Schloss Heerse - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Heerse

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Adresse

Wasserschloss Neuenheerse
Schloss Heerse
Stiftstr. 2
33014 Bad Driburg-Neuenheerse (Kreis Höxter)
Wasserschloss-Neuenheerse.de
  

Karte
    

Besichtigungsmöglichkeit

Auf einer Fläche von ca. 1.500 m² befindet sich seit 1993 eine - im Rahmen einer Führung zugängliche - Ausstellung naturkundlicher, völkerkundlicher und heimatkundlicher Themen. Das Schloss beherbergt eine der größten privaten Großsäugersammlungen, eine große ethnographische Sammlung mit dem Schwerpunkt Afrika, eine vielfältige Ausstellung zur Heimatkunde, eine Abteilung zur europäischen Jagdkultur und einen Sonderausstellungsbereich zur deutschen Kolonialgeschichte. Zahlreiche Tierpräparate befinden sich in dem Schloss. Auf dem Schlossgelände befinden sich zahlreiche Skulpturen und Kunstgegenstände.

Führungen sind nur nach Voranmeldung und Terminabsprache für Gruppen ab 4 Personen unter der Telefonnummer 05259/930333 möglich.


Geschichte
  

Besitzergeschichte

868 gründeten der dritte Paderborner Bischof Liuthard und seine, später als Heilige verehrte, Schwester Walburga das Kanonissenstift Heerse nachdem er auf dem Wormser Konzil die Genehmigung für die Niederlassung erhalten hat. Das Stift wurde auch hochadeliges freiweltliches Damenstift genannt. Voraussetzung für die Aufnahme in die Stiftsgemeinschaft war adelige Abstammung. Die Ablegung eines Gelübdes war nicht erforderlich. Zudem waren sie nicht an bestimmte Regeln gebunden. Sie konnten sogar heiraten; verloren jedoch dann ihre Pfründe. Pflicht war jedoch die regelmäßige Teilnahme am Chordienst.

1803 wurde der Damenstift in ein freikonfessionelles Stift umgewandelt.

1810 wurde schließlich der freikonfessionelle Stift aufgehoben. Seitdem wird die Kirche als katholische Pfarrkirche der St. Maria und Saturnina Gemeinde genutzt. Das Stift und die dazugehörige Abtei wechselten in der Folgezeit mehrmals die Besitzer, bis es für längere Zeit in den Besitz der Familie von Zitzewitz überging. Ein Kaufmann Tenge hat das Schloss 1830 gekauft, um es als Mitgift seiner Tochter in die Ehe mit dem Baron von Zitzewitz einzubringen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Abteigebäude als Quartier für Besatzungssoldaten sowie für polnische Offiziere genutzt, die auf ihren Heimattransport warteten.

Im Anschluss daran diente das Gebäude als Altersheim.

1956 übernahmen die Missionare vom Kostbaren Blut das Schloss, in dem sie ein Gymnasium mit Internat mit Unterrichtsräumen einrichteten, das 1957 eröffnet wurde.

1967 erforderte der aufstrebende Internatsbetrieb einen modernen Neubau im Westen des Abteigebäudes.

Seit dem 01.07.1989 gehört das Anwesen dem Honorargeneralkonsul von Ghana Manfred O. Schröder und seiner Frau Helga, die es von den Missionaren vom Kostbaren Blut erworben haben.
 

Baugeschichte

Das Schloss ist an drei Seiten von einer Gräfte umgeben. Lediglich an der Südseite des Schlosses an der sich die Terrasse befindet, ist die Gräfte zugeschüttet worden. Ursprünglich war das Schloss ganzseitig von Wasser umgeben und das Schloss nur über eine Brücke im Norden zu erreichen.

Das damalige Abtei- und heutige Schlossgebäude wurde zwischen 1599 und 1603 für die Äbtissin Othilia von Fürstenberg als Residenz im Stil der Weserrenaissance erbaut. Es ist ein Zweiflügelbau mit einem Vierkantturm im Winkel der Flügel. An dem Eingangsportal befindet sich das Wappen der Bauherrin.

Im frühen 18. Jahrhundert folgten Umbaumaßnahmen.

Im frühen 20. Jahrhundert wurde das ursprünglich verputzte Obergeschoss mit Fachwerk erneuert.

1131 wurde die vorhandene karolingische Kirche durch eine Säulenbasilika ersetzt.

Die neugebaute Basilika brannte 1165 ab und wurde neu aufgebaut. Im 14. Jahrhundert wurde sie umgebaut. Dabei wurde das Langhaus an der Südseite zur Halle verändert.

Der Kirchenbau wurde im 17. Jahrhundert mehrfach verändert und erneuert.

Das ehemalige Wagenhaus mit Tordurchfahrt, nördlich des Schlosses, wurde 1606 erbaut. Es wird heute als Seminarraum für das Institut für Fort- und Weiterbildung genutzt. Zuvor wurde es auch für Internatszwecke genutzt.

Nach Erwerb der jetzigen Eigentümer im Jahr 1989 veranlassten sie Renovierungsarbeiten, die sich 2 Jahre hinzogen. Im Rahmen der Reparaturarbeiten wurden Ausbau- und Reparaturarbeiten in und am Schloss vorgenommen. Teile der Gräfte wurden wiederhergestellt. Zudem wurde das Torhaus ausgebaut und repariert.
           

Fotos
   

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