Schloss Heessen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Heessen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Hamm

Adresse

Landschulheim Schloss Heessen
Schlossstraße 1
59073 Hamm-Heessen (Stadt Hamm)
Schloss-Heessen.de
  

Karte
   

         
Besichtigungsmöglichkeiten


Das Schloss wird als Gymnasium sowie Internat genutzt. Deshalb sind Besuche nur in den Ferien nach Voranmeldung möglich. Jedoch lässt sich auch ein guter Einblick von den Wegen außerhalb der Schlossanlage gewinnen.

Geschichte

975 wurde erstmals urkundlich ein Oberhof Heessen als Erbgut des Bischofs Ludolf von Münster erwähnt.

1200 befand sich der Oberhof Heessen im Besitz der Grafen von Altena-Mark. Gräfin Mathilde brachte den Oberhaof als Heiratsgut mit in die Ehe.

Seit 1243 waren die Grafen von Isenberg-Limburg die Lehnsträger, nachdem die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Häusern Altena-Mark und Isenberg-Limburg durch Friedensvertrag beendet wurden. Bis zur Allodifikation 1775 blieb der Oberhof zunächst Limburger und schließlich Bentheim-Tecklenburger Lehen.

Vor 1300 befand sich Heessen in den Händen der Herren von Rinkerode, die auch den Oberhof Steinfurt in Drensteinfurt zum Lehen trugen.

Um 1307 brachte die Erbtochter Gostie von Rinkerode das Erbe an ihren Ehemann Dietrich von Volmarstein.

Lehnsträger im 14. Jahrhundert war Dietrich IV. von Volmarstein. Nach dem Verfall des Oberhofs errichteten die Herren von Volmarstein 1350 ca. 500 Meter entfernt des Oberhofs eine feste Burg.

Nach dem Tod des Johannes II von Volmerstein fielen Heesen und Haus Steinfurt seiner Schwester Agnes zu, die mit Goddert von der Recke zu Heeren verheiratet war.

1437 erbte der Sohn Dietrich VII. von der Recke, Amtsdroste zu Werne, Heessen. Er ließ 1440 das Herrenhaus zu einer gotischen Burg ausbauen, um die Handelsstraße zwischen Soest und Münster zu schützen. Die Familie von der Recke besaß Heessen ca. 300 Jahre, 10 Generationen, lang. Das Haus ist vermutlich 1625 abgebrannt.

Das zweigeschossige Torhaus mit dem dreistöckigen Eckturm und geschweifter Haube wurde 1600 erbaut.

Das langgestreckte zweistöckige Wirtschaftsgebäude mit Dreistaffelgiebeln ist 1590 erbaut worden.

Die Mühle wurde in unterschiedlichen Bauepochen errichtet. Der Südteil stammt aus dem Jahr 1546, der Nordteil hingegen von 1590.

Die Toranlage, das Wirtschaftsgebäude und Teile der Mühle wurden für Jobst VII. von der Recke und seine Ehefrau Elberta von Ketteler zu Hovestadt, mit der er seit 1582 verheiratet war, errichtet.

1745 verstarb Johann Adolf von der Recke, ohne Kinder zu hinterlassen. Erbin wurde seine Schwester Anna Elisabeth, die ebenfalls im selben Jahr verstarb. Sie war mit Franz Arnold von der Recke aus der 1468 abgeteilten Steinfurter Linie verheiratet. Auch diese Ehe blieb kinderlos. Während
Haus Steinfurt nach dem Tod Franz Arnolds 1762 durch Heirat der Erbtochter Anna Maria Theresia an den Reichsfreiherrn Franz Casper Ferdinand von Landsberg-Erwitte fiel, hatte Anna Elisabeth einen Enkel ihrer Tante Johanna Rosine von der Recke, den Freiherren Friedrich Joseph von Boeselager zu Nehlen und Höllinghofen, zu ihrem Erben eingesetzt. Die evangelische Seite der Familie von der Recke zu Stockhausen aus der Steinfurter Linie wandte sich gegen die Besitzergreifung im Jahre 1778 des Freiherrn von Boeselager. Dies zog einen über 30-jährigen Rechtsstreit mit wechselndem Prozesserfolg nach sich. Schließlich kam es 1810 zu einer Einigung auf Vergleichsbasis. Schloss Heessen befindet sich auch noch heute im Eigentum der Familie von Böselager.

1782 ließen die Freiherren von Boeslager das Haus durchgreifend umgestalten. Es entstand ein schlichter, heller, klassizistischer Dreiflügelbau.

Von 1905 bis 1908 wurde das Herrenhaus erneut umgebaut. Die klassizistischen Bauteile wurden beseitigt, so dass es in den alten Formen seitdem wieder erstrahlt. Ferner wurde eine barocke Parkanlage angelegt.

Bis zum Tod des Freiherrn Dietrich von Boeselager im Jahre 1920 wurde Schloss Hessen von der Familie als Wohnsitz genutzt.

Seit den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts beherbergt Schloss Heessen ein Gymnasium mit Internat.

Haus Heessen ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder um- und ausgebaut worden.

  

Fotos
   

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