Haus Füchten - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Füchten

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
 
Haus Füchten
Haus Füchten 1
59469 Ense-Hünningen (Kreis Soest)
HausFuechten.eu
              

Karte
          


   
Besichtigungsmöglichkeiten  

   

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung von den umliegenden Straßen ist möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich.  

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich. Die Innenräume sind größtenteils vermietet.
  

Geschichte
   
Erstmals urkundliche Erwähnung findet Füchten am 08. Mai 1298.

          

Besitzergeschichte
         

1298 wurde Ritter Goswin von Soest mit dem Haus Füchten belehnt. Ihm folgten die Herren von Uffeln zu Uffeln bei Werl und durch Erbgang die Familie Wolf von Lüdinghausen. Nach dem Tod des Friedrich Wolf von Lüdinghausen am 28. Juli 1649 erbten seine Schwestern Lea Theodora und Anna Helena Haus Füchten. Die erst genannte war mit Christoph von der Horst zu Hellenbroich, die zu letzt genannte mit Heinrich von Heigen zu Amecke verheiratet. Füchten wurde geteilt. Die Ehe von der Heigen zu Füchten blieb kinderlos. Aus der anderen Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. Die Tochter brachte Haus Füchten durch Heirat in die Ehe mit Johann Engelbert von Droste zu Erwitte, der 1695 verstarb, ein. Der Bruder des Verstorbenen, Ernst Arnold Dietrich, erwarb darauf hin das Anwesen, das er dem jüngsten Bruder Kaspar Dietrich von Droste zu Amecke schenkte. Dieser Kaspar Dietrich war mit Catharina Elisabeth von Nienhausen verheiratet. Sie sind die Bauherren des heute noch erhaltenen Herrenhauses.
    
Ernst Dietrich Anton von Droste Füchten und seine Frau Ursula Sibilla, geb. von Plettenberg-Lehnhausen, ließen 1726 den Kapellenflügel erbauen.      

Friedrich Wilhelm von Droste-Füchten, der mit Bernhardine Antonette von Schmiesing verheiratet war, plante den großzügigen Ausbau der Anlage. Das Herrenhaus sollte um einen weiteren Flügel ergänzt werden, eine großzügige Gartenanlage sollte angelegt werden und weitere Nebengebäude sollten errichtet werden. Die Pläne dazu aus dem Jahr 1751 stammen von Franz Christoph Nagel. Allerdings sind diese Pläne nicht realisiert worden.
     
1753 starb Friedrich Wilhelm von Droste-Füchten. Seine Erbtochter fiel in Konkurs, so dass Füchten an einen entfernten Verwandten, nämlich an Engelbert von Droste-Erwitte zu Dellwig
, gelang. Dieser wiederum übertrug Füchten seinem Neffen Friedrich Ferdinand von Hörde zu Schwarzenraben, dessen Sohn Haus Füchten 1834 an den Werler Erbsälzer Joseph Christian Anton Casper von Mellin verkaufte. Von Mellin ließ umfassende Bau- und Erneuerungsmaßnahmen durchführen. So wurden u.a. die Vorburggebäude weitergebaut.
    
Joseph Christian Anton Casper von Mellin verstarb 1837. Testamentarisch hat er bestimmt, dass nach dem Tod seiner Ehefrau, sein gesamtes Vermögen wohltätigen Zwecken zu gute kommen soll in der von Mellin´schen Stiftung. 1861 verstarb die Ehefrau. Haus Füchten wurde fortan bis 1903 als Ackerbauschule genutzt. Danach wurde Haus Füchten verpachtet. Letztlich wurde Füchten auch als Rehabilitationszentrum für drogenabhängige Jugendliche genutzt. 1982 veräußerte die Mellin´sche Stiftung Füchten an den Werler Kaufmann Manfred Green. Derzeit wird Haus Füchten an zahlreiche Mieter vermietet. Ein Schlosshotel, wie ursprünglich geplant, wurde bislang nicht errichtet.
  

Baugeschichte
         

 

Hauptburg
         
Das Herrenhaus ist ein langer, zweigeschossiger, rechteckiger Bau mit hohem Walmdach. Es existieren 16 zu 5 Fensterachsen. Das über eine doppelläufige Freitreppe zu erreichende Portal befindet sich nicht in der exakten Mitte des Hauses. Das Herrenhaus ist relativ schlicht gehalten. Lediglich die in zwei Reihen versetzten Dachgauben, das umlaufende Kranzgesims, die Eckquaderungen und das Eingangsportal sorgen für Belebung.
   
Außerdem ist ein zweiter Flügel 1726 nachträglich angegliedert worden. Es handelt sich dabei um den sogenannten Kapellenflügel. Dieser Flügel verfügt über 3 zu 2 Fensterachsen. Sein Mansarddach ist flacher als das Dach des Hauptflügels.
   
Der Hauptflügel des Herrenhauses wird in allen Geschossen von einer durchlaufenden Mittelmauer durchzogen.
     
In letzter Zeit wird das Herrenhaus renoviert. So wurde beispielsweise die Außenfassade mit rosafarbenem Stuck versehen. Dennoch befinden sich zahlreiche Vorburggebäude in einem bedauernswerten Zustand.
      

 

Vorburg
         
Die Vorburggebäude bestehen aus zwei längsrechteckigen Pavillons, von denen aus zwei konvex schwingende viertelkreisförmige Gelenkbauten zu den Wirtschaftsgebäuden hinüberleiten, so dass sich eine U-Form ergibt. Der Großteil der Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert. Drei Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert.
          

Fotos
     

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