Schloss Hirschberg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Hirschberg

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Adresse

Schloss Hirschberg (Kreis Soest)
     

Karte
          

  
Geschichte

  
1308 verlieh Junggraf Wilhelm von Arnsberg Hischberg Stadtrechte.

Graf Gottfried IV. von Arnsberg, der letzte Graf von Arnsberg, erhielt vom Kölner Erzbischof Walram von Jülich das Befestigungsrecht in Hirschberg eine Stadtburg anzulegen. 1340 ließ er die entsprechenden Baumaßnahmen vornehmen.

Diese Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstört.

Kurfürst Maximilian Heinrich von Bayern (1650-1688) ließ von 1662 bis 1668 an der gleichen Stelle ein neues Jagdschloss durch den Architekten und Baumeister Kapuzinerbruder Bonitius aus Trier errichten. Geplant war ein Vierflügelbau mit 4 Pavillontürmen an den Ecken. Jedoch blieb das Werk wohl unvollendet, da 1691 lediglich eine Dreiflügelanlage mit 2 Türmen vorhanden war. Der Marstall wurde südlich des Schlosses erbaut.

Kurfürst Clemens August I. von Bayern ließ zur Zeit seiner Regentschaft in Hirschberg das Schloss modernisieren. Im Wesentlichen beschränkte sich die Tätigkeit Schlauns - im Gegensatz zu den Maßnahmen am Schloss Arnsberg - auf die Neugestaltung der Innenräume. Außerdem ließ er das sogenannte Hirschberger Tor im Jahre 1753 erbauen. Es schloss die offene Seite des Ehrenhofes der Dreiflügelanlage. Der Entwurf stammt von Johann Conrad Schlaun. Der aufgesetzte plastische Schmuck, der Jagdszenen darstellt, wurde von dem rheinischen Bildhauer Johann Christoph Manskirch geschaffen.

Im Inventar von 1761 ist von dem kurfürstlichen Appartement, dem Speisesaal, das Billardzimmer und einer Kapelle die Rede. Im Obergeschoss befanden sich die einfach eingerichteten Schlafzimmer.

Nach dem Tod Clemens August I. von Bayern wurde das Schloss kaum noch genutzt. Verwaltet wurde die Anlage von einem Burggrafen. Die Jagd wurde durch mehrere Forstbeamte betrieben. Die Baulichkeiten wurden vernachlässigt.

1788 brannte das Schloss. Die erforderlichen Wiederherstellungsmaßnahmen, die von der Stadt Hirschberg in der 80-er Jahren des 18. Jahrhunderts ins Auge genommen wurden, waren zu teuer, so dass 1802 das Schloss auf Abbruch verkauft wurde. Lediglich ein Flügel blieb erhalten, der dem Förster als Wohnsitz diente.

Heute soll von dem alten Schloss lediglich der Marstall noch vorhanden sein. Das Hirschberger Tor befindet sich in Arnsberg. Der Landrat Franz Anton Thüsing veranlasste 1826 die Verlegung des Tores an Arnsberg. Es wurde an der Stelle aufgebaut, an der sich zuvor ein weiterer Flügel des Klosters Wedinghausen befand.

Erhalten ist zudem auch noch der Hubertusaltar aus der Schlosskapelle, der sich heute in der Pfarrkirche St. Christoph in Warstein-Hirschberg befindet.
     

Weiterführende Informationen
              

Hirschberg2008.de

 

Fotos
        

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