Burg Hachen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Burg Hachen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Lage

Sundern-Hachen (Hochsauerlandkreis)
 

Karte
    

 

Geschichte

In der Mitte des 11. Jahrhundert heiratete Graf Hermann IV. von Werl Richeza III., eine Erbin des im Mannesstamme aussterbenden rheinischen Pfalzgrafengeschlechts der Ezzonen. Hierdurch erhielten die Grafen von Werl größeren Grundbesitz in der Umgebung von Arnsberg. Hierzu gehörte u.a. auch die Burg Hachen sowie die
Burg Rüdenberg. Hermann IV. von Werl verstarb jedoch bereits vor 1052, so dass die Witwe Richeza III. in 2. Ehe den Grafen Otto von Northeim († 1083) 1052/1053 ehelichte und damit die Burg an Hachen an diesen viel. Weitere Einzelheiten zu den Ezzonen befinden sich bei der Darstellung zur Burg Rüdenberg.

Um 1080 schenkte der aus der zuletztgenannten Verbindung hervorgegangene Sohn, Graf Kuno von Beichlingen († 1103), die Burg Hachen sowie den dritten Teil des Lürwaldes dem Erzstift Köln.

1177 bestätigte Pabst Alexander III. und 1184 Papst Lucius III. dem Kölner Erzbischof die Burg als sein allodium.

Die Herren von Dassel wurden mit der Burg belehnt. Aus ihnen gingen die Vögte von Dassel hervor.

1231 verkaufte Adolf von Dassel und sein Vetter Ludolf die Burg Hachen mit den zugehörigen Vogteien an Graf Gottfried II. von Arnsberg und seinen Sohn Gottfried III. von Arnsberg. Zwischenzeitlich haben die Herren von Dassel der Familie Hermans von Bosenhagen Hachen zur Wohnung überlassen.

1368 fiel Hachen mit dem Verkauf der Grafschaft Arnsbergs durch Graf Gottfried IV. von Arnsberg erneut an das Erzstift Köln.

Anschließend war die Burg Sitz von Ministerialen.

1371 verpflichtete sich der Adelige „Rotger genannt die Keteler“ als Burghauptmann die Burg zu hüten und zu bewahren sowie zu bewachen. Dieser Verpflichtung kam die Familie Keteler nach. Die nachfolgenden Herren von Thülen hingegen, ließen die Burg allmählich verfallen, bis sie schließlich Ende des 16. Jahrhunderts ausstarben.

Johann d.J. von Hatzfeldt († 1482) ließ während seiner Amtszeit als kurkölnischer Marschall von Westfalen auf eigene Kosten die Landesburg Hachen,
Bilstein und Schnellenberg ausbauen.
Seit dem 15. Jahrhundert war die Burg zeitweise verpfändet. Ihre Bedeutung sank.

1692 folgten die Herren von Ledebur der Familie von Wrede als Eigentümer der Burg. Die Erbtochter Wilhelm Bernhards von Wrede, Margaretha Katherina heiratete am 01.02.1963 Friedrich Bernhard von Ledebur, den Besitzer von Wicheln.

1749 erwarb Christian Franz Dietrich von Fürstenberg-Herdringen von der Familie von Ledebur die bereits zu diesem Zeitpunkt ruinöse Burg sowie das Haus Reigern im Kirchspiel Hüsten.

Seit 1839 befindet sich die Burg im Eigentum der Gemeinde Hachen. Reigern befindet sich auch noch heute im Besitz der Familie von Fürstenberg.

      

Fotos
     

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü