Haus Koeningen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Koeningen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
  
Rittergut Haus Koeningen
(Telefonnummer: 02922/805353)   Hubertus von Papen-Koeningen
Haus Koeningen 1
59457 Werl-Niederbergstraße (Kreis Soest)
   

Karte
          

   
Besichtigungsmöglichkeiten


Vermutlich ist eine Innenbesichtigung nicht möglich. Mittlerweile findet regelmäßig am Vatertag/Christi Himmelfahrt ein Hoffest statt.
     

Geschichte
         

Besitzergeschichte
    

Am 01. Dezember 1485 wurde der Werler Bürgermeister Wilhelm Papen, der mit der ritterbürtigen Aleke Lappe verheiratet war, mit dem Burghaus Koeningen (Konynck) durch die Grafen von Tecklenburg belehnt. Ab 1691 stand die Lehnherrlichkeit den Freiherren von Plettenberg-Hovestadt zu, die sie von dem Grafen Klaus von Tecklenburg gekauft haben.

 

Haus Koeningen befindet sich auch noch heute in den Händen der Familie von Papen-Koeningen. Im Laufe der Jahrhunderte gab es vereinzelte Streitigkeiten innerhalb der Familie. Zeitweise wurde Koeningen geteilt weitervererbt. Umstritten war u.a., ob es sich bei Koeningen um ein Mannlehen handelt. So kam 1543 ein Teil des Hauses über Katharina Papen an ihren Ehemann, den Sälzer Erasmus Schöler.

   

Ein vor dem Reichskammergericht geschlossener Vergleich im Jahre 1626 führte dazu, dass ganz Koenigen in die Hände von Bertram Papen gelang. Über seine Tochter Anna gelang Koeningen in die Hände ihres Ehemanns Dietrich von Eickel.

  

Weitere Prozesse gegen die Frauenlinie, in den Jahren 1683 und 1691, endeten mit einem Vergleich zugunsten des Wilhelm Albert Papen. Seine Söhne blieben unverheiratet, so dass Koeningen durch den jüngsten Sohn Goswin Kasper Papen an seine Schwester Maria Antonette von Bendit 1765 weitergegeben wurde. Auch ihre Kinder verstarben kinderlos, so dass Koeningen 1789 an Anton Albert von Papen zu Westrich ging. In dieser Line blieb Haus Koeningen bis heute.

  

1708 wurde die Familie Papen offiziell in den Adelsstand erhoben. Seitdem tragen sie das "von" vor ihrem Namen.

  

Bis 1938 war das Gut an diverse Pächter verpachtet bzw. das Herrenhaus stand leer.

  

Der langjährige Eigentümer des Hauses, Hubertus von Papen-Koeningen (25.01.1920 bis 19.11.2011), befand sich seit 1947 im Besitz des Hauses. Er war Neffe des Reichskanzlers Franz von Papen. Zunächst befand sich ab 1938 das Gut in den Händen des älteren Bruders des Hubertus von Papen-Koeningen, des Friedrich Siegmund von Papen. Die Eltern der Beiden, Hans von Papen und seine Ehefrau Alexandra, geb. von Kalckstein, zogen seinerzeit in das Herrenhaus ein. 1943 fiel Friedrich Siegmund von Papen in Russland. Bis 1947 folgte dann die Bewirtschaftung durch einen Verwalter.

  

Mittlerweile sind die Ackerflächen an, Heinz Eberhard Schäfers aus Ense-Sieverdingen verpachtet.

    

Baugeschichte
    

Das verputzte Fachwerkherrenhaus aus dem Jahre 1780 besteht aus zwei Etagen und einem ausgebautem Mansarddachgeschoss.

  

Die Gutskapelle aus Werler Grünsandstein befindet sich außerhalb des Gräftenrings am Südufer des alten Mühlbachs. Sie ist dem heiligen Georg geweiht. Es ist das älteste Gebäude auf Koeningen. Die Glocke wurde 1702 in Bronze gegossen. Über dem Eingang befindet sich das Allinazwappen Papen/Papen.

  

Die alte Mühle außerhalb des Gräftenrings, die erstmals 1524 urkundlich erwähnt worden ist, wird mittlerweile zu Wohnzwecken verwendet. Die heute noch erhaltene Mühle wurde im 19. Jahrhundert auf den Resten der alten Mühle erbaut.

  

1935 wurde im Norden der Anlage eine neue Feldscheune erbaut. Teile dieser Scheune wurde 1965 zu Pferdeställen umfunktioniert.

 

1956 wurde im Westen der Anlage ein neuer Schweinestall errichtet.

  

Im Osten des Anwesens befindet sich eine große Ziegelsteinscheune.

  

Zum Gut gehören zudem zwei Landarbeiterhäuser, die 1939 erbaut worden sind und ein größeres Einfamilienhaus aus dem Jahre 1950, in dem Melker untergebracht waren.

  

 
 
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