Schloss Herdringen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Herdringen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Adresse

Zentralverwaltung des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen
Tel.: 02932/483-0; Fax: 02932-483-22; Mail: ZVHerdringen@t-online.de
Zum Herdringer Schloss 7
59757 Arnsberg-Herdringen (Hochsauerlandkreis)
Schloss-Herdringen.de
  

Karte
      


Besichtigungsmöglichkeiten  
  

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung - außerhalb des Anwesens - ist jederzeit möglich; auf dem Schlossgelände nur nach Maßgabe der nachfolgend genannten Punkte.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich. Der Zutritt ist Unbefugten nicht gestattet. Allerdings besteht für Gruppen die Möglichkeit einen Führungstermin zu vereinbaren. Zudem findet gelegentlich die Ausstellung "Lebensart Sauerland" auf dem Schlossgelände und im Schloss statt.

Innenbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich. Der Zutritt ist Unbefugten nicht gestattet. Allerdings besteht für Gruppen die Möglichkeit einen Führungstermin zu vereinbaren. Außerdem können Räumlichkeiten für Feste und ähnliches angemietet werden. Zudem finden im Schloss Krimidinner und die Ausstellung "Lebensart Sauerland" statt.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Rittergut Herdringen 1376 und die Kettelburg in Herdringen 1378. Letztere gilt als der Stammsitz der Herren von Ketteler. Die Familie von Ketteler ist ein weit verzweigtes Geschlecht, aus dem auch Freiherren und Grafen hervorgegangen sind. Die Familie wurde bereits im 11. Jahrhundert urkundlich als erste und angesehenste Vasallen der Grafen von Arnsberg erwähnt.


Nachdem 1501 Cord von Ketteler kinderlos verstarb, erbte Elisabeth von Kettler-Herdingen. Sie brachte die Anlage 1543 in die Ehe mit Johann von Hanxleden ein. Nach seinem Tod, 1587, fällt Herdringen an die Kinder seiner Schwester Agnes von Westrem.


1618 erwarb der Paderborner Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg das Gut Herdringen. Er übertrug Herdringen an seinen Neffen Friedrich von Fürstenberg, dem Inhaber des fürstenbergschen Fideikommisses.


Bis 1945 bewohnt die Familie von Fürstenberg das Schloss, das schließlich durch die Besatzungsmächte beschlagnahmt wurde.


Von 1947 bis 1968 wurde das Schloss an den Diözesan-Caritasverband Paderborn vermietet.


Ab 1968 bis 1998 wurde Schloss Herdringen als privates Aufbaugymnasium mit Internat benutzt.


Seit 1998 befindet sich das Schloss in den Händen von Wennemar Freiherr von Fürstenberg.

 

Baugeschichte

Durch Kaiserliches Patent vom 26. April 1660 wurde die Familie von Fürstenberg in den Reichsfreiherrenstand erhobenen. Dadurch sah sich Ferdinand von Fürstenberg veranlasst einen neuen großzügigen Schlossbau durch Ambrosius von Oelde planen zu lassen. Zur Ausführung gelang lediglich die dreiflügelige Vorburg, die noch heute erhalten ist, sowie das heute noch erhaltene Gartenhaus (Lusthaus von 1686). 1680 wurde mit dem Bau des Westflügels begonnen, der das Reithaus und den Reitstall beherbergt. Ein Rundbogenportal trägt die Jahreszahl 1694. 1713 wurde der Mitteltrakt, in dem die Tiere untergebracht waren, fertig gestellt. Das Portal an der Straßenfront ist von Rustikabändern eingefasst, die in zwei Schichten aufliegen. Im Dreiecksgiebel befindet sich das von Löwen gehaltene fürstenbergsche Wappen. Am Westflügel befindet sich ein dreigeschossiger quadratischer Bau mit Mansarddach. Schließlich wurde der Ostflügel der Vorburg 1723 fertig gestellt.


Nachdem Freiherr Franz Egon von Fürstenberg 1843 vom preußischen König und späteren deutschen Kaiser Wilhelm I. in den Grafenstand erhoben worden ist, wurde von 1844 bis 1853 nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner ein neues Herrenhaus neben dem alten, in einem Hausteich liegenden, Herrenhaus errichtet. 1853 wurde das alte Herrenhaus abgerissen.


Der heute erhaltene Neubau ist eine fast quadratische, einen ca. 240 m² umschließenden Innenhof, neugotische Vierflügelanlage nach englischem Vorbild. Als Baumaterial wurden schwere Sandsteinquader verwendet. An der Ostfront befinden sich zwei quadratische Ecktürme. In der Südwestecke befindet sich zudem ein Rundturm, der an der Nordseite durch einen Zwischentrakt mit dem Eckbau der Vorburg verbunden ist. In der Mitte der Ostfront befindet sich ein Mittelrisalit mit Stufengiebel.


Der in der Südwestecke gelegene Rundturm wurde aufgrund von Kriegsschäden im weiten Weltkrieg um zwei Etagen verringert.


1902 wurde die Raumverteilung wesentlich umgestaltet.


Große Teile der kostbaren Raumausstattung stammen von den fürstenbergschen Schlössern Schnellenberg und Adolfsburg.


Seit 1998 sind umfassende Renovierungsmaßnahmen vorgenommen worden.

 

Sonstiges

Die bekannteste Persönlichkeit, die auf Herdingen geboren worden ist, ist der 1729 geborene Staatsminister des Fürstentums Münster und Gründer der Westfälischen Landesuniversität Münster Franz von Fürstenberg.


1853 besuchte der preußische König Friedrich Wilhelm IV., in dessem Gefolge sich auch Bismarck befand, das Schloss Herdringen.


Zwei Edgar-Wallace-Filmem nämlich "Der schwarze Abt" und "Der Fälscher von London" wurden in dem Schloss gedreht.

 

Fotos
      

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