Haus Diek - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Diek

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Warendorf

Adresse

Haus Diek
Holtrup 54
59320 Enningerloh-Westkirchen (Kreis Warendorf)

Karte
           

   
Besichtigungsmöglichkeiten

  
Das Haus befindet sich in Privatbesitz. Deshalb ist das Betreten verboten. Allerdings bestehen gute Sichtmöglichkeiten von den umliegenden Straßen aus.
  

Geschichte
    

Besitzergeschichte
    

Der älteste urkundliche Nachweis des Hauses stammt aus dem Jahre 1276. Es handelte sich dabei um ein Freckenhorster Burglehen. Damals lebte der Lehnsträger Ritter Conrad ton Dyk auf Haus Diek.


Die Erbtocher Jutta brachte Haus Diek gegen Mitte des 15. Jahrhunderts in das Geschlecht derer von Karsem ein.


Nach dem Tode Jobst von Karsems 1566 kam Haus Diek in die Hände der Familie Buck.


1735 gelangte das Anwesen durch Erbschaft an die Familie von Hanxleben.


1816 brachte die Erbtochter Luise von Ketteler-Hanxleben das Anwesen in die Ehe mit Graf Franz von Nesselrode-Ereshoven ein.


Der aus der Ehe entstammende Sohn veräußerte Haus Diek 1867 an den auf Haus Vornholz lebenden Freiherrn von Nagel-Doornick. Durch eine weitere Erbschaft gelangte das Anwesen in das Eigentum der Familie von Bose, in dessen Besitz sich Haus Diek immer noch befindet und von ihr bewohnt wird.


Haus Diek stand zumindest im Jahre 2009 zum Verkauf. Ob es nunmehr verkauft ist, ist derzeit (Stand: 20.11.2009) unklar.

   

Baugeschichte
   

Das rechteckige, zweigeschossige, barocke, neue Herrenhaus wurde 1771 als Landhaus nach französischem Vorbild (Maison de Plaisance) für den Freiherrn Leopold von Hanxleden und dessen Ehefrau Aloisia von Reck errichtet. Baumeister war Johann Conrad Schlaun, so zumindest die herrschende Meinung. Die Zuschreibung an Schlaun erfolgt aufgrund der Ähnlichkeit zu dem abgebrannten Haus Loburg. Allerdings wird die Urheberschaft Schlauns aufgrund fehlender Baupläne, der Raumanordnung sowie der Frontfenstergliederung vereinzelt bezweifelt.


Das Haupthaus ist schlicht gehalten. Lediglich der dreiseitige Mittelrisalit der Frontseite des Herrenhauses sticht hervor. Das Gebäude ist mit einem Mansardendach versehen. Über dem Hauptportal befindet sich das Wappen der Bauherren, nämlich das Wappen Hanxlebens und von Reck.


Auf der Rückseite des Herrenhauses befindet sich eine große Holzterrasse aus dem 20. Jahrhundert.


Das Torhaus stammt aus dem Jahre 1615.


Im Westen befindet sich ferner die alte Rentei, die im 16. und 17. Jahrhundert errichtet worden ist.


Das im Osten der Insel befindliche Brauhaus aus dem 16. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen.


Große Teile der Gräfte sind mittlerweile zugeschüttet worden bzw. verlandet.

  

Sonstiges
   

Folgende Sage vom "Mann ohne Kopf" ist überliefert:


Im Mittelalters gab es in Westkirchen folgende Adelssitze: ton Dyk, ton Brinke, ton Syle und von Oer. Die Ritter der Burgen ton Brinke und ton Dyk sollen in ständiger Feindschaft nebeneinander gelebt haben. Dieses angespannte Verhältnis soll sich vereinzelt in gewaltsamen Auseinandersetzungen entladen haben. Zur gleichen Zeit soll auf den befeindeten Rittergütern jeweils ein Stammhalter geboren worden sein. Beide Söhne sollen von dem Willen besessen gewesen sein die Ehre ihrer Familie zu verteidigen. In einer hellen Mondnacht soll der Sohn der ton Dyk den Sohn der ton Brinke an dem Grenzbach, dem Bultbach, der beide Güter trennte, bei einem Waffenkampf besiegt haben. Der Sieger soll den Unterlegenen ton Brinke in den Bach geworfen haben. Auf dem Todesbett soll der Sieger ton Dyk keine Ruhe mehr gefunden haben, da seine Schuld ungesühnt blieb. Dies soll dazu geführt haben, dass er von diesem Zeitpunkt an als Mann ohne Kopf, wenn die Dunkelheit hereinbricht mit Händen und Füßen tastend am Bach herumirrt.

   

Fotos
       

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