Schloss Herringhausen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Herringhausen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
  
Schloss Herringhausen
Schorlemerallee 1
59556 Lippstadt-Herringhausen (Kreis Soest)
  

Karte
            


Besichtigungsmöglichkeiten
      

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung von den umliegenden Straßen ist möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung ist nicht möglich - zumindest ist das Betreten nach einem Schild im Eingangsbereich verboten. Lt. Fischer/Anneser soll jedoch eine Außenbesichtigung nach vorheriger Anmeldung möglich sein.  
Zudem finden angeblich gelegentlich Konzerte im Schloss Herringhausen statt.  

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist allenfalls noch o.g. Maßgabe möglich.
                  

Geschichte

Im 16. Jahrhundert gründete Rembert von Schorlemer das Rittergut Herringhausen. Auch noch heute befindet sich das Schloss im Eigentum der Familie von Schorlemer.
  
Das heute noch erhaltene zweigeschossige Herrenhaus wurde von 1720 bis 1730 im Barockstil für Leopold Anton von Schorlemer und seine Ehefrau Anna Franziska Theresia von Niehausen errichtet. Durchführender Architekt war weitgehend Justus Wehmer aus Hildesheim. Wehmer baute auch das
Schloss Körtlinghausen, das Schloss Vinsebeck und das Schloss Welda. Die Bauleitung für den Schlossbau lag bis 1722 bei dem Steinhauer Bartholomäus Rabaliatti und schließlich bei dem Tiroler Steinhauer Valentin Springer.
  
Das zweigeschossige Herrenhaus hat übergiebelte, dreiachsige, Mittelrisalite und eine große doppelläufige Freitreppe. Die Querseiten sind mit zweiachsigen Mittelrisaliten versehen. Die Mansarde des Haupttraktes wird durch große Dachgauben in der Achse der Erd- und Obergeschossfenster belichtet. Im Gegensatz zu den übrigen genannten Schlössern Wehmers verfügt Schloss Herringhausen nicht über die typische H-Form.
 
Symmetrisch zum Herrenhaus gegenüberliegend ausgerichtet sind die zwei langgestreckten Nebengebäude und Pavillons. Das Torhaus im Osten wurde 1750 für Joseph Clemens von Schorlemer und seine Frau Maria Franziska von Brenken errichtet.
 
Sämtliche Gebäude sind mit Mansarddächern versehen.
 
Der größte Teil der Gräfte ist mittlerweile zugeschüttet.
 
Zwei sehr bekannte Bewohner sind auf Schloss Herringhausen geboren worden bzw. haben dort gelebt. Zunächst ist Friedrich Wilhelm Freiherr von Schorlemer zu nennen, der das von August Kracht später neu herausgegebene Werk die „Rittergüter der Provinz Westfalen“ herausgebracht hat. Zudem ist sein Sohn, der als Westfälischer Bauernkönig bekannt gewordene, Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst auf Schloss Herringhausen, geboren worden. Er verstarb 1895 auf dem
Rittergut Haus Alst.
 
Zum Schloss gehören 350 ha Land, die heute immer noch landwirtschaftlich genutzt werden.
 
Das Schloss steht unter Denkmalschutz.
      

Fotos
        

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