Haus Matena - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Matena

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Adresse
 
Haus Matena
Haus Matena 1
59514 Welver-Dorfwelver (Kreis Soest)
  

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Geschichte

Die Gräftenanlage von Haus Matena wird durch die Lake gespeist.

Bereits lange vor 1536 gehörte Matena der Familie von Lunen gen. von dem Broke. Die Erbtochter brachte Haus Matena durch Heirat an ihren Ehemann Albert von Knipping.

1577 hinterließ Albter von Knipping, Enkel des o.g. Albert von Knipping, das Gut seiner Frau Antonie, geborene von Schwartze. Sie war in zweiter Ehe mit dem braunschweigischen Rittmeister Wilhelm Erich von Sangerhausen gen. Kahl verheiratet. Dieser vermachte mit Genehmigung des Lehnsherren das Gut seinem Stiefsohn Albert.

1595 starb die Familie von Knipping zu Materna mit dem Tod Alberts im Kampf gegen die Türken bei Erlau in Ungarn aus. Seine Halbschwester Katharina Elisabeth von Sangerhausen war in dritter Ehe mit Johann Theodor von Schlickum verheiratet. Aus dieser Ehe ging der Sohn Henrich Albert hervor, der am 03. September 1668 das Gut an Arnold Wilhelm von Duit (Düthe) veräußerte. Dessen Schwiegersohn verkaufte wiederum das Haus Matena 1681 an den Soester Patrizier und Salzbeerbten von Sassendorf Johann Ernst von Krane. 1684 kaufte er auch noch das benachbarte Rittergut Bockhövel und begründete ein Fideikommiss.

1923 verkaufte Gottfried von Krane das hoch verschuldete Haus Matena an die Stadt Dortmund, die es kaufte, um den industrieverdrängten Landwirt Eberhard Große Leege aus Ewing zu entschädigen. Dieser wiederum gab es weiter an den Beamten Schulze-Steinen.

Schulze-Steinen verkaufte Matena nach den Zweiten Weltkrieg an die Stadt Emsdetten. Diese entschädigte damit den enteigneten Landwirt Schulte-Bisping, der das Gut durch Pächter und Verwalter bewirtschaften ließ.

Die Stadt Emsdetten verkaufte der Stadt Paderborn Haus Matena. Die Stadt Paderborn entschädigte damit den enteigneten Landwirt Ludwig Meyer und seine Ehefrau Johanna aus Paderborn. Sie entschlossen sich von 1957 bis 1960 unmittelbar südöstlich des Gräftenrings neue landwirtschaftliche Gebäude zu errichten, da die vorhandenen Gebäude stark verfallen waren. Die Gebäude innerhalb des Gräftenrings wurden an das Amt Borgeln-Schwefe verkauft, das es zur Unterbringung von Flüchtlingen aus dem Osten kaufte.

Schließlich verkaufte die Gemeinde Welver, als Rechtsnachfolger des Amtes Borgeln-Schwefe, das Haus an einen Zahnarzt aus dem Ruhrgebiet, der dort eine Zahnklinik errichten wollte. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, so dass sämtliche Gebäude abgerissen werden mussten. Folglich sind heute nur noch die Gräften erhalten.

1980 kaufte der Versicherungskaufmann Manuel Schöbl das Gelände.
     

 
 
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