Haus Brüggen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Brüggen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Unna

Adresse
 
Haus Brüggen
Kamener Straße 12
59199 Bönen-Bramey-Lenningsen (Kreis Unna)
  

Karte
           


Geschichte
       

Besitzergeschichte
     
Im 14. Jahrhundert befand sich Haus Brüggen im Eigentum der Familie von Galen.

Um 1430 gelang das Haus in die Hände der Familie von Torck.

Eine Erbtochter der Familie von Torck brachte Haus Brüggen an die Familie von Thülen.

1627 kam Haus Brüggen durch Heirat an Gert von Ketteler aus dem
Hause Gerkendahl im heutigen Märkischen Kreis.

Vermutlich durch Kauf von der Familie von Ketteler gelang Haus Brüggen vor 1817 an Caspar Heinrich Schulze-Velmede (1786 bis 1854). Er war mit seiner Haushälterin Clara Elisabeth Wirth-Röchling, mit der er eine uneheliche Tochter hatte, die er später adoptierte, verheiratet. Diese Tochter wurde 1822 geboren und erhielt den Namen Wilhelmine Friederike Lisette. Sie heiratete am 19. September 1850 Heinrich Johann Carl Große-Leege. Nach dem Tod seines Schwiegervaters im Jahre 1854 erbte er 1854 das Anwesen.

Am 11. März 1974 wurde das Gut zwangsversteigert, obwohl die Familie Große-Leege zuvor versucht hat das Gut durch Landverkäufe zu retten. Beate Gebhard aus Witten konnte das Anwesen ersteigern. Es umfasste neben den Gebäuden rund 100 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und einen geringen Waldbestand. Zunächst verpachtete die neue Eigentümerin das Anwesen, bis es 1985 durch ihren Sohn Hans-Dietrich Gebhard als reiner Ackerbaubetrieb übernommen worden ist. Er ist seit 1989 mit seiner Ehefrau Klaudia geb. Stein verheiratet. Aus dieser Ehe sind 4 Kinder hervorgegangen.

Baugeschichte
          
Von 1718 bis 1719 wurde ein neues Herrenhaus, an Stelle des 1582 errichteten Vorgängerbaus, errichtet.

Der Wappenstein über der Gartentür trägt das Wappen der Eheleute Jobst Gerhard Moritz von Ketteler und seiner Frau Isabella Dorothea und weist das Jahr 1719 aus. Die Hauptfront trägt die Jahreszahl 1718.

Ursprünglich war der ehemalige Adelssitz von einer Gräfte umgeben, die zudem das Anwesen in eine Vor- und Hauptburg unterteilte.

Das zweigeschossige Herrenhaus, das auf einem gewölbten Keller errichtet worden ist, besteht aus verputztem Fachwerk und ist mit einem Satteldach versehen. Zudem verfügt es über einen, mit einer Uhrenglocke versehenen, Dachreiter.

1843 renovierte Caspar Heinrich Schulze-Velmede das Haupthaus. Dies bezeugt die Inschrifttafel über der Balkontür an der Hauptfront. Dadurch erhielt das Haus sein heutiges Aussehen.

Im 19. Jahrhundert wurde das Herrenhaus im Inneren völlig umgebaut.

Die beiden spitzwinklig zulaufenden Fachwerkscheunen stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Am Nordrand der Zufahrtsallee stehen ehemalige Arbeiterwohnungen des Gutes, die für Caspar Heinrich von Schulze-Velmede erbaut worden sind.

Sämtliche Gebäude stehen unter Denkmalschutz.
   

Fotos
        

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