Haus Langenbrück - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Langenbrück

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Steinfurt

Adresse
 
Haus Langenbrück
Haus Langenbrüggen
Langenbrücker Str. 47
49492 Westerkappeln (Kreis Steinfurt)
  

Karte
      


   
Besichtigungsmöglichkeit  

   

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung ist leider nicht zulässig. Das Betreten des Grundstücks ist verboten. Ein mäßiger Einblick lässt sich von den umliegenden Straßen aus gewinnen.

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist ebenfalls nicht möglich.
  

Geschichte

Haus Langenbrück war von alters her ein landtagsfähiges adeliges Gut der Grafschaft Tecklenburg, bis es 1851 seine Landtagsfähigkeit aufgrund größerer Parzellenverkäufen verlor. Aufgrund eines Besitzerwechsels im Jahr 1853 und dem damit verbundenen Zuerwerb von Ländereien konnte die Landtagsfähigkeit 1853 zurückgewonnen werden.
   

Besitzergeschichte
           
Haus Langenbrück wurde vermutlich 1350 durch Rudolf von Langen erbaut.

Christoph von Langen verkaufte vermutlich in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts das Gut Langenbrück an den Drosten der Grafschaft Tecklenburg Gerhard Ledebur zur Obermühlenburg, der 1549 verstarb. Er war ab 1528 Gesandter des Grafen Konrad von Tecklenburg beim Landgrafen Philipp von Hessen.

Mit dem Tod Adolf Casper Ledebur im Jahr 1657 fiel Langenbrück an die Erbtöchter Agnes (Agnesa) Wilhelmine Hedwig und Margaretha Magdalena.

Margaretha Magdalena Ledebur war verheiratet mit Rudolf Lutten zur Lage. Der dieser Ehe entstammenden Sohn nannte sich Hermann Ledebur von Lutten zur Lage und Langenbrück.

Agnes Wilhelmine Hedwig Ledebur heiratete Zeiger von Ittersum. Hermann Ledebur von Lutten zur Lage und Langenbrück war mit einer aus dieser Ehe stammenden Tochter, Henriette Sophie von Ittersum, verheiratet. Henriette Sophie von Ittersum wiederum war eine Schwester des Adolf Caspar von Ittersum, der 1680 Haus Langenbrück erworben hat. Nach seinem Tod ohne Kinder zu hinterlassen im Jahr 1710 kam Langenbrück an seine Schwester Sophie Henriette von Ittersum.

Am 30.04.1714 wurde Zeiger Adolf von Ittersum mit dem Gut Langenbrück belehnt vom preußischen König Friedrich Wilhelm I. belehnt.

Im I. Quartal des 18. Jahrhunderts befand sich die Familie von Ittersum in finanziellen Schwierigkeiten. Deshalb wurden 1726 unterschiedliche eigenhörige Höfe verkauft. Dies konnte jedoch den Konkurs des Haus Langenbrück nicht abwenden, so dass am 02.09.1754 das Gut durch den Amtmann Niemeyer bei einer öffentlichen Versteigerung erworben.

Aufgrund einer testamentarischen Verfügung fiel Haus Langenbrück 1824 an Johanna Helena Meyer.

1851 verkaufte Sophia Juliana Helena Meyer Haus Langenbrück an den Rotterdamer Kaufmann Lambertus Vincentius Ledeboer, aus einer Seitenlinie der Familie Ledebur, der es 1892 an Ferdinand von Graevemeyer weiterverkaufte. Nach dessen Tod im Jahr 1928 fiel Haus Langenbrück an seine Tochter Emmy Gravemeyer, die den Major von Diepenbrock-Grüter vom
Haus Marck bei Tecklenburg heiratete. Die Ehe blieb kinderlos, weshalb das Haus 1928 an den Kaufmann Franz Brennikmeyer verkauft wurde. Das Haus befindet sich noch heute im Eigentum und Besitz der Familie Brennikmeyer, deren Wurzeln im nahe gelegenen Mettingen liegen.

Franz Brennikmeyer, Chef der dritten Generation des C&A-Konzerns, erkor Haus Langenbrück zum Stammsitz der Familie. Auch noch heute finden Familienfeiern der mittlerweile weit verzweigten Familie auf Haus Langenbrück statt (weitere Ausführungen hierzu: Bettina Weiguny, Die geheimnisvollen Herren von C&A, Der Aufstieg der Brennikmeyers, Frankfurt am Main (2005)).
             

Baugeschichte
           
1824 veranlasste Johanna Helena Meyer den Abbruch des alten und Neubau des heute noch erhaltenen Hauses unter der Leistung des Landesbauverwalters Doeltz aus Osnabrück. Es entstand ein klassizistischer zweigeschossiger Putzbau mit dreieckig übergiebeltem Mittelrisalit an der Hofseite. Versehen ist das Haus mit einem Krüppelwalmdach und Dachreiter in der Mitte des Firstes.

Nach dem Erwerb des Hauses durch Franz Brennikmeyer im Jahr 1928 veranlasste er den Umbau und die Erweiterung der Kapelle, so dass ca. 60 Personen in ihr Platz finden.

Die Gräfte ist heute nur noch etwas zur Hälfte erhalten. Die von Westen nach Süden und von Westen nach Norden verlaufenden Gräften wurden vermutlich im Zuge des weiteren Ausbaus des Haupthauses nach 1928 zugeschüttet. Zudem wurden zwei Flügel, die der Rückseite zugewandt sind angefügt.

Das Fachwerkbauernhaus und die Mühle stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Die unterschiedlichen Wirtschafts- und Wohnbauten wurden im 19. und 20. Jahrhundert erbaut.

Das Anwesen ist hervorragend gepflegt und in einem sehr guten Zustand.
    

Fotos
         

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