Gut Borghausen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
  
Haus Borghausen
Borghausen 1
59514 Welver-Berwicke (Kreis Soest)
  

Karte
          


Geschichte
   

Besitzergeschichte
        
Haus Borghausen wurde erstmals am 24. Februar 1304 urkundlich erwähnt. Es befand sich derzeit in den Händen der Ritter Stephen und Bertold Torck sowie Konrad von Brockhusen, die zu den Burgmannen von Hovestadt gehörten.

Borghausen war vermutlich ein kölnisches Burgmannlehen zur Sicherung gegen die Grafen von der Mark im Westen.

Bis zur 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts blieb Borghausen im Alleineigentum der Familie Torck, die sich von Borhus nannte.

Anschließend folgte die Familie von Ketteler. 1549 folgte Otto von Meschede zu Oberalme und Jasper von Böckenförde gen. Schüngel als Verwalter der Familie von Ketteler.

Die Witwe Katharina von Ketteler verkaufte 1619 Haus Borghausen an Goswin Klocke, Erbgesessener und Ratsherr zu Soest und Erbsälzer zu Sassendorf. Die Familie von Klocke bewohnte das Gut nur selten. Überwiegend war das Gut an wechselnde Pächter verpachtet, bis 1725 Johann Heinrich Sigismund von Klocke seinen ständigen Wohnsitz auf Haus Borghausen nahm.

1917 veräußerte Franz von Klocke Haus Borghausen an den Major Heinrich Wegmann aus Lütgendortmund. Die Erbtochter Erika brachte das Haus mit in die 1940 geschlossene Ehe mit Heinz Clemen ein, der ebenfalls wie sein Vater gelernter Pfarrer war. Allerdings übernahm er nach dem Zweiten Weltkrieg die landwirtschaftliche Bewirtschaftung.

Heute befindet sich das Gut in den Händen des 1941 geborenen Sohnes Heinz Bodo Clemen-Wegmann, der staatlich geprüfter Landwirt ist und das Gut eigenhändig bewirtschaftet. Er ist seit 1966 mit Ursel Schulze-Müllingsen verheiratet. Aus dieser Ehe sind zwei Töchter hervorgegangen.
   

Baugeschichte
      
Das alte Herrenhaus wurde im Dreißigjährigen Krieg von einer Kriegsbombe getroffen und brannte infolgedessen nieder.

Der bereits genannte Johann Heinrich Sigismund von Klocke ließ ein neues Herrenhaus sowie neue Wirtschaftsgebäude erbauen. Das Herrenhaus war von einer Gräfte umgeben, die schließlich 1985 ausgebaggert wurde.

1844 ließ Franz von Klocke ein einer neuen Stelle ein großzügiges Herrenhaus außerhalb der Gräfte auf dem vorgelagerten Hofraum erbauen. Es wurde 1933 und 1939 an der West- und Ostseite um einen Anbau erweitert.

Die Fachwerkscheune links hinter der Gräftenbrücke wurde 1793 errichtet.

Westlich des Herrenhauses befindet sich ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert.

1928 wurden neue Ställe zugefügt, die 1978 umgebaut wurden.

1978 wurde zudem ein neuer Schweinestall gebaut.
     

 
 
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