Schloss Hinneburg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Hinneburg

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Hoexter

Adresse

Schloss Hinnenburg                                             Graf von Asseburg´sche Forstverwaltung; Tel.: 05272/5446; Fax: 05272/6899

Schloss Hinnenburg 1
33034 Brakel-Hinnenburg (Kreis Höxter)
Hinnenburg.de
  

Karte
         

   
Besichtigungsmöglichkeiten


Das Anwesen darf nicht betreten werden. Im Schloss ist eines der größten Adelsarchive in Westfalen untergebracht, das für Forschungszwecke nach Anmeldung über das Westfälische Archivamt in Münster zugänglich ist. Im Übrigen lässt sich ein zufriedenstellender Blick auf das Schloss von den umliegenden Wanderwegen gewinnen.
  

Geschichte
   

Besitzergeschichte

Seit 1237 befand sich die Hinnenburg (Hindeneborch) in den Händen der Herren von Brakel. Nach seinem Tod erbte sein Enkel Busso von Asseburg aus Wolfenbüttel 1258 mangels männlicher Nachkommen die Burg. Zuvor verlor er durch eine Fehde gegen Herzog Albrecht von Braunschweig die bei Wolfenbüttel auf der Asse gelegene Bergveste.

1289 versprach Otto von Rietberg, Bischof von Paderborn, und sein ganzes Capitel dem Burchard von der Asseburg, ihn und seine Erben in omnibus bonis suis antiquis schützen zu wollen.

Die Burg ging vom Stift Heerse zu Lehen, bis 1323 Sophia Äbtissin von Heerse die Lehnsherrlichkeit dem Bischof von Paderborn, Bernhard Graf von der Lippe, übertrug und er 1326 Werner und Berthold von der Asseburg mit der Hinnenburg belehnte.

1394 eroberte Otto von Leyna in der Fehde zwischen Friedrich von Padberg und Paderborner Bischof die Hinnenburg. Die Fehde richtete sich um Erbansprüche der ausgestorbenen Herren von Brakel.

Aus der Ehe zwischen Hermann Werner von Asseburgs (1702-1779) und Theresia Sophia von der Lippe zu Vinsebeck gingen nur Töchter hervor. In Übereinstimmung mit seinen Brüdern Wilhelm Anton, Fürstbischof von Paderborn, und Franz Arnold, Domkapitular zu Paderborn und Hildesheim und unter Abschluss eines Vergleichs mit den Lehnsvettern in Sachsen übertrug er die Güter derer von der Asseburg westphälisch-hinnenburger Linie zum Fideikommiss seiner ältesten Tochter Ferdinandine, vermählte von Westphalen zu Fürstenberg. Auch diese Ehe blieb kinderlos, so dass der zweite Sohn ihrer Schwester Maria Therese aus der Ehe mit dem Paderborner Dompropst und preußischen Regierungspräsidenten Theodor Werner Graf v. Bocholtz zu Meschede, Hermann Werner von Bocholtz, die Hinnenburg erbte. Er fügte unter kaiserlicher Bestätigung vom 18.06.1793 Namen und Wappen derer von der Asseburg dem seinigen hinzu.

Das Schloss befindet sich auch noch heute in den Händen der Nachkommen der Grafen von Bocholtz-Asseburg. Jetziger Eigentümer ist Friedrich Graf von der Asseburg-Falkenstein-Rothkirch. Teile des Schlosses sind zu Wohnzwecken vermietet.
    

Baugeschichte

Sein heutiges Gesicht erhielt das Schloss um 1600. Es entstand ein dreiflügeliger ungleichmäßiger Bau, der einen schmalen rechteckigen Innenhof umschließt. An dem südlichen Flügel befindet sich in der südwestlichen Ecke ein großer Rundturm.

1658 wurde die Schlosskapelle geweiht, die später nach Nordwesten hin erweitert wurde.

Von 1736 bis 1745 wurde die Anlage unter Hermann Werner von Asseburg, Oberhof-, Oberjägermeister und Minister am Hof des Kurfürsten Clemens August, grundlegend – vor allem im Inneren - umgestaltet. Vor allem der Südflügel wurde verlängert und mit einem Mansarddach versehen. Zudem wurde der Gartenbereich völlig neu angelegt. Es entstand ein französischer Barockgarten. Allerdings wurde dieser Garten nach dem Tod Hermann Werner von Asseburgs durch freie Wiesenhänge und Baumgruppen ersetzt.

Die Wirtschaftsgebäude der Vorburg wurden im 19. und 20. Jahrhundert erbaut.

Durch einen Brand im Jahre 1934 wurde das Schloss schwer beschädigt, jedoch wieder restauriert.

Zum Schloss Hinnenburg gehören auch noch heute u.a. das Vorwerk Albrock, das Haus Hainhausen und das Gut Schäferhof.

 

Fotos
        

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