Schloss Crassenstein - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Crassenstein

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Warendorf

Adresse
  
Schloss Crassenstein
Am Schloss 1
59329 Wadersloh-Diestedde (Kreis Warendorf)
Schloss-Crassenstein.de
     

Karte
           


Besichtigungsmöglichkeiten  
  

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung von der Straße aus ist möglich.  

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich. Die Anlage wird als Technologiezentrum genutzt.Dennoch besteht auch in jüngerer Zeit die Möglichkeit Räumlichkeiten zum Übernachten zu mieten.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nur nach der vorstehenden Maßgabe möglich.  
   

Geschichte
    

Besitzergeschichte
      
1177 wurde Crassenstein erstmals als Lehen der Grafen von Rietberg urkundlich erwähnt. In Diestedde grenzten die Bistümer Paderborn und Osnabrück, das Oberstift Münster und das Erzstift Köln aneinander. Mit dem Bau eines festen Hauses sollte die münsterschen Grenzen und das 1130 durch den Münsteraner Bischof Egbert in ein Benediktinerkloster umgewandelte Kanonissenstift in Wadersloh-Liesborn gegen Widerstände des Adels geschützt werden.

Zunächst wurden die
Herren von Stromberg mit Crassenstein belehnt. Heinrich V. von Stromberg verpfändete am 25. Mai 1411 Schloss und Freigrafschaft Crassenstein an Lubbert I. von Wendt verbunden mit Rückkaufsvorbehalt. Schließlich verkaufte die Erbtochter Sophia von Stromberg, Äbtissin in Herzebrock, das Erbe 1419 an Heinrich III. von Wendt. Damit gelangte die Familie von Wendt endgültig in den Besitz von Crassenstein. Die Familie von Wendt hatte das Schloss bis Mitte des 19. Jahrhunderts inne.

1855 ging Crassenstein durch Erbschaft an die Grafen von Marchant und Ansembourg über.
 
Ab 1951 bis zum 31. Juli 1982 wurde das Schloss an den Internatsverein Lüdinghausen verpachtet, der das Schloss als Realschulinternat nutzte. Die gräfliche Familie blieb bis 1952 noch im rechten Flügel wohnen, bis sie in eine Villa nördlich des Schlosses umzog.
 
Nach der Schließung der Schule 1982 wurde das Schloss vorübergehend als ungarisches Schülerheim verwendet.
 
Am 1. März 1983 gingen das Schulgebäude und das Schloss in den Besitz der Priesterbruderschaft des heiligen Pius X. über, die dort ein altsprachliches Jungeninternat, die "Don-Bosco-Schule" einrichtete.
  
Im Februar 1999 ging das Schloss in Privatbesitz über. Am 1. April 1999 wurde ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eingerichtet.
  

Baugeschichte
     
1550 ließen die Herren von Wendt die alte Burg durch einen Renaissancebau mit vier Pavillontürmen ersetzen. Als Baumeister wird Laurenz von Brachum vermutet. Die ursprünglichen Pläne wurden nur unvollständig umgesetzt. Das zweigeschossige Schloss ist eine nach Süden geöffnete Dreiflügelanlage. An den nördlichen Ecken des Herrenhauses befindet sich je ein Eckpavillon.
  
Südlich und leicht nach außen verlagert vor den beiden Seitenflügeln befindet sich jeweils ein freistehender Pavillon. Aufgrund der Lage dieser Pavillons erscheint die Annahme, dass eine Vierflügelanlage ursprünglich geplant war, sehr gut vertretbar. Außerdem weisen sie die gleiche Größe wie die nördlichen Pavillons auf.
  
Von 1840 bis 1845 wurde das Schloss klassizistisch umgebaut für den Freiherrn Rudolph von Wendt. Dabei sind die hervorragenden Türme im Süden entfernt und die Innenräume umgestaltet worden. Aufgrund statischer Probleme war es erforderlich Teile der Mauern abzubrechen und neu zu errichten. Zudem erhielt das Schloss an Stelle des alten hohen Satteldachs ein Flachdach. Außerdem wurde die reiche Fassadenverzierung entsprechend
Haus Assen bei Lippborg und Schloss Hovestadt verputzt worden. Verantwortlich für diese Maßnahmen war der Mindener Architekt Konrad Niermann.
 
1850 erfolgten Instandsetzungsarbeiten an den beiden freistehenden Pavillons.
  
Von 1915 bis 1933 wurden die Dächer des Schlosses nach einem Brand mit Mansarddächern versehen. Außerdem wurde der bis dahin unverputzt gebliebene Mittelrisalit verputzt und eine neue Treppe angelegt. Damit erhielt das Schloss den Charakter eines Barockhauses.
  
Am 14. November 1940 deckte ein Sturm die reparaturbedürftigen Dächer der beiden freistehenden Pavillons ab. Daraufhin wurden 1941 die Dächer neu eingedeckt.
  
Bevor der Internatsverein Lüdinghausen seine Tätigkeit zu Beginn der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts aufnehmen konnte, sind Umbaumaßnahmen unternommen worden, um den Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb gerecht zu werden. So wurde u.a. das Dachgeschoss ausgebaut.
   

Fotos
        

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