Haus Cappeln - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Cappeln

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Steinfurt

Adresse
  
Haus Cappeln
Haus Cappeln 1
49492 Westerkappeln (Kreis Steinfurt)
  

Karte
      

  
Besichtigungsmöglichkeiten


Das Betreten der Anlage ist grundsätzlich verboten. Allerdings besteht gelegentlich die Möglichkeit das Anwesen beim Tag des offenen Denkmals zu betreten.
 

Geschichte
   

Besitzergeschichte
         
Die Entstehung des Ritterguts Haus Cappeln geht auf die Grafen von Ravensberg zurück, die bereits im 12. Jahrhundert. in Westerkappeln die Grundherrschaft und Hoheitsrechte inne hatten.

Um 1100 ließ Graf Hermann von Ravensberg eine Burg in Westerkappeln errichten. Mit ihr wurde Henricus de Cappele belehnt.

Nach einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen dem Grafen Hermann von Ravensberg und dem Grafen Simon von Tecklenburg musste Graf Hermann von Ravensberg 1202 die Burg Westerkappeln an den Grafen von Tecklenburg abtreten. Allerdings behielt Hermann von Ravensberg die Burg als Lehen.

1225 folgten erneut Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Ravensberg und den Grafen von Tecklenburg. Diesmal unterlagen die Grafen von Tecklenburg, was schließlich zur Aufhebung der Lehnsherrschaft über die Burg Westerkappeln führte.

Mit der Verlobung zwischen dem Grafen Heinrich von Tecklenburg mit Jutta von Ravensberg im Jahr 1238 sollte zwischen den verfeindeten Grafenhäusern Frieden geschlossen werden. Als Mitgift sollte Jutta Westerkappeln mit in die Ehe einbringen. Jedoch verweigerte 1246 der Brautvater, Graf Ludwig von Ravensberg, Westerkappeln zur Hochzeit herauszugeben. Erneut entstanden feindliche Auseinandersetzungen, aus denen Graf Otto von Tecklenburg als Sieger hervorging. In dem Friedensvertrag von 1246 wurde Westerkappeln endgültig der Grafschaft Tecklenburg zugesprochen.

1376 wurde die Burg von Truppen des Bischofs von Osnabrück erobert und bis 1381 besetzt. Kurz Zeit später kam es zu Übergriffen des Grafen von Tecklenburg gegenüber Osnabrücker Kaufleuten. Am 18. Juli 1382 wurde die Burg unter Führung Ludophs von Vinte durch Osnabrücker Truppen eingenommen und zerstört.

Die männliche Linie der Freigrafen von Cappeln starb in der Mitte des 14. Jahrhundert aus. Die Erbtochter Clementia von Cappeln heiratete den Knappen Albert von Vincke, der dadurch in den Besitz der Burg kam. Aus dieser Ehe ging der Sohn Johann von Vincke her, der Margarete von
Korff zu Harkotten heiratete. Diese Ehe blieb kinderlos, so dass Evert von Korff, ein Neffe von Margarete, die Burg erbte. Aus dieser Ehe gingen keine männlichen Nachkommen hervor, so dass das Haus an die Erbtochter Frederune von Korff fiel, die Heinrich Cappel aus dem nichtadeligen Hause Werther heiratete. Die aus dieser Ehe hervorgegangene Erbtochter Anna Cappel heiratete 1533 den Drosten Dietrich von Lüninck, der dadurch Eigentümer des Gutes wurde.

1706 verstarb Bernhard Caspar Heinrich von Lüninck. Die Erbtochter Anna Sophia Wilhelmina von Lüninck heiratete 1707 den General Ferdinand Anton von der Horst, an den das Haus Cappeln fiel. Sein Erbe, Moritz Carl Theodor von der Horst, fiel 1755 in Konkurs, so dass der Prediger Buddäus aus Spenge das Gut kaufen konnte. Auch er geriet in Zahlungsschwierigkeiten, so dass er das Haus 1775 an die Gebrüder Johann Michael von Loen und Jost von Loen verkaufte, deren Vater als Königlich Preußischer Geheimrat Präsident von Tecklenburg und Lingen war. Kurze Zeit später ging Haus Cappeln an Johann Jobst, der 1803 verstarb. Zunächst verwaltete sein Bruder nach seinem Besitz, bis er schließlich an dessen in Paris studierenden Sohn Leopold Heinrich Casimir von Loen fiel. Letztendlich verlor er bei einem Spiel Haus Cappeln an den Baron Carl Christian Friedrich von Lange, nachdem er zuvor sein ganzes Barvermögen verloren hat. Langes Erbtochter Maria Anna Elisabeth Amalia von Lange heiratete den Freiherrn Heinrich von Kalckstein, der seinen Wohnsitz auf dem Haus Cappeln nahm.

1889 verkaufte Alexander von Kalckstein Haus Cappeln an den Reichsfreiherrn Caspar von Loe. Seine Witwe verkaufte Haus Cappeln 1919 an den damaligen Bürgermeister von Westerkappeln, Heinrich Schulte.

Durch Erbfolge fiel das Anwesen 1958 zunächst an Willi Schulte und 1962 an seine Tochter Marie-Luise, die es 1964 an Walter Titgemeyer verkaufte, in dessen Besitz es sich auch noch heute befindet.
         

Baugeschichte
  
Haus Cappeln wurde im 13. Jahrhundert erbaut.

1382 wurde die Burg durch den Osnabrücker Bischof. Die Herren von Vinke und Werdum bauten die zerstörte Burg wieder auf.

In dem Zeitraum von 1777 bis 1779 wurden die Gebäude für die Brüder Johann Michael von Loen und Jost von Loen erneuert und umgebaut. Es entstand ein dreiflügeliger eingeschossiger Bau. Zudem ließen sie ihr Wappen über der doppelläufigen Freitreppe und ein Portal anbringen.

1862 wurde das Torhaus erbaut. Zudem wurde das Haupthaus im Renaissancestil umgebaut.

Die heute noch erhaltene Wasserburg besteht auf zwei Inseln.
 

Fotos
         

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