Schloss Holtfeld - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Schloss Holtfeld

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Gütersloh

Adresse
   
Schloss Holtfeld
Schloßallee 6
33829 Borgholzhausen-Holtfeld (Kreis Gütersloh)
     

Karte
     

Besichtigungsmöglichkeiten

Es ist lediglich Blickkontakt von der umliegenden Straße aus zulässig. Das Betreten des Geländes ist verboten.


  
Geschichte

   

Besitzergeschichte

Das Rittergut Holtfeld wird 1380 erstmalig im Osnabrücker Lehnsregister genannt. Die Herren von Todrang (Todrank), seit 1337 Burgmannen der auf der in der Nähe befindlichen Burg Ravensberg ansässigen Grafen von Ravensberg, waren die ersten Besitzer.


Mit dem Aussterben des Geschlechts derer von Todrang im Jahre 1497 fiel die Anlage durch Erbschaft bis zum Aussterben der Familie im Jahre 1863 an die Reichsfreiherren von Wendt.


Zwischen 1863 und 1936 erfolgten häufige Besitzerwechsel. Zunächst erbten die in Holland ansässigen Grafen von Marchant-Ansembourg das Schloss nebst den hierzu gehörenden 600 Morgen Land. Die Grafen gaben das Schloss an eine Seitenlinie ab, die es jedoch nicht bewohnte. Alsdann erwarben die Grafen von Galen das Schloss, die jedoch nicht über die hinreichenden Geldmittel verfügten das Schloss in Standsetzen zu lassen. Sodann bewohnten verschiedene Pächter das Schloss, bis der Graf von Galen das Schloss an den Grafen von Korff-Schmising zu Tatenhausen verkaufte.


Zu Beginn der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts war die Anlage stark verfallen, so dass sie nicht mehr bewohnbar war. 1936 zog nach gründlicher Renovierung eine Landwirtschaftsschule ein.


Nach dem II. Weltkrieg diente das Schloss bis 1977 als Hotel, nachdem es zuvor als Lungenheilstätte genutzt wurde.


Seit 1977 richtete der Architekt Rüdiger Vogler ein Planungsbüro in den Räumlichkeiten ein. In den Nebengebäuden entstanden 9 Eigentumswohnungen.


Heute wird das Schloss privat für Büros, Ausstellungsräume und als Wohnung genutzt.

                

Baugeschichte

Das Renaissance-Herrenhaus, das von 1599 bis 1602 erbaut wurde, ist ein verputzter, zweigeschossiger und rechteckiger Bruchsteinbau mit Kreuzstockfenstern, der nur durch Gesimse gegliedert wird. Lediglich die beiden Volutengiebel an den Stirnseiten sind aus Quadern gemauert. Man hat sie mit reichem Flächenschmuck als Beschlagwerkdekor versehen. An dem südwestlichen Ende des Haupthauses befindet sich zudem ein quadratischer Eckturm, der ursprünglich statt dem jetzigen Pyramidendach mit einer welschen Haube versehen war. An der Westseite befindet sich ferner ein Erker. Der ursprüngliche Treppenturm ist heute nicht mehr vorhanden.


Am Fenster neben dem Eingang befinden sich die Wappen der Ahnengalerie.


Der ursprüngliche doppelte Wasserring ist nicht mehr vollständig erhalten.


Das äußere Torgebäude entstand 1705; das innere 1632. Es ist mit Wappen und Nischenplastik versehen. Der Vorhof wird von Wirtschaftsgebäuden, die 1660 erbaut wurden, eingefasst, darunter befindet sich ein Fachwerkbau mit Fächerrosetten, das gegen Ende des 16. Jahrhunderts erbaut wurde.


Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Anlage umgestaltet. Hiervon zeugen ein kleines Wappen am Hauptgebäude sowie der Zeitpunkt der Errichtung des Torhauses im Jahre 1705 und des Pforthauses aus dem Jahre 1705.


Die ehemalige Gartenfläche wird heute als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Die ursprüngliche axiale Zufahrt besteht heute nicht mehr. Heute erfolgt die Zufahrt von Süden her. Die äußere Gräfte ist heute wieder hergestellt.

      

Fotos
      

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü