Schloss Laer - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Laer

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Adresse
            
Schloss Laer
Haus Laer
Laer 1
59872 Meschede-Laer (Hochsauerlandkreis)
Graf-von-Westphalen.de
              

Karte
     

   
Besichtigungsmöglichkeiten


Nach Fischer/Anneser soll eine Außenbesichtigung nach Terminabsprache möglich sein. Andere Quellen behaupten, dass eine Besichtigung nicht möglich ist.
 

Geschichte

Ursprünglich wurde Schloss Laer auch Wulfeshof genannt. Es handelte sich dabei derzeit um ein Gehöft.

1268 wurde Bernolf (Bernolfus) von Lare, Kämmerer des Stifts Meschede, in einer Urkunde der Äbtissin Agnes zu Meschede des adeligen Frauenstiftes Meschede erwähnt.

Im 14. und 15 Jahrhundert war die Familie von Hückelheim vom Stift mit dem Wulfeshof belehnt. Als die Familie im Mannesstamm ausstarb, wurde der Schwiegersohn des letzten männlichen Nachkommens, Hennecke von Berninghausen, vom Stift mit Laer belehnt.

Im 15. Jahrhundert wird die Familie von Hanxleden als Besitzer des Gutes Laer erwähnt. Ihnen folgte die Familie von Berninghausen. Nach Erbstreitigkeiten einigten sich die Erben des Johann von Berninghausen dahingehend, dass Laer Johannes
von Ovelacker zu Gevelinghausen zuerkannt wurde. Dessen Sohn Kasper von Ovelacker verkaufte mit Zustimmung des Lehnsherren den Hof Laer 1602 an den Wilhelm von Westphalen zu Schloss Fürstenberg, Deputierter des Herzogtums Westfalen. Auch noch heute befindet sich das Schloss in den Händen der Familie von Westphalen. Jetziger Eigentümer ist Matthias von Westphalen, dem u.a. auch das Schloss Fürstenberg gehört.

Nach dem Erwerb durch von Westphalen ließ er 1608 unter Einbeziehung älterer Bausubstanz einen dreigeschossigen Neubau mit vorgestelltem, viergeschossigen, quadratischem, Treppenturm im Süden in der Mittelachse des Hauses und einem Pavillonanbau an der Ostseite und die Johannes dem Täufer geweihte Kapelle östlich des Schlosses erbauen.

1669 wurde das Schloss umgebaut. Der Treppenturm erhielt ein stattliches Barockportal. Zudem wurde er mit einer welschen Haube versehen. Teilweise wurde das Dachgeschoss zu einem Taubenschlag ausgebaut. Des Weiteren wurden die Innenräume umgebaut und anspruchsvoll ausgestattet.

Weitere Veränderungen des Schlosses erfolgten 1764. Vermutlich sind sie zeitgleich mit dem Bau der hufeisenförmigen, dem Schloss vorgelagerten, Vorburg für Friedrich Wilhelm von Westphalen vorgenommen worden. Das dritte Stockwerk des Schlosses wurde in die untere Dachzone den neuen hohen Mansarddachs mit einbezogen; die Stockwerkzahl des Treppenturms blieb viergeschossig. An der Westsweite wurde ein dem Ostpavillon entsprechender Pavillon angegliedert, so dass ein symmetrisches Schlossgebäude mir drei Flügeln entstand.

Das hufeisenförmige Vorburggebäude ist ein eingeschossiges Gebäude mit zweigeschossigen Pavillons mit Mansarddächern. In der Mitte der Vorburg, ausgerichtet als optische Achse zum Schloss, befindet sich das zweigeschossige Torhaus.

Das Haupthaus nebst Park wurde erneut von 1890 bis 1893 durchgreifend für Clemens August Graf von Westphalen erneuert. So entstand eine Kettenhängebrücke über die Ruhr. Es handelt sich um die europaweit einzige Brücke, die noch im Originalsubstanz erhalten ist.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebten ununterbrochen Angehörige der Familie von Westphalen auf dem Schloss. Anschließend wurde ein regionales US-Hauptquartier eingerichtet. 1945 wurde das Schloss völlig ausgeplündert; es diente anschließend als Erholungsheim für Rußlandheimkehrer und bis 1963 als Kindererholungsheim.

Auf Haus Laer wurde u.a. Friedrich Wilhelm von Westphalen, Fürstbischof von Paderborn und Hildesheim, geboren.

Die Zugbrücke zwischen Vor- und Hauptburg wurde durch eine feste Brücke ersetzt.
 

Fotos
     

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