Burg Lüdinghausen - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Burg Lüdinghausen

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Coesfeld

Adresse

Burg Lüdinghausen
Amthaus 14
59348 Lüdinghausen (Kreis Coesfeld)
BurgLuedinghausen.de
  

Karte
   


Besichtigungsmöglichkeiten  
  

Innenbesichtigung
Der Kamin der Kapitelsaals ist mit mit reichem Wappenschmuck ausgestattet. Ferner können weitere Räume besichtigt werden, in denen vor allem Informationen zur Burg Lüdighausen auf Schautafeln gelesen werden können. Ferner befinden sich im Inneren mehrere gut gearbeitete Kamine mit unterschiedlichen Darstellungen, u.a. Christus am Kreuz, dem Sündenfall und der ehernen Schlange.
Die Innenräume der Burg können zu folgenden Zeiten besichtigt werden:

 

Montag bis Donnerstag:
Samstag:
Sonntag:

14.30 bis 17.30 Uhr
13.30 bis 17.00 Uhr
11.00 bis 17.00 Uhr  

 

In den Wintermonaten ist das Museum geschlossen.

Außenbesichtigung
Die Burganlage ist jederzeit frei zugänglich.
 

Geschichte
  

Besitzergeschichte

Gegen 800 gründete Luidger, der erste Bischof von Münster, eine Pfarrei mit Befestigungen, die nach seinem Tod 801 der Abtei Werden geschenkt wurden. Die Lehnsnehmer nannten sich später Herren von Lüdinghausen.

1271 besiegte der Fürstbischof von Münster, Bischof Gerhard von der Mark, die Brüder Hermann und Bernard zu Lüdinghausen auf den Burgen Lüdinghausen und
Wolfsberg. Zuvor haben sie sich gegen ihren Landesherren, den Bischof von Münster, aufgelehnt. Er bemannte die Burg Vischering als Stützpunkt gegen die Burgen Lüdinghausen und Wolfsberg. Trotzdem verblieben beide Burgen bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts im Besitz der Lüdinghausener Herren.

1334 wurde die Burg Lüdinghausen zwischen dem Vater, Hermann III. von Lüdinghausen, und dem Sohn, Hermann IV. von Lüdinghausen, geteilt. Hermann IV. verzichtete jedoch 1339, so dass der Gesamtbesitz an Hermann IV. fiel.

1443 starben die Herren von Lüdinghausen mit Ludolf aus. Die Burg fiel darauf hin an den Bischof von Münster, der 1509 die Burg als Amtssitz und Amt an das Domkapitel zu Münster übertrug.

Durch die Säkularisation fiel die Burg 1802 an Preußen.

1822 wurde die Burg nebst den dazugehörigen Ländereien an eine Privatperson veräußert.

Von 1869 bis 1879 mietete die Stadt Lüdinghausen die Burg an und errichtete in den Räumen eine Landwirtschaftsschule. 1879 kaufte schließlich die Stadt Lüdinghausen die Anlage. Bis 1972 wurde die Burg als Landwirtschaftsschule genutzt.

In der Burg befinden sich heute u.a. Räume der Volkshochschule, der Marinekameradschaft und die Ausstellungsräume des Kunst- und Kulturvereins Kaktus. Ferner finden Tagungen des Rates der Stadt Lüdinghausen im Kapitelsaal statt. Zudem steht er auch für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Im Erdgeschoss befindet sich zudem ein Raum des Standesamts der Stadt Lüdinghausen.
      

Baugeschichte
      
Die Kernanlage besteht auf zwei Inseln.

Ursprünglich war die Hauptburg von sechs bis sieben Ringgräben und einem halbkreisförmigen Wall umgeben.

Vermutlich stand auf dem heutigen Platz der Hauptburg zuerst eine Motte. 1271 bauten die Herren von Lüdinghausen einen Wohnturm, der mitten auf dem Burgplatz stand, und einen Durchmesser von 11 m hatte. 1334 waren bereits mehrere Gebäude vorhanden.

Im Verlaufe der Auseinandersetzungen der Herren von Lüdinghausen und des Bischofs von Münster wurde die Burg Lüdinghausen mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.

Der Domdechant und Lüdinghausener Amtmann Gottfried von Raesfeld baute von 1569 bis 1573 nach einem Brand der Haupt- und Vorburg im Jahre 1568 die Burg im Renaissancestil auf den Trümmern der alten Burg auf. Als Baumeister wird Hans Reining aus Münster vermutet.

Das zweigeschossige Amtshaus der Hauptburg blieb nur noch teilweise erhalten. Erhalten ist heute noch der Südflügel und zudem Teile des Westflügels.

In der Ädikula am Obergeschoss befindet sich das Wappen Raesfeld-Merveldt mit der Datierung von 1573 und im Giebel das Wappen des Domkapitels St. Paulus.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Burganlage von 1633 bis 1636 durch die Hessen erweitert.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts fand eine Erneuerung der Burg statt. Ferner wurden im 18. Jahrhundert alle Steinkreuze der Fenster entfernt.

1829 wurde der ca. 45 Meter hohe Bergfried abgebrochen. Eine besondere Pflasterung hebt heute die Position des Bergfrieds hervor.

1880 wurde der Westflügel durch einen Neubau für die Landwirtschaftsschule ersetzt.

Die Erneuerung der Innenräume wurde 1881 abgeschlossen.

1907 wurde die Hoffassade des Südflügels wiederhergestellt.

In dem großen Saal befindet sich die Ahnenprobe des Gottfried von Raesfeld.

Auf der Vorburg befindet sich das einstöckige Bauhaus aus dem 19. Jahrhundert, mit einem erhaltenen Dreistaffelgiebel an der Nordwand aus der Zeit um 1569.

Die heute noch vorhandene Nordwestwand des Bauhauses der Vorburg mit seinem Dreistaffelgiebel blieb bis heute erhalten.

2000 wurde die Burg umfassend restauriert und modernisiert.
 

Weiterführende Informationen
                

Gaerten-in-Westfalen.de

 

Fotos
   

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