Haus Hameren - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Hameren

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Coesfeld

Adresse

Haus Hameran Haus Hameren
Alstätte 22
48727 Billerbeck (Kreis Coesfeld)
 

Karte
      


  
Besichtigungsmöglichkeiten  

  

Außenbesichtigung
Es ist lediglich Blickkontakt von der öffentliche Straße aus möglich.  

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich. Das Anwesen wird privat bewohnt. Lediglich im Rahmen des Tags des offenen Denkmals kann die Kapelle besichtigt sowie das Anwesen im Rahmen einer Führung betreten werden.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich.
  

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Zunächst befand sich Hameren in den Händen der Herren von Hameren.

1488 kaufte Goswin Bitter von Raesfeld die Burg Hameren von den Herren von Hameren.

1543 wurde die Burg geteilt. Arndt von Raesfeld gab den Teil der Burg im Westen der Anlage seinem Sohn Johann, der ab 1543 eine eigene Burg errichten ließ (Hameren-Schilder). Ludger von Raesfeld erhielt den östlichen Teil mit den älteren Gebäudeteilen (Hameren-Raesfeld).
Mitte des 18. Jahrhunderts wurden beide Teile wieder vereint.

Da der verstorbene Ludger von Raesfeld 1750 nur Töchter hinterließ, ging Hameren durch Erbschaft an Franz Max Xaver von Kolff. Nach seinem Tod erbte 1818 seine Schwester, eine verheiratete Freifrau von Graes, Haus Hameren. Sie verkaufte das Haus 1832 an Karl von Merode. Seine Witwe Mathilde geb. von Twickel aus dem
Haus Havixbeck vererbte Hameren an die Freiherren von Twickel, in deren Besitz es sich auch noch heute befindet.

1765 wurden die beiden getrennten Teile durch Rückkauf wieder vereint.
       

Baugeschichte

Gegen 1250 wurde an Stelle eines befestigten Hofs, den die Ritter von Hameren vor 1000 von den Sachsen übernommen haben, einer ehemaligen Heiligtumsstätte germanischer Götterverehrung, ein neues Haus errichtet.

Aufgrund der Teilung entstanden auf der alten gräftenumgebenen Burgstelle zwei fast gleich große Inseln, die von einem nordsüdlich verlaufenden Graben getrennt wird.

1493 ließ Goswin Bitter von Raesfeld die Burgkapelle auf der östlichen Insel bauen. 1520 erfolgte die Einweihung der Kapelle zu Ehren der Heiligen Anna. 1869 wurde sie erweitert und beinahe ganz verändert.

Nördlich der Kapelle befindet sich ein rechteckiger vierstöckiger Turmspeicher aus Bruchstein, der nach der Teilung 1593 erbaut worden ist. Östlich an den Speicher angebaut, befindet sich ein Wirtschaftsgebäude aus dem 17. oder 18. Jahrhundert.

Das alte, auf der Ostseite gelegene Herrenhaus Hameren-Raesfeld ist heute nicht mehr vorhanden. Vermutlich hat es auf der Nord- und Ostseite der heute noch erhaltenen Gebäude gestanden.

Auf der westlichen Insel liegen mehrere Gebäude. Im Osten befindet sich das zweiflügelige zweigeschossige Haupthaus, an dessen Nordostecke sich ein Rundturm aus Specklagentechnik angliedert. Der an dem Rundturm angrenzende östliche Teil des Nordflügels besteht sehr wahrscheinlich aus den Resten des von 1543 bis 1549 errichteten Herrenhauses. An der Nordwand ist noch eine deutliche Baunaht zu erkennen. Außerdem ist der westliche Teil des Nordflügels in einem leichten Winkel angebaut. Dieser Teil ist 1704 erbaut worden. Mit Ausnahme der mit Eckquadern versehenen Giebelseite sind die Ziegelsteine verputzt worden. Das Baualter des Ostflügels ist ungewiss. Wahrscheinlich ist er jedoch zu dieser Zeit umgebaut worden. Im 19. Jahrhundert sind an diesen Flügel im Osten noch weitere Anbauten angebaut worden.

Außerdem befindet sich im Westen, auf der westlichen Insel, ein eingeschossiges unregelmäßig dreiflügeliges Ziegelsteinwirtschaftsgebäude aus Specklagentechnik. An der Südwestecke befindet sich zudem ein zweigeschossiger Eckturm. Durch Umbauarbeiten 1860/1870 erhielt dieses Gebäude seine heutige Gestalt.

Im Norden der westlichen Insel befinde sich zwei parallel verlaufende Wirtschaftsgebäude jüngerer Errichtungszeit.
       

Fotos
      

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