Haus Havixbeck - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Havixbeck

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Coesfeld

Adresse

Haus Havixbeck (Freiherr von Tickel´sche Forstverwaltung Tel: 02507/5420-0; Fax: 02507/5420-21)
Josef-Heydt-Str. 2
Mail: Twickel-hav-forst@t-online.de
48329
Havixbeck (Kreis Coesfeld)
 

Karte
    

   
Besichtigungsmöglichkeiten


Das Haus befindet sich in Privatbesitz. Ohne Voranmeldung ist lediglich Blickkontakt von der Straße aus möglich. Für Gruppen werden während der Werktage Führungen nach Voranmeldung beim o.g. Verkehrsverein auf dem Gelände angeboten. Zudem sind die Tore während der Frohnleichnahmsprozessionen geöffnet, da auf dem Gelände die Messe stattfindet.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

1369 wurde der Ritter Dietrich von Schonebeck vom Propst zu St. Mauritz mit dem Hof Havixbeck, der aus Brüninghof im Kirchspiel Havixbeck hervorging, belehnt, nach dem kinderlosen Tod des Schulzen Wigbold Brunynck.

Durch Heirat gelangte das Gut etwa 1450 an Friedrich von Bevern.

1601 brachte Ermgard von Bevern bei ihrer Heirat mit Rudolf von Twickel das Haus Havixbeck als Mitgift in die Ehe ein.

Am 19. Juli 1708 wurde Christoph Bernhard von Twickel durch Kaiser Joseph I. in den Reichsfreiherrenstand erhoben.

Am 15. Oktober 1840 verlieh der König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., Clemens August von Twickel das Amt des Erbschenken des Fürstbistums Münster.

Heute wird das Haus immer noch von der Familie von Twickel bewohnt. Das Anwesen wird zudem in Eigenregie landwirtschaftlich genutzt.
   

Baugeschichte

Haus Havixbeck bestand ursprünglich aus einer Zwei-Inselanlage. Heute existiert nur noch eine Insel, auf der sich die Vor- und Hauptburggebäude befinden. Die dreiflügelig angeordnete Anlage ist nach Süden offen.

Die Gebäude sind in unterschiedlichen Epochen entstanden.

Das Herrenhaus aus Baumberger-Sandsteinquadern ist 1562 entstanden. Es wurde 1654 nach Westen und 1711 nach Osten erweitert. Die Dreistaffelgiebel sind mit verzierten Muschelaufsätzen versehen. Zum Kernbau von 1562 gehört auch der achteckige Treppenturm mit seinem schieferbedeckten Zeltdach an der Nordseite des Haupthauses. Auf der Hofseite befindet sich ein zweigeschossiger Pastoralvorbau aus der Barockzeit. Wie Seitenflügel schließen sich die Nebengebäude an das Herrenhaus an.

In der Mitte des Haupthauses im Süden befindet sich ein zweigeschossiger Vorbau mit toskanisch-jonischer Pilasteranordnung. Abgeschlossen wird dieser Bau durch ein reich profiliertes Kransgesims. Ursprünglich trug er ein schlichtes Walmdach, das Ende des 19. Jahrhunderts durch drei Giebel ersetzt wurde und schließlich 1934 seine heutige Gestalt erhielt.

1674 wurden die Rentei und der dreigeschossige Torturm an der Ostseite erbaut. Die Zufahrtsbrücke wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Am Torturm befindet sich ein kleines Torwächterfenster mit Rufloch in Form einer Löwenmaske und der Inschrift "Werda". Außerdem befindet sich an der Ostseite auf der ehemaligen Vorburginsel ein langgestreckter eingeschossiger Wirtschaftsbau aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts mit einem zur Gräfte vorspringenden Eckturm.

Die Kapelle an der Westseite wurde 1881 erneuert. und die Remise wurde 1862 ausgebaut. Das Fachwerkgebäude und die Gruftkapelle sind im späten 17. Jahrhundert entstanden. Auch an der Westseite befindet sich ein langgestreckter eingeschossiger Wirtschaftsbau aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, der parallel gegenüberliegend zum Wirtschaftsbau an der Ostseite verläuft.

Der herrliche Rittersaal in der Westhälfte des Hauses mit einem imposanten wappengeschmückten Kamin stammt aus dem Jahr 1651. Er ist mit holländischen Kaminen verwandt. Der Saal besteht zudem aus einer wuchtigen Balkendecke. Die Bretter ruhen offen auf den schlicht ornamierten Balken. Der Saal ist einzigartig in Westfalen, da es zu damaliger Zeit üblich war die Balkendecken mit vornehmerem Stuck zu verzieren.

Johann Conrad Schlaun schuf 1733 die Pläne für Gartenanlage, Brücken, Torpfeiler und Einfassungsmauern im Westen.

Außerhalb der Gräfte im Süden befinden sich neuere Wirtschaftsgebäude.
    

Fotos
   

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