Schloss Loburg - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Schloss Loburg

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Warendorf

Adresse
(Karl-Hubertus von Freiherr von Beverfoerde Tel.: 05232/225)
Schloss Loburg

Loburg 15
48346 Ostbevern (Kreis Warendorf)
Schloss-Loburg.de
       

Karte
           


Besichtigungsmöglichkeiten
   

Innenbesichtigung
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich, da das Schloss Räumlichkeiten für das Gymnasium nebst angeschlossenem Internat beherbergt. Am 01. Mai 2006 bestand die Möglichkeit Café und Kuchen im Rittersaal zu sich zu nehmen. Ob dies lediglich eine einmalige Möglichkeit war oder ob es sich dabei um eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung handelt, entzieht sich meiner Kenntnis.  
Gelegentlich finden im Rittersaal Schlosskonzerte statt.  

Außenbesichtigung
Die Außenschlossanlage ist jederzeit frei zugänglich.  

Schlosspark
Der Schlosspark ist ebenfalls jederzeit frei zugänglich.
                

Geschichte
  

Loburg wurde erstmals 1294 als "Lohus" urkundlich erwähnt.

Im 15. Jahrhundert wurde der vorhandene alte Schulzenhof  zu einem befestigten Rittergut mit einer breiten Gräfte ausgebaut.
    
Nach mehreren Besitzerwechseln ging das vorhandene Rittergut 1651 an die Freiherren von Nagel-Itlingen. Marsilius Freiherr von Nagel-Itlingen beauftragte 1760 Johann Conrad Schlaun mit dem Bau eines barocken Schlosses auf der rechteckigen Gräfteninsel. Vorbild für den Bau war die aus Frankreich stammende Bezeichnung "maison de plaisance". Bereits der Sohn des Bauherrn sah sich gezwungen den Besitz bei einer Zwangsversteigerung zu veräußern.

1785 kaufte Friedrich Clemens August Freiherr von Elverfeld zu Beverfoerde-Werries das Schloss, dessen Familie immer noch Eigentümer der Anlage ist.

Am 22. Juli 1899 brannte das durch zwei Blitzschläge barocke Schloss bei einem verheerenden Unwetter bis auf die Grundmauern ab. Das komplette Inventar ging dabei verloren. Darunter befand sich auch eine handgeschriebene Sonate von Ludwig van Beethoven, der sie Maria von Beverfoerde gewidmet hatte. Sie war die Lieblingsschülerin Beethovens.

Von 1900 bis 1902 wurde ein neo-barockes Schloss durch den Architekten Prof. Hermann Schaedller aus Hannover errichtet. Es viel fast doppelt so groß wie der Vorgängerbau aus. Es ist das jüngste erbaute Wasserschloss des Münsterlandes.

Das Eingangsportal wird von einem Doppelwappen geziert. Es weist elf Felder (= Elverfeldt) und zwei Biber auf (von niederländisch "Beverfoerde" = "Biberfurt"). Es handelt sich dabei um das Familienwappen der Familie von Elverfeld zu Beverfoerde-Werries.

Bis 1951 wurde das Schloss von der Familie von Elverfeld zu Beverfoerde-Werries zu Wohnzwecken genutzt.

Seit 1951 wird das Schloss als bischöfliches Internatsgymnasium Collegium Johanneum genutzt. Das Bistum Münster ist bis heute Pächter der Anlage.

An Stelle der alten Ökonomiegebäude sind 1972 nach Abriss in den beiden darauffolgenden Jahren die heutigen Wohnhäuser für das Internat errichtet worden. Die Gräften an den Rückseiten der Gebäude sind größtenteils zugeschüttet verfüllt worden. Es sind lediglich noch Reste der Gräfte vorhanden.

    

Weiterführende Informationen
               

Gaerten-in-Westfalen.de

 

Fotos
   

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü