Schloss Fürstenberg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Fürstenberg

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Paderborn

Adresse

Schloss Fürstenberg
(Gutsverwaltung Graf von Westphalen, Am Schlosspark 8, 33181 Bad Wünnenberg, Tel.: 02953/ 966201)
Am Schloßpark 10
33181 Bad-Wünnenberg-Fürstenberg (Kreis Paderborn)
 

Karte
           

    
Besichtigungsmöglichkeiten

Das Schloss wird immer noch zu privaten Wohnzwecken genutzt. Deshalb ist lediglich Blickkontakt außerhalb des Schlossgeländes erlaubt.
  

Geschichte
Die Entstehung der Burg geht auf die Bischöfe von Paderborn zurück, die die Ausdehnung der Herren von Büren eindämmen wollten und zugleich die hessischen Expansionspläne im Auge behalten wollten.
 

Besitzergeschichte

1267 war Regenhardus de Ittere im Besitz des Paderborner Burglehns Fürstenberg (Vorstenburg).

1325 setzt der Bischof Bernhard V. von der Lippe den Ritter Berthold von Böddeken als Hauptmann auf der neu errichteten Burg Fürstenberg ein.

1328 ist der Knappe Bertold, Schwiegersohn des Ritters Stephan von Horhusen, Kastellan auf der Burg Fürstenberg.

1348 und 1351 erwarb ein Heinrich Westphalen Besitz um Wünnenberg. Seine Söhne Lubbert und Johann übernahmen Burg, Stadt und Herrschaft Wünnenberg 1379 vom Bischof als Pfandbesitz.

1354 verpfändet der Edelherr Walrave von Büren seinen halben Anteil an der Burg Fürstenberg an seinen Neffen Johann von Büren.

1355 verpfändet der Bischof Balduin von Paderborn zwei Teile der Burg Fürstenberg mit den dazu gehörenden Gütern an den Ritter Hermann von Brenken. Hermann soll das Steinwerk der Burg Fürstenberg erhöhen, es mit Balken versehen und mit Schiefersteinen eindecken.

1355 verkauft der Edelherr Walrave von Büren seinen Anteil der Burg Fürstenberg an den Bischof Balduin von Paderborn.

1355 verpfändet der Bischof Balduin den 3. Teil der Burg Fürstenberg für 300 Mark Silber an Johann von Padberg und Berthold von Calenberg.

1446 belehnte der Kölner und Paderborner Erzbischof Dietrich III. von Moers die vier Söhne des verstorbenen Johann Westphalen und die vier Söhne des Wilhelm Westphalen für die Verdienste der Familie von Westphalen in der Soester Fehde mit der Burg Fürstenberg.

1448 teilen sich Wilhelm Westphalen und sein Vetter Lubbert Westphalen die Burg Fürstenberg.

Durch die Ehe des Wilhelm von Westphalen, mit seiner Cousine Brigitta Theodora Westphalen wurden beide Linien und ihr Besitz zu Beginn des 17. Jahrhunderts vereinigt.

Die Brüder Clemens August und Friedrich Wilhelm von Westphalen gründeten im Jahr 1751 das Westphalen'sche Familienfideikommiss. Friedrich Wilhelm von Westphalen war von 1782 bis 1789 Fürstbischof von Paderborn.

1792 wurde Clemens August von Westphalen in den Reichsgrafenstand erhoben.

Im Zuge der Revolution 1848 wurde das Schloss Fürstenberg von der Bevölkerung gestürmt und geplündert. Das Archiv wurde in Schutt und Asche gelegt.

Auch noch heute befindet sich das Schloss im Eigentum der Familie von Westphalen. Gleiches gilt für das
Schloss Laer bei Meschede.
  

Baugeschichte

Bischof Bernhard V. von der Lippe ließ 1325 die Befestigung Vorstenburg auf dem Sintfeld erbauen.

Am 18. Juni 1391 wird die Burg Fürstenberg während einer Fehde zwischen Bischof Rupert und dem Ritter Friedrich von Padberg durch die fürtstbischöflichen Truppen belagert, eingenommen und zerstört. Zuvor hatte der Raubritter Friedrich von Padberg die Burg als Stützpunkt benutzt.

1446 beschließen die Brüder und Vettern Westphalen die zerstörte Burg Fürstenberg wieder aufzubauen und zu befestigen. Auf der Burg und der Vorburg sollte Burgfrieden herrschen. Zudem siedelten sie im Umkreis Bauern an. Vor den Toren der alten Burg entstand die Freiheit Fürstenberg.

1489 gehören zur Burg eine Mühle, Schafställe und Scheunen.

1521 erlaubte der Bischof Erich dem Jost Westphalen, die Burgkapelle abzubrechen und an anderer Stelle neu aufzubauen.

1564 begann Lubbert Westphalen ein neues Gebäude auf der Burgstätte zu errichten.

1730 weiht der Bischof von Minden die Kapelle auf der Burg Fürstenberg.

Der Paderborner und Hildesheimer Fürstbischof Friedrich von Westphalen ließ alte baufällige Burg 1776, bis auf einen mächtigen Rundturm und die Keller, abreißen. Unter Einbeziehung dieser Überreste entstand ein zweigeschossiges, neunachsiges, Schloss mit Barockportal und nach Süden geschwungenen, dreiachsigen Verbindungstrakten und zwei großen dreiachsigen, quadratischen, Seitenpavillons. Der heute noch erhaltene Schlossbau wurde durch den Kasseler Hofbaumeister Simon Louis Du Ry als fürstbischöfliche Sommerresidenz von 1776 bis 1783 erbaut. Simon Louis Du Ry baute fast zeitgleich auch das baugleiche Schloss Hüffe bei Lashorst, wobei Schloss Fürstenberg das Schloss Hüffe an Größe übertrifft.

Zeitgleich mit dem Schlossbau entstanden im Norden ein Marstall und eine Remise und im Nordosten der ausgedehnte Gutshof mit einem ehemaligen Richterhaus aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
 

Fotos
        

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