Schloss Gevelinghausen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Gevelinghausen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Adresse

Schloss Gevelinghausen
Schloßstraße 1
59939 Olsberg-Gevelinghausen (Hochsauerlandkreis)
  

Karte
    

 
 

Geschichte

1299 wurde erstmals Hermann I. von Gevelinghausen, arnsbergischer Ministerialer, urkundlich erwähnt. In der Urkunde wurde Hermann mit seinen Söhnen durch die Äbtissin des Damenstifts zu Meschede eingesetzt. Zunächst war das alte Rittergut Lehen des Damenstifts zu Meschede.

Der Graf von Arnsberg tauschte 1299 mit dem Stift Meschede das Rittergut Gevelinghausen gegen das
Rittergut Ostwig.

1338 verkaufte Graf Gottfried IV. von Arnsberg seine Grafschaft Arnsberg an den Erzbischof von Köln.

Ein Enkel Hermanns I. von Gevelinghausen, Hermann III. von Gevelinghausen, befestigte 1371 das Haus und trug es 1374 dem Kölner Erzbischof als Lehen an.

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts gelangte das Gut im Erbgang an die Familie von Berninghausen.

Ab dem Jahre 1500 befand sich das Gut im Eigentum der Familie von Selbach und ab 1531 in den Händen der Familie von Ovelacker. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, 1648, folgte Cord Matthias von Schorlemer und 1659 die Familie von Siegen.

1796 verkaufte Engelbert Freiherr von Siegen das Rittergut Gevelinghausen mit dem Rittergut Wiggeringhausen an den Kurfürstlich-Kölnischen Kammerherrn Simon August Freiherr von Wendt-Papenhausen. Das Rittergut Gevelinghausen wurde 1585 von Schloss Gevelinghausen abgeteilt und es war bis zum Rückkauf durch Johann Adolf von Siegen 1724 selbständig.

1633 wurde die bereits 1543 vorhandene Schlosskapelle neu errichtet. In den Jahren 1879 und 1900 erfolgten Umbaumaßnahmen an der Schlosskapelle. 1879 war die Apsis errichtet worden. 1900 wurde die alte Schlosskapelle durch ein neues Längsschiff ersetzt. Die Kapelle wurde seit den Umbaumaßnahmen als Dorfkirche genutzt. 1985 wurde sie von der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena übernommen.

1810 erfolgte eine Erneuerung des Schlosses durch Simon August von Wendt-Papenhausen. Bis dahin bestand ein zweistöckiges Herrenhaus mit Mansarddach und Mittelrisaliten. Vermutlich wurden auch zu dieser Zeit die beiden Ecktürme an der Hauptfront des Schlossgebäudes angegliedert.

1839 kauft Franz-Wilhelm Freiherr von Wendt-Papenhausen von Andreas Graf von Stolberg-Stolberg Schloss und
Gut Schellenstein mit Gierskopp im benachbarten Bigge und zog 1842 mit seiner Familie dort ein. Schloss Gevelinghausen blieb bis 1867 unbewohnt.

Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster, war mehrfach zu Besuch bei seiner Schwester Agnes Freifrau von Wendt, geb. Gräfin Galen, in Gevelinghausen.

1961 übernahm Karl-Josef Freiherr von Wendt, dessen Vater 1942 in Rußland gefallen war, mit 24 Jahren als Universalerbe die Besitzungen in Gevelinghausen, Wiggeringhausen, Schellenstein mit Gierskopp und das Namensgut Papenhausen bei Lemgo - insgesamt ca. 2.500 ha Grundbesitz.

1973 erfolgte die Einweihung des Schlosshotels.

1985 Karl-Josef Freiherr von Wendt musste seinen gesamten Besitz einschließlich der Schlossanlage und des Freizeitparks aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen.

1986 ließen die neuen Eigentümer die Schlossanlage umbauen und vermieteten sie an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft zur Durchführung von Seminaren für Arbeitssicherheit. Ein Teil des Schlosses wird auch noch heute von der Verwaltung der Berufsgenossenschaft für Arbeitssicherheit genutzt. Der übrigen Tel wird als Hotel und Restaurant genutzt.

Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff weilte in den Jahren 1824 und 1831 als Gast im Schloss.

Das Herrenhaus ist ein schlichter dreigeschossiger rechteckiger Bau mit übergiebelten Mittelrisalit und zwei seitlich angebauten, massiven Türmen, deren Fachwerkaufsätze, wie auch das Mansarddach und die Steinerker, aus dem 19. Jahrhundert stammen.

1927 folgten weitere Umbaumaßnahmen. So wurde der Pferdestall zum heutigen Rittersaal und der Schweinestall zum heutigen Seminarraum erweitert.


Fotos
        

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