Burg Hülshoff - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Burg Hülshoff

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Coesfeld

Adresse

Burg Hülshoff
Schonebeck 6
48329 Havixbeck (Kreis Coesfeld)
Tel.: 02534/1052
Burg-Huelshoff.de
 

Karte
  


Besichtigungsmöglichkeiten   
 

Allgemeines
Burg Hülshof ist täglich von Mitte März bis Mitte Dezember von 09.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. In den übrigen Monaten ist das Anwesen aufgrund der Winterpause geschlossen.

Museum
Das Museum befindet sich im Erdgeschoss des Herrenhauses. Dennoch gibt es spätestens seit Beginn des Jahres 2008 abstrakte Überlegungen möglicherweise das Obergeschoss ebenfalls als Museum zu nutzen. Teilweise werden die Räumlichkeiten des Hauses von der Familie von Droste-Hülshoff benutzt. Zu sehen sind in dem Museum u.a. die Ahnengallerie der Familie von Droste-Hülshoff, kostbare Möbelstücke sowie die Bibliothek.  

Schlosspark
Der Schlosspark ist frei zugänglich. Er beherbergt u.a. folgendes:
- kleines Wildgehege
- Teehaus/Gartenpavillon
- Liegewiese

Restaurant
Im Kellergeschoss des Herrenhauses befindet sich ein Restaurant.

Sonstiges
Im Laufe des Jahres finden mehrere Veranstaltungen statt, die sich teilweise sehr großer Beliebtheit erfreuen:
Open Air Kino seit 2003, Gartenträume, Winterträume. Ferner besteht seit März 2006 die Möglichkeit sich auf Burg Hülshoff standesamtlich trauen zu lassen.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

1349 wurde erstmals eine befestigte Burg urkundlich erwähnt Sie wurden von den Herren von Schonebeck errichtet. An gleicher Stelle befand sich ein ehemaliger bäuerlicher Oberhof „zum Hülshof“.

1417 erwarb der Bürgermeister der Stadt Münster, Johann III. von Deckenbrock, das Anwesen. Die Familie nannte sich später "von Droste zu Hülshoff". Sie hatten zuvor im 13. Jahrhundert ihren Stammsitz Deckenbrock in Everswinkel verlassen und waren Drosten des Domkapitels in Münster.

Die Anlage befindet sich auch noch heute im Eigentum der Familie von Droste-Hülshoff.
    

Baugeschichte

Burg Hülshoff ist eine klassische Zwei-Inselanlage.
 

 

Hauptburg

Das heutige Herrenaus ist ein Renaissancebau und stammt aus den Jahren 1540 bis 1546. Bauherr war Heinrichs I. von Droste-Hülshoff. Im Wesentlichen erhielt das Haus seine heutige äußere Gestalt. Es besteht aus zwei Flügeln, die in einem rechten Winkel miteinander verbunden sind. Die beiden Flügel bilden einen kleinen Hof. Das Haupthaus erhielt einen hohen Giebel mit Seitenstaffel und Firstschornstein. Die Westseite besteht aus Baumberger Sandstein. Die übrigen Seiten sind aus roten Ziegeln gemauert.

Die Brücke zwischen der Vor- und Hauptburg war früher eine Zugbrücke. Im Rahmen der Umbauarbeiten der Jahre 1540 bis 1546 wurde 1545 dort ein dreistöckiger Turm mit Tor errichtet. Dieser Turm wurde jedoch im 18. Jahrhundert wieder abgebrochen.

Das innere des Herrenhauses wurde 1789 umgebaut. Dabei erhielten die Fenster die heute noch erhaltene Form. Ferner wurden alle Innenwände neu gesetzt. Dies führte zu einer Verkleinerung der Räume.

An der Ostseite des Herrenhauses schließt sich die neugotische Kapelle an. Sie ließ der Neffe der Annette von Droste-Hülshoff, Heinrich, von 1870 bis 1880 erbauen. Sie ist der Mutter Maria geweiht.
  

 

Vorburg

Das Brauhaus der Vorburg wurde durch den Hundeturm 1580 im Südwesten für Bernhard II. von Droste-Hülshoff und den Gärtnersturm 1628 im Südosten ergänzt. Das frühbarocke Reiterrelief des Gärtnerturms, das vermutlich Heinrich II. beim Kampf gegen die Wiedertäufer zeigt, befand sich auf der Südseite des abgerissenen Turms.

1627 wurde der Eingang der Gesamtburganlage von der Südseite zur Ostseite verlegt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sämtliche Gebäude restauriert. Im Kellergeschoss wurde ein Droste-Museum errichtet, das sich heute im Erdgeschoss befindet, sowie ein Restaurant.

Die Brücke, die Haupt- und Vorburg verbindet, wurde im 18. Jahrhundert erneuert.
 

 

Sonstiges

Annette Elisabeth von Droste-Hülshoff wurde am 10. Januar 1797 auf Burg Hülshoff geboren. Hier lebte sie fast dreißig Jahre, bis sie mit ihrer Mutter und Schwester Jenny 1826, nach dem Tod des Vaters, in das in der Nähe befindende
Haus Rüschhaus umzog.

1804 ließ der Großonkel von Annette von Droste Hülshoff den Gartenpavillon anlegen.

Seit 1985 befindet sich im Park auf der Garteninsel eine Bronzebüste der Annette von Droste Hülshoff nach einem Modell von Anton Rüller aus dem Jahre 1896.

In der Winterpause 2005/2006 sind zahlreiche Bäume beschnitten worden, so dass seitdem ein noch besserer Blickkontakt vom Eingangsbereich zur Vor- und Hauptburg möglich ist.
 

Fotos
   

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