Haus Dellwig - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Dellwig

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Dortmund

Adresse
 
Haus Dellwig
Dellwiger Straße 130
44388 Dortmund-Lütgendortmund (Stadt Dortmund)
Museum-LueDo.de
 

Karte
   


Besichtigungsmöglichkeiten  
  

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist möglich.  

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist im Rahmen des Besuchs des Heimatmuseum, das sonntags geöffnet ist, möglich.  
  

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Ein Hof Dellwig wurde bereits 1179 urkundlich genannt. 1238 wurde erstmals ein Hermannus de Dalwig erwähnt. Hermannus de Dalwig war Gefolgsmann der Grafen von der Mark. Haus Dellwig befindet sich an der Grenze des Herrschaftsgebiets der Grafen von der Mark zur Grafschaft Dortmund.

Im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts ließen Melchior von Dellwig und seine Ehefrau, eine geborene von Werminghaus zum Klusenstein, an Stelle einer älteren Wasserburg ein neues Haus im Renaissancestil errichten. Der Jülich-klevische Erbfolgenstreit oder der Dreißigjährige Krieg führte zu so starken Verwüstungen an diesem neuen Haus, dass Melchior IV. und seine Ehefrau Hellenberg Sybilla von Giesenberg in den 40er Jahren des 17. Jahrhunderts Wiederaufbaumaßnahmen durchführen ließen. Sie wurden unter dem Sohn Arnold Georg und seiner Ehefrau Elisabeth von Pallandt zu Keppel und Hamm vollendet.

Die zerstörten Vorburggebäude wurden von 1700 bis 1703 für Adolf Chrisoph von Dellwig wiederhergestellt. Mit ihm starb die männliche Linie der Familie von Dellwig aus. Erbtochter Anna Maria Sophia heiratete 1727 der Freiherrn Friedrich Wilhelm von Droste zu Erwitte. 1792 ging Haus Dellwig durch Erbgang auf die Familie von
Hörde zu Schwarzenraben über.

1816 erwarb Carl Theodor von Rump zu Crange Haus Dellwig.

Nach dem Tod des männlichen Erben 1883, erbte die älteste Tochter Anna von Rump. Sie ehelichte den Grafen Friedrich von Landsberg, Gemen und Velen, in dessen Besitz das Haus überging.

1904 veräußerte der Reichsfreiherr Ignatz von Landsberg das Haus Dellwig an die Gelsenkirchener Bergwerks AG. Das Grubenfeld Hohenzollern hatte zuvor aufgrund von Bergbauschäden zu erheblichen Kosten geführt.

Die Gelsenkirchener Bergwerks AG veräußerte 1978 Haus Dellwig an die Stadt Dortmund, die es noch heute an einen Pächter verpachtet.
 

Baugeschichte

Das zweigeschossige Herrenhaus verfügt über einen Portalturm. Es ist mit Stilelementen der Renaissance und des Barock versehen. Das Herrenhaus besteht aus zwei Trakten. Der west-östliche Trakt hat auf der Nordseite seines Ostteils einen Portal- und Treppenturm. An der Südwestecke dieses Traktes befindet sich zudem ein Eckturm. Sämtliche Türme sind mir welchen Hauben versehen. Senkrecht zu diesem Trakt befindet sich im Osten ein Längstrakt. Er ist mit zwei Treppengiebeln versehen. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss auf der Ostseite ein eingeschossiger Ausluchterker. Der Osttrakt trägt die Jahreszahl 1657, der südwestliche Eckturm 1658 und der Portalturm 1690.

Die einstöckigen Vorburggebäude sind hufeisenförmig angeordnet. Die Öffnung im Süden ist auf das Herrenhaus hin ausgerichtet. 1870 wurde im Westflügel der Vorburg eine Kapelle eingerichtet.
 
In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts ließen Franz Carl Alexander von Rump zu Crange und dessen Ehefrau Freiin Antonia Walburga von Schade zu Ahausen zahlreiche Maßnahmen durchführen. Die Zugbrücken wurden durch gemauerte Bogenbrücken ersetzt. Die Gräften auf der Eingangsseite der Vorburg wurden zugeschüttet. Der im Süden gelegene Nutzgarten wurde in einen englischen Landschaftsgarten verwandelt.
Im II. Weltkrieg wurde Haus Dellwig durch zwei Bombentreffer beschädigt. Diese Beschädigungen sind nach dem Krieg wieder beseitigt worden.

Das Herrenhaus ist - im Gegensatz zur Vorburg - von allen Seiten von Wasser umgeben. Haupt- und Vorburg sind durch eine Bogenbrücke verbunden.
  

Fotos
    

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