Schloss Harkotten-Korff - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Harkotten-Korff

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Warendorf

Adresse
Ferdinand Freiherr von Korff jun.Tel.: 05426-2216; Fax: 05426-2343 E-Mail: von.Korff@freenet.de
Forst- und Gutsverwaltung Schloss Harkotten von Korff
Schloss Harkotten 2
48336 Sassenberg-Füchtorf (Kreis Warendorf)
SchlossHarkotten.de
 

Karte
           


   
Besichtigungsmöglichkeiten

  

Die Anlage wird privat durch die Familie von Korff bewohnt und bewirtschaftet. Zudem sind Teile der Wirtschaftsgebäude vermietet. Deshalb ist die Anlage nicht öffentlich zugänglich. Es ist lediglich Sichtkontakt von den öffentlich zugänglichen Straßen möglich. Bis zur Schlossbrücke ist der Zutritt erlaubt. Außerdem besteht die Möglichkeit in der Schlosskapelle zu Heiraten. Teile des ersten Tatorts aus Münster (Der dunkle Fleck (2002)) wurden auf dem Schlossgelände gedreht. Die Innenaufnahmen des Tatorts stammen jedoch - wie der erste Eindruck nahe legt - nicht aus dem Schloss sondern aus dem Schloss in Drensteinfurt.

Geschichte

1254 heiratete der Ritter Henricus (=Heinrich) Korff aus der Grafschaft Mark Ludmodis, die Erbtochter des ansässigen Ritters.
  
Ritter Heinrich II. von Korff aus der Grafschaft Mark ließ zwischen 1297 und 1309 als Lehnsträger der Bischöfe von Münster eine strategisch wichtige Grenzburg Wasserburg Harkotten (= Heidekotten) errichten. Sie bestand aus zwei Flügeln mit einem schmalen Mittelteil und sollte das Bistum Münster gegen das benachbarte Bistum Osnabrück und die Grafschaft Ravensburg sichern. Die Burganlage wurde mit mehreren Gräfteringen umgeben.
 
Heinrich II. ging anschließend als Mönch in das Kloster Marienfeld, wo er auch schließlich verstarb und begraben wurde.
1334 teilten seine beiden Söhne Henricus und Everard das Erbe unter sich auf. Sie bauten je ein Burghaus. Nach der Legende erfolgte die Teilung im Rahmen eines Würfelspiels zwischen den Brüdern. Auf den Ausruf "Smiet in" erwürfelte Henricus den östlichen Teil der Burg und nannte sich fortan "Korff-Smising" (=Smising). Everard erhielt demzufolge den westlichen Teil der Burg. Seitdem existieren zwei voneinander getrennte Herrenhäuser auf einer gemeinsamen Anlage.
  
Aufgrund der Lage entwickelte sich um die Burg nach und nach eine Art Grundherrschaft, die Hoch- und Herrlichkeit Harkotten.
 
Die Bauten der Vorburg, nämlich das Burgtor nebst den zwei kleinen Torhäuschen, die Mühle, das Gerichtshaus von 1701 mit Kerker und Gerichtsstube, die Försterei mit angebautem Wirtschaftsgebäude, die Brauerei und die Schlosskapelle mit Glockendachreiter von 1665 verblieben im gemeinsamen Besitz. Die gemeinsame Schlosskapelle kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.
  
Ein umfangreiches Wassersystem umgibt die gesamte Doppelschlossanlage.
  
Die beiden Schlösser sind durch getrennte Zufahrten erreichbar.
  

Von 1804 bis 1806 baute der Baumeister Adolf von Vagedes, der nach August Reinking zweitbedeutenste Baumeister des Klassizismus,
nach dem Abriss des Westflügels das neue klassizistische Herrenhaus des Schlosses Harkotten von Korff an der Stelle des alten Herrenhauses für Friedrich-Anton von Korff und seine Gemahlin Rosine, geb. Gräfin von Korff-Schmising. Es handelt sich bei diesem Bau um ein zweistöckiges Villengebäude mit drei Risaliten und griechisch anmutenden Portikus. Vor dem Mittelrisalit befindet sich ein Portikus mit vier Säulen, der ursprünglich mit einem Dreiecksgiebel versehen war. Er wurde 1831 zur Vorhalle mit Balkon ausgebaut. Die beiden äußeren Risalite schließen mit einer Balustrade ab. Der Mittelrisalit hingegen wird durch einen flachen Dreicksgiebel geziert.
 
Die ursprünglichen Wasseranlagen mit dem ausgedehnter Gräftensystem wurden bis auf den kleinen runden Teich im Rahmen des Neubaus des Herrenhauses zugeschüttet.
 
Bis zu dem Umbau 1831 trug das Herrenhaus noch einen klassischen Giebel. Heute existiert ein flaches Walmdach.
  
Hinter der Schlossbrücke spaltet sich die Zufahrt, die sich wieder vor dem Herrenhaus verbindet, so dass sie eine ovale Form bildet. In der Mitte befindet sich ein großer runder Teich. Von der Zufahrt zweigen weitere Wege zu den einzelnen Nebengebäuden ab.
 
Das Wirtschaftsgebäude im Norden der Vorburg, versehen mit einem zweigeschossigen Mittelbau, wurde 1830 errichtet. Zudem erhielt der Vorplatz des Schlosses einen runden Teich.
Das Herrenhaus befindet sich auf einer leichten Erhöhung.

Die Brückepfeiler der Brücke zu Haus Korff sind mit zwei Wappen versehen. Der linke Pfeiler trägt das Wappen der Herren von Korff. Der rechte Pfeiler das Wappen der Familie Grüfer von Morrien.
     

Fotos
        

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