Haus Geist - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Geist

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Warendorf

Adresse

Haus Geist
Haus-Geist-Weg 10
59302 Oelde; Bauernschaft Ahmenhorst (Kreis Warendorf)
  

Karte
           

     
Besichtigungsmöglichkeiten

 
Das Betreten der Anlage ist verboten. Jedoch führen zahlreiche Wanderwege an dem Anwesen vorbei, von denen aus Einsicht genommen werden kann.
  

Geschichte
   

Besitzergeschichte
     
Zunächst befand sich Geist in den Händen der Herren von Loë.

1593 gelang Haus Geist durch Heirat der Elisabeth von Loë an ihren Ehemann den Edelherren Joachim von Büren. Der letzte der Familie von Büren, der Sohn der zuletztgenannten, Moritz von Büren, vererbte per 1640 errichtetem Testament die gesamte Anlage dem Jesuitenorden. Nach seinem Tod am 07.11.1661 auf Haus Geist nutze der Jesuitenorden Haus Geist als Kloster, Ausbildungsstätte für Theologen sowie als Apotheke.

1773 löste Papst Clemens XIV. den Jesuitenorden auf. Das Anwesen ging an den Fürstbischof von Münster. Aus den Einkünften der Besitztümer wurde als Stiftung ein Studienfonds eingerichtet, der unter anderem der Universität zugute kam.

Die meisten Gebäude und die umliegenden land- und forstwirtschaftlichen Flächen sind seit 1884 an die Familie Pellengahr verpachtet.
  

Baugeschichte
   
Die ehemalige Wasserburg der Lippe-Renaissance befindet sich auf zwei Inseln. Teile des Wassergrabensystems der Vorburginsel sind im Laufe des 19. Jahrhunderts aufgefüllt worden.
 

 

Hauptburg
   
Das Haupthaus wurde von 1560 bis 1568 von Laurenz von Brachum und dessen Söhne Rotger und Johannes für den Auftraggeber Franz von Loe, Herr zu Wissen und Droste zu Goch, errichtet. Franz von Loe ließ das Haus für seinen Sohn Bertram und dessen Ehefrau Margarethe von der Horst erbauen.

Das Herrenhaus wurde als Dreiflügelbau konzipiert und errichtet. Es verfügte über eckige Pavillontürme, die mit einer welschen Haube versehen waren. Als Vorbild diente das
Schloss Horst, das im 19. Jahrhundert bis auf einen Rest abgebrochen worden ist und ebenfalls von Laurenz von Brachum (mit-) geschaffen wurde. Auch das Herrenhaus des Haus Geist wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert abgebrochen.

Nach einem Brand im Nordflügel wurde von 1750 bis 1755 ein schlichter barocker Neubau des gleichen Flügels mit zwei Vollgeschossen und Mansarddach nach Plänen des Paderborner Hofarchitekten Franz Christoph Nagel errichtet. Die Bauleitung oblag dem Jesuitenbruder Franz Pfisterer. Von 1806 bis 1809 wurden die verbliebenen Renaissancebauten im Westen und Süden der Hauptinsel abgetragen. Lediglich das Portal am Eingang des Torhauses und die noch sichtbaren Grundmauern und Fundamente sind heute noch erhalten.
  

 

Vorburg
  
Als einziges Gebäude der Vorburg ist der Ostflügel der Wirtschaftsbauten aus dem Jahr 1651 erhalten. Das Brauhaus wurde 1982 restauriert. West- und Nordflügel der hufeisenförmig angelegten Wirtschaftsbauten wurden aus Backstein mit Renaissance-Spolien aus Sandstein errichtet. Ein Scheunengebäude wurde um 1900 ergänzt.
 

Fotos
       

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