Schloss Hovestadt - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Hovestadt

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
  

Schloss Hovestadt
Tel: 02923/526; Mail: friedrich.plettenberg@t-online.de
Gräfl. Plettenberg' sche Forst- und Renteiverwaltung
Schloßstr. 1
59510 Lippetal-Hovestadt
(Kreis Soest)
Schloss-Hovestadt.de
  

Karte
          


Besichtigungsmöglichkeiten  
  

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung von der Straße aus ist möglich.

Innenhofbesichtigung
Eine Innenhofbesichtigung der Vorburg ist ohne Voranmeldung möglich. Die Hauptinsel darf nicht betreten werden.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich, da das Schloss privat bewohnt wird.

Führungen
Außenführungen werden durch die Gemeine Lippetal organisiert. Weitere Informationen befinden sich auf der o.g. Homepage des Schlosses.

Parkanlagen
Die Parkanlagen sind nach umfassenden Wiederherstellungsmaßmahmen seit 1997 für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Gleiches gilt für die Vorburg. Die Benutzungsordnung hängt an diversen Stellen im Park aus.
Öffnungszeiten:

 

01. Mai bis 30.September:  
01. Oktober bis 30.April:  

09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
              

Geschichte

An der Stelle des heutigen Schlosses lag vermutlich bereits im 9. Jahrhundert eine Befestigungsanlage. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts war Hovestadt Landesburg der Erzbischöfe von Köln. Hovestadt war ein strategisch wichtiger Standpunkt zur Sicherung der Grenze gegenüber dem Fürstbistum Münster. Mehrmals wurde die Anlage zerstört und wieder aufgebaut.

Um 1473 gelangten Burg und Amt Hovestadt als Pfand in die Hände des
Godert Ketteler zu Neu-Assen.

1482 wurde Godert Ketteler Pfandinhaber von Burg und Amt Hovestadt und 1562 erstarkte die Pfandinhaberschaft zum Lehen.

Von 1563 bis 1572 wurde ein Neubau durch Laurenz von Brachum für Goswin (Gosvin) von Ketteler errichtet, nachdem der Vorgängerbau völlig verfallen war. Vermutlich wurde Schloss Hovestadt als Vierflügelanlage geplant. Ausgeführt wurden jedoch nur der Nord- und Ostflügel sowie ein dreigeschossiger Pavillonturm mit kugelförmiger Dachhaube.

1649 erbte der verschwägerte Reichsfreiherr Gottfried (Godfried) von Heiden aus der Linie zu Haus Bruch Schloss Hovestadt und
Haus Assen, nachdem die männliche Linie derer von Ketteler zu Hovestadt ausstarb. Er war seit 1632 mit Odilia von Kettler, Erbdochter von Assen, Hovestadt und Heidemühlen verheiratet.

1726 kaufte Graf Friedrich Bernhard von Plettenberg-Lenhausen, ein Bruder des Ministers Ferdinand von Plettenberg, Schloss Hovestadt von der kinderlosen Witwe von Heyden, das 1733 nach dem Tod der nutzungsberechtigten Witwe bezogen wurde. Die Familie von Plettenberg-Lenhausen verlegte ihren Hauptwohnsitz von
Schloss Lenhausen in das Schloss Hovestadt. Schloss Hovestadt befindet sich auch noch heute in dem Besitz der Grafen von Plettenberg. Die Erhebung der Familie in den Grafenstand erfolgte 1724.
 
1735 erhielt Johann Conrad Schlaun den Auftrag zum Umbau des Schlosses.
 
Im Erdgeschoss des Nordflügels öffnet sich die Galerie zum Hof hin in sieben Arkaden. Während der Umgestaltung durch Schlaun sind drei der Arkaden zu Flügeltüren erweitert worden und zudem wurde jeweils eine Freitreppe angegliedert. Ferner existieren, nicht ausgeführte, Pläne das Herrenhaus zu einer Dreiflügelanlage auszubauen.
 
Im Inneren des Schlosses befinden sich noch zahlreiche Ausstattungen aus der Erbauungszeit. So befinden sich im Salon Stuckaufsätze. Supraporten- und Gemäldeumrahmungen des Antonio Rizzo, der u.a. auf
Schloss Nordkirchen und dem Rittergut Haus Borg tätig war.
 
Die Haube des Eckturms wurde im 19. Jahrhundert verändert.
 
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind im Rahmen einer umfassenden Renovierung sämtliche Dächer neu gestaltet worden.
 
Schloss Hovestadt gilt als das best erhaltene Bauwerk der Lipperenaissance. Die Außenfronten weichen von den Hoffronten ab. Die Außenfassade ist durch plastische Ornamente geschmückt. An den Außenwänden sind geometrische Muster wie Kreise, Vierecke, Rauten, Bänder und Löwenköpfe aus Ziegeln zu bewundern. Adrian von Uetrecht schuf die kostbaren Sandsteinlöwenköpfe, Masken und Ornamente der Fassaden.
 
1972 bis 1973 wurde die Schauseite restauriert.
 
1741 wurden neue Vorburggebäude durch Johann Conrad Schlaun errichtet. Die Zuschreibung Schlauns wird vereinzelt aufgrund fehlender Quellen angezweifelt. Auf der Vorburg befinden sich zwei Torhäuser, die man über eine Zugbrücke mit kräftigen Torpfeilern erreicht und vier symmetrisch angeordnete, eingeschossige, pavillonartige Wirtschaftsgebäude mit Walmdach.
 
Das Gräftensystem wird von der unmittelbar vorbeilaufenden Lippe gespeist. Insgesamt 3 ha Wasserfläche umgeben die Anlage.
 
Weiterführende Informationen befinden sich auf der offiziellen Homepage.
          

Fotos
          

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