Haus Marck - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Marck

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Steinfurt

Adresse
    
Gutsverwaltung Haus Marck
Haus Marck 1
49525 Tecklenburg (Kreis Steinfurt)
HausMarck.de
     

Karte
      

  
Besichtigungsmöglichkeiten

   
Haus Marck beherbergt ein Museum, das in den Monaten von April bis Oktober im Rahmen einer Führung Samstags um 10.00 und 11.00 Uhr besucht werden kann (Beginn auf dem Außenhof). Gruppenführungen ab 10 Personen können auch individuell vereinbart werden. Dies besagen jedenfalls die Informationen auf der offiziellen Homepage. Das Informationsschild am Eingangsbereich am Herrenhaus besagt, dass regelmäßig von 10.00 bis 12.00 Uhr Führungen stattfinden. Wann jedoch exakt diese Führungen stattfinden sollen, wird dort nicht dargestellt.  
    
In den Räumen des Hauses befindet sich außerdem ein Standesamt. Zudem finden Schlosskonzerte und Lesungen im Rittersaal statt. Ferner besteht die Möglichkeit eine Ferienwohnung zu mieten.
     

Geschichte
  
Haus Marck war eines der zehn landtagsfähigen Rittergüter der Grafschaft Tecklenburg.
  

Besitzergeschichte
   
Die Bewohner waren Lehnsleute des Bischöfe von Osnabrück und der Grafen von Tecklenburg. Seit 1198 befanden sich die Herren von Horne (Horn) als Lehnsleute auf dem Gut Marck.

1368 erwarben die Ritter von Horne das Grundstück um ein festes Haus zu Bauen.

1537/1538 ging der Besitz an den kaiserlichen Obersten Georg Jürgen von Holle durch Heirat mit der Erbtochter Gertrud von Horn. Die Beiden ließen das heutige Herrenhaus errichten. Nach dem Ausbau der Anlage heiratete deren Erbtochter, J. Gertruht (Gertrud) von Holle, 1592 ihren Ehemann Hermann von Diepenbrock aus dem Schloss Bullern (Buldern). Dieser Zweig der Familie starb 1697 im Mannesstamm, mit dem Tod Arnold Hugo von Diepenbrock, aus. Über Johanna Dorothea von Diepenbrock gelangte der Besitz an ihren Ehemann Georg Friedrich von Steinwehr. Der aus dieser Ehe stammende Sohn, Friedrich Leopold von Steinwehr, heiratete Albertine Charlotte Christine von Diepenbrock. Aus dieser Ehe gingen keine Kinder hervor. Letztere vererbte 1804 Haus Marck ihrer entfernten Wilhelmine Elenore von Diepenbrock, die bereits 1803 Gustav Johann Adolf von Grüter aus dem Haus Schlichthorst bei Osnabrück geheiratet hatte. Damit entstand die Linie Diepenbroick-Grüter, in dessen Händen sich das Anwesen noch heute befindet.
 
1834 befand sich Haus Marck zwischenzeitlich im Besitz der aus Danzig stammenden Kaufleite Carl und August Kabrun. Jedoch gelang es dem Landrat Ludwig von Diepenbroick-Grüter am 29. Januar 1836 den Besitz zurückzuerhalten.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs drohte die Zwangsversteigerung des Hauses, die jedoch abgewendet werden konnte.

1599 haben spanische Truppen Haus Marck besetzt und geplündert.

1643 fanden auf  Haus Marck die Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden statt.

Am 06. März 1831 wurde Pastor Friedrich von Bodelschwingh, Gründer der Bethelschen Anstalten in Bielefeld, auf Haus Marck geboren. Sein Vater, Ernst von Bodelschwingh, lebte während seiner Tätigkeit als Landrat des Kreises Tecklenburg auf Haus Marck.
       

Baugeschichte
    
An Stelle der heutigen Anlage stand bereits im 13. Jahrhundert eine Motte.

1368 erwarben die Ritter von Horne das Grundstück um eine befestigte Burg anzulegen.

In seiner heutigen Grundform geht Haus Marck zurück auf die Zeit zwischen 1560 und 1570. Es wurde im Renaissancestil für Jürgen von Holle erbaut.

1754 stürzte ein Eckturm ein, wodurch Haus Marck viel an seiner einstigen Wucht verlor. Die übrigen drei Ecktürme, darunter ein alter dreigeschossiger Turm, und das Obergeschoss ließen die Herren von Diepenbrock einreißen. Es handelt sich heute bei Haus Marck um eine eingeschossige Vierflügelanlage, die einen rechteckigen Innenhof umschließt. Die Anlage aus Bruchstein ist ganzseitig von einer Gräfte umgeben. Teilweise wurde der Bruchstein verputzt. Im Innenhof und an der Tordurchfahrt befinden sich unterschiedliche Wappensteine, die nachträglich eingesetzt wurden sind.

Auffallend ist vor allem die durchgängige Asymmetrie der Anlage. Links neben der Tordurchfahrt befinden sich drei Fenster. Die beiden äußeren sind auf der gleichen Höhe angeordnet. Das verbleibende Fenster hingegen befindet sich weiter nach unten versetzt. Ebenso ist die Dachlandschaft ungleichmäßig. Im Innenhof setzt sich diese Asymmetrie fort. Die Anlage ist relativ schlicht gehalten.

Das alte, an der Ostseite der Gräfte gelegene Bauhaus wurde um 1900 abgebrochen.

Westlich und südwestlich des Herrenhauses befinden sich die Wirtschaftsbebäude, die überwiegend aus Fachwerk bestehen.

Eine Renovierung wurde im Jahr 2002 vorgenommen.

Im Juni 2007 wurde die Zugangsbrücke renoviert. Deshalb wurde die Gräfte trocken gelegt. Außerdem befanden sich Gerüste an der Außenfassade.
  

Fotos
        

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