Fürstlicher Palais Detmold - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Fürstlicher Palais Detmold

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Lippe

Adresse
 
Fürstliches Palais Detmold
Fachhochschule für Musik Detmold
Neustadt 22
32756 Detmold (Kreis Lippe)
HFM-Detmold.de
  

Karte
        

    
Besichtigungsmöglichkeit


Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.
  

Geschichte

Der Fürstliche Palais wurde zwischen 1706 und 1718 auf Veranlassung der Gräfin Amalia zur Lippe, geborene von Solms-Hohensolms, nach einem Entwurf des Hamburger Malers Hans Hinrich Rundt als Witwensitz erbaut. Das Grundstück erhielt sie von ihrem Ehemann Graf Friedrich Arnold zur Lippe geschenkt, um ihren Witwensitz errichten zu können. Nach seinem Tod im Jahre 1718 wohnte sie in dem Palais bis zu ihrem Tod in dem Jahre 1746.

Der Palais ist ein den französichen Vorbildern nachempfundener zweigeschossiger Schlossbau, mit klassischer, streng gehaltener Säulenordnung. Vorgelagtert sind dem Gebäude zwei eingeschossige Seitenflügel. Ursprünglich hatte der Bau ein Mansarddach.

Bis 1777 befand sich sodann der Fürstliche Palais in einer Nebenlinie des Lippischen Fürstenhauses, die Alexandinische Nebenlinie, die 1777 mit Graf Friedrich Christian zur Lippe ausstarb.

1788 erwarb die fürstliche Rentkammer den Palais und ließ in umfassend in der Zeit von 1788 bis 1792 durch den Baumeister Christian Teudt renovieren. Erneut wurde der Palais Witwensitz und stand später leer. Anschließend diente es dem Maler Wilhelm Tegeler als Atelier. Zudem wurde die physikalische Sammlung der städtischen Schulen dort untergebracht.

Von 1841 bis 1846 lebte der Bildhauer Ernst von Bandel mit seiner Familie in dem Haus. Er ist der Schöpfer des Hermannsdenkmals.

Fürst Leopold II. (1797-1851) ließ den Palais für seinen Sohn und späteren Nachfolger Fürst Leopld III. umgestalten. Von 1847 bis 1854 erfolgten zahlreiche Umbauarbeiten, in Zuge dessen u.a. das Mansarddach abgetragen und ein drittes Geschoss aufgesetzt wurde. Zudem wurden die vorgelagerten Pavillonbauten mit dem Hauptbau verbunden und um ein Halbgeschoss erhöht. Im Ergebnis entstand ein Bau, der einem italienischen Renaissancepalast glich. Im Gegensatz zu seinem Vater hat Leopold II. nie im alten
Detmolder Schloss residiert. Während seiner 25-jährigen Regierungszeit bis 1876 nutzte er den neuen Palais.

In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde an den Nordflügel ein Speisesaal angebaut.

Von 1901 bis zu sinem Thornbesteigung im Jahre 1905 hat der letzte regierende Fürst, Leopold IV., in dem Palais gelebt.

1910 wurde der Palais Heimstatt des Fürstlichen Oberhofmarschalls.

Nach dem I. Weltkrieg und der Novemberrevolution sowie der Thronentsagung durch Leopold IV. im Jahre 1918 fiel das Gebäude an den Freistaat Lippe. Er machte den Palais der Öffentlichkeit zugänglich, nachdem das Lippische Landesmuseum in dem Palais untergebracht worden war.

Seit 1946 ist der neue Palais Sitz der Nordwestdeutschen Musikakademie.
   

Weiterführende Informationen

Gaerten-in-Westfalen.de

 

Fotos
       

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