Schloss Erpernburg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Erpernburg

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Paderborn

Adresse
Schloss Erpernburg
Erdbeerenburg Erdberenburg Haus Erpernburg
Freiherr von und zu Brenken
(Tel: 02951/ 2270; Fax: 02951/6987)
Erpernburg 1
33142 Büren-Brenken (Kreis Paderborn)

Karte
           

    
Besucherinformationen

 
Lt. Maoro ist eine Außenbesichtigung möglich. Allerdings befinden sich an beiden Zufahrtswegen Schilder mit der Aufschrift, dass es sich um einen Privatweg handelt und das Durchfahren verboten ist. Insoweit halte ich es für zweifelhaft, dass eine Außenbesichtigung erlaubt ist. Bei Gelegenheit folgen weitere Ausführungen zur Problematik. Fest steht jedoch, dass in der jüngeren Vergangenheit öffentlich zugängliche Konzerte vor dem Haupthaus stattgefunden haben.
   

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Das Adelsgeschlecht derer von und zu Brenken gehört mit zu den traditionsreichsten Familien in Ostwestfalen-Lippe. Unter dem Stiftsadel gehörte die Familie von und zu Brenken zu den vier edlen Maiern des Fürstbistums Paderborn. Bereits im ersten Vierteil des 11. Jahrhunderts wurde das Stammgut an der Alme sowie die Vorfahren der Familie von und zu Brenken urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit übertrugen die edle Witwe Kunigunde und ihrer Schwester Bertha ihre Erbgüter, die sie im Almegau, in der Villa Brenkuin, in Withi, Spurca, Humberghusen und Stolpe besaßen, dem Paderborner Bischof Meinwerk und der Kirche zur Präbende der Brüder. Die übertragenen Güter erhielten sie dann als Meyerstatt zurück. Bertha, die letzte eines edlen altsassischen Stammes, wurde die Stammmutter des edlen Geschlechtes, das den Namen des Stammsitzes, nämlich den Namen Brenken annahm.


1102 wird der Ritter Rado de Brenken, im Besitze der Herrschaft Brenken, mit dem Stammsitze gleichen Namens und fünf Weilern urkundlich als Zeuge erwähnt.


Gegen Ende des 13. Jahrhunderts besaß Ritter Volmar von Brenken die Herrschaft Brenken. Er war Burgmann auf der Wewelsburg.


Nachdem der Paderborner Bischof Graf Symon von Sternberg, am 29.08.1384 dem Ritter Friedrich von Brenken Burg und Amt Wewelsburg als Pfandlehn verliehen hatte, besaß die Familie von und zu Brenken in mehrere Linien gemeinschaftlich die Herrschaft Brenken. Der Paderborner Bischof Herzog Erich von Braunschweig, löste am 15.06.1513 die Burg und Amt Wewelsburg von der Familie von und zu Brenken wieder ein.

  

Im 14. und 15. Jahrhundert befanden sich die Burgen von Büren, Wewelsburg, Wünnenberg, lt Fürstenberg sowie Calenberg im Besitz der Familie von und zu Brenken. Außerdem übte sie das Vogtrecht über das Kloster Böddecken aus.

  

Der Paderborner Bischof Herzog Erich von Braunschweig gestattete am 14.05.1513 dem Ritter Georg von Brenken, auf dem Erperndreisch, über Brenken ein Haus zu bauen, zu befestigen, mit Graben und Wällen zu schützen. Darauf hin gründete Ritter Georg von Brenken die Erpernburg, die seitdem Stammsitz der Familie von und zu Brenken ist. Die Niederburgim Talgrund der Alme, der alte Wohnsitz der Familie, ist heute noch als Ruine erhalten. Sie wurde 1622 im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

  

Jetziger Eigentümer ist der Land- und Forstwirt Georg Ferdinand Freiherr von und zu Brenken. Er ist das 5. Kind und der drittgeborene Sohn von 8 Kindern aus der Ehe des Erbdrosten Dr. jur. Georg Graf Droste zu Vischering und seiner Gattin Clarissa (= Clara-Luise) Freiin von und zu Brenken. 1946 wurde er durch seinen Onkel mütterlicherseits, Franz Josef von und zu Brenken, adoptiert. 1948 erfolgte die Namensänderung in von und zu Brenken. Er ist seit dem 09.03.1968 mit Rosa Gräfin von Nostiz-Rieneck verheiratet. Aus dieser Ehe stammen 4 Kinder.

  

Das Schloss Erpernburg bildet auch noch heute den Stammsitz der Familie von und zu Brenken.

    

Baugeschichte
   

Nachdem der Paderborner Bischof Herzog Erich von Braunschweig im Jahr 1513 dem Ritter Georg von Brenken, gestattete ein festes Haus zu bauen, wurden die Baumaßnahmen unter seinem Enkel, Meynolph von Brenken und seiner Gemahlin Katharina von Spiegel zum Dasenberge, gegen 1560 fertig gestellt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde allerdings dieses Haus schwer geplündert und niedergebrannt. 1622 stürmten die Freischaaren des Herzogs Christian von Braunschweig (der tolle Christian) Erpernburg und plünderten und verbrannten sie. Nachdem Erpernburg notdürftig wieder hergestellt worden ist, wurde 1633 die Burg von den schwedischen Völkern ausgeraubt und 1636 von dem schwedischen General Wrangel wieder geplündert und verbrannt. Das anschließend erneut wieder aufgebaute Wohnhaus brannte bereits im Jahre 1684 wieder ab.

  

1712 begannen Freiherr Ferdinand von und zu Brenken und seine Gemahlin Juliana (Juliane) von Westfalen auf Fürstenberg und Laer mit dem Bau des heute noch erhaltenen Schlosses Erpernburg. Es entstand ein barockes, zweigeschossiges, Schloss mit Walmdach und übergiebelten Mittelrislit. An den Schmalseiten befinden sich insgesamt vier angebaute Turmvorbauten. Die Außenbauarbeiten wurden 1723 beendet; die Innenarbeiten jedoch erst 1734.

  

In der zentralen Achse an der Gartenseite des Herrenhauses im Süden wurde von 1728 bis 1732 die Orangerie nach Plänen des Paderborner Baumeisters Daniel Gottlieb Schleich erbaut.

  

Von 1833 bis 1834 erfolgte der Umbau der barocken Orangerie in einen klassizistischen Gartenpavillon.

  

Von 1810 bis 1816 wurde das gesamte gärtnerische Umfeld der Schlossanlage nach den Plänen von Carl Friedrich von und zu Brenken landschaftlich umgestaltet.

  

Die eingeschossigen Ökonomie- und Nebengebäude wurden 1804 für den Freiherrn Franz Joseph von und zu Brenken und dessen Gemahlin Sophie Freiin Wolff-Metternich auf Wehrden, neu gebaut. Die bis dahin bestehenden alten Türme und Mauern der Vorburg sind zuvor abgebrochen worden.

  

Nordnordöstlich des Haupthauses befindet sich der Wirtschaftshof mit verschiedenen Gebäuden aus dem 18. bis 20. Jahrhundert.  

    

Fotos
          

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