Drostenhof Wolbeck - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Drostenhof Wolbeck

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Adresse

Drostenhof Wolbeck/Westpreußisches Landesmuseum
Am Steintor 5
48167 Münster-Wolbeck (Stadt Münster)
Westpreussisches-Landesmuseum.de
    

Karte
            


      
Besichtigungsmöglichkeiten  
   

Westpreußisches Landesmuseum
Im Inneren des Herrenhauses unterhält die Erik-von-Witzleben-Stiftung eine ständige Schausammlung "Westpreußen - Geschichte, Land und Menschen". U.a. kann das Danzigzimmer mit alten Möbeln, Gemälden, Bernstein, Gold- und Silberschmiedearbeiten und der große Festsaal mit wunderschönen Stuckarbeiten von 1650, die Szenen aus der antiken Mythologie und Jagddarstellungen zeigen, besichtigt werden.
Öffnungszeiten:

 

Montags:
Dienstag bis Sonntag:

Das Museum ist geschlossen.
10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Führungen
Führungen können nach Voranmeldung vereinbart werden.

Innenhof
Zutritt zum Innenhof ist jederzeit möglich.

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich. Gleiches gilt für die übrig gebliebenen Teile des alten Parks.

Sonstiges
Ein Standesamt befindet sich im Erdgeschoss.
  

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Zunächst befanden sich die Herren von Berne im Besitz des Drostenhofs.


1389 erhielt der fürstbischöfliche münstersche Marschall Hermann von Merveldt den Burgmannshof als Lehen übertragen. Später übten die Herren von Merveldt das erbliche Drostenamt in Wolbeck aus.


1529 trat Dirk von Merveldt das Drostenamt an. Er spielte eine bedeutende Schlüsselrolle bei der Belagerung und Eroberung der wiedertäuferischen Stadt Münster von 1535 bis 1536. Er nahm schließlich den Wiedertäuferkönig Jan van Leyden gefangen. Ferner wurden in Wolbeck die entscheidenden Gespräche zum Kampf um die Stadt geführt. Nach dem Tod Bernhards von Westerholt wurde Dirk von Merveldt 1554 Obermarschall des Bistums Münster.


Dirks Sohn, Hermann von Merveldt, heiratete Ursula von Diepenbrock zu Westerwinkel, so dass Schloss Westerwinkel erneut in die Hände der Familie von Merveldt gelang.


Das Haus wurde wiederholt nicht bewohnt. Von etwa 1720 bis 1727 lebte Graf Goswin Hermann Otto von Merveldt, Großprior des Malteserordens, Regent des Fürstentums Heitersheim, im Drostenhof.


Später, bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts als der Drostenhof Sitz der Amtsverwaltung wurde, stand das Haus leer.


Der Drostenhof befindet sich heute immer noch im Besitz der Familie von Merveldt. Ein Zweig der Familie bewohnt es wieder seit 1926. Noch heute bewohnt sie das Torhaus. Im Haupthaus ist seit 1975 das Westpreußische Landesmuseum untergebracht.

Baugeschichte

Ein alter Hof wurde vermutlich mit der Gründung des Burgmannskollegiums gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut.


Der heute noch erhaltene Drostenhof wurde von 1545 bis 1557 im Renaissancestil, an der Stelle des mittelalterlichen Burgmannshofs, für Dirk von Merveldt und seine Gemahlin Gertrud von Nagel errichtet. Die Anlage besteht aus dem Torhaus, daran im rechten Winkel anschließend das Wirtschaftsgebäude und dem freistehenden Herrenhaus. Sämtliche Gebäude sind aus Ziegelsteinen erbaut worden.


Das rechteckige zweigeschossige Torhaus hat spätgotische dreistufige mit Fialenaufsätzen. Die blaugelben Fensterläden sind in den Farben des Familienwappens der Familie von Merveldt gestrichen. An der Außenseite ist das Torhaus mit reicher Werksteingliederung versehen. In der Mitte befindet sich die Tordurchfahrt. Über ihr befindet sich jeweils ein Erker aus Baumberger Sandstein. An den Ecken befinden sich Eckquader.


Das eingeschossige ehemalige Wirtschaftsgebäude mit ausgebautem Dachboden hat Steinkreizfenster zur Hofseite hin. Auf der Rückseite befinden sich lediglich einige kleine Luken. Die drei, in gelbblau gestrichenen, Garagentore sind erst in neuerer Zeit entstanden. Der Wirtschaftsflügel ist durch einen jüngeren Zwischenflügel mit dem Haupthaus verbunden worden, der heute nicht mehr existiert.


Das zweigeschossige rechteckige Haupthaus verfügt über einen Keller, zwei hohe Geschosse und ein Satteldach. Die reich geschmückten Giebel befinden sich im Norden und Süden. Der Treppenturm befindet sich an der Nordwand des Herrenhauses.


Die alte historische Innenraumaufteilung ist auch noch heute vorhanden.

                  

Fotos
          

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