Schloss Herten - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Herten

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Recklinghausen

Adresse
  
Schloss Herten
Im Schloßpark 15
45699
Herten (Kreis Recklinghausen)
  

Karte
          


Besichtigungsmöglichkeiten  
 

Innenbesichtigung
Die Räumlichkeiten werden genutzt, so dass wohl eine Innenbesichtigung nicht möglich ist.

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.

Schlosspark
Der Schlosspark ist jederzeit frei zugänglich.  

Sonstiges
Im Hauptgebäude befindet sich ein Restaurant.
  

Geschichte
    

Besitzergeschichte
   
Eine Familie von Herne wird erstmalig in einer Recklinghäuser Urkunde aus dem Jahre 1286 erwähnt.
  
Mitte der 14. Jahrhunderts ging das feste Haus Herten durch Heirat an die Familie von Galen über. 1488 gelang Herten durch Heirat der Erbtochter Elseke von Galen in der Besitz der Herren von Stecke. Anna von Stecke heiratete 1529 Bertram von Nesselrode, in dessen Besitz nunmehr Schloss Herten überging. Die Familie von Nesselrode bewohnte das Schloss bis zu Beginn des Anfangs des letzten Jahrhunderts.
  
Nach zwischenzeitlichen Leerstand, Truppenbelegungen usw. folgte 1974 der Landwirtschaftsverband Westfalen-Lippe als neuer Eigentümer. Die Nebengebäude werden seitdem als Gebäude für das Landeskrankenhaus für Psychiatrie genutzt.
  
Seit 1974 ließ der Landwirtschaftsverband Westfalen-Lippe als neuer Eigentümer des Schlosses die Bausubstanz der Schlossgebäude rohbaumäßig wieder herstellen.
  
Schloss Herten besteht aus einer Vor- und Hauptburg auf getrennten Inseln.

Das heute erhaltene Hauptschloss besteht aus einer vierflügeligen Anlage, die einen Innenhof einschließen. Der Südflügel ist lediglich eingeschossig. Zum Innenhof hin schließt er mit einer spätgotischen Säulengalerie ab. Die übrigen Flügel sind zweigeschossig. Drei der Ecken sind jeweils mit einem runden kegelhaubenbesetzten Pavillonturm versehen. Die Stufengiebel der Flügel sind mit Fialenschmuck versehen.
  

Baugeschichte
       
Das Haus Herten wurde erstmals 1376 in einer Urkunde erwähnt.
  
Nach Eheschließung von Anna von Stecke mit Bertram von Nesselrode 1529, wurden das Haus Herten durch den Coesfelder Baumeister Henric de Suer umgebaut.
   
Gegen 1650 folgten weitere Umbauarbeiten. Die Wehrhaftigkeit wurde aufgelockert. Im Obergeschoss des Ostflügels wurden im Rahmen der Umbauarbeiten zwei Stuckdecken geschaffen und im Erdgeschoss im großen Festsaal entstand eine perspektivisch gemalte Decke. Diese Festaaldecke ist in Westfalen einzigartig.
   
1687 brannte das Schloss fast vollkommen aus.
    
1702 wurde Schloss Herten in seiner heutigen Gestalt wieder aufgebaut. Die Anlage erhielt zahlreiche Barockelemente.
   
Nach Auszug der Familie von Nesselrode aus dem Schloss zu Beginn des Anfangs des letzten Jahrhunderts, kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen der Bausubstanz. Nach dem I. Weltkrieg war das Schloss dem Vandalismus Preis gegeben. Truppenbelegungen während der Ruhrbesetzung zwischen 1923 und 1925 führten zu weiteren Verwüstungen. Außerdem setzten Bergbauschäden dem Schloss erheblichen Schaden zu. Dies führte sogar dazu, dass 1967 der Nordgiebel einstürzte.
    
Von 1967 bis 1974 wurden Bausubstanzsicherungsmaßnahmen unternommen, um die Fundamente zu sichern.
     

Fotos
     

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