Schloss Melschede - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Schloss Melschede

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Hochsauerlandkreis

Adresse
  
Schloss Melschede
Melschede 1
59846 Sundern-Melschede (Hochsauerlandkreis)
Schloss-Melschede.de
  

Karte
    

   
Besichtigungsmöglichkeiten


Eine Außenbesichtigung von der Straße aus ist möglich. Eine Innenbesichtigung ist nur bedingt möglich. Es besteht die Möglichkeit den Westflügel des Schlosses im Rahmen von Konzerten oder Hochzeiten aufzusuchen und teilweise zu mieten.
    

 

Geschichte

1281 wird Melschede erstmals urkundlich erwähnt.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts befand sich das Arnsberger Lehen in den Händen der Familie Vlecke und danach ging es an die Familie Benkamp, die sich auch von Melschede nannte, über.

Ursprünglich existierten zwei Häuser nebeneinander. Ein Rittergut, das niedere, befand sich seit dem 14. Jahrhundert in dem Besitz der Familie Wrede. Das andere, obere, Gut befand sich in den Händen der Ritter Lambert, Johann und Heinrich von Melschede. Das letzt genannte Gut gelang gegen Ende des 15. Jahrhunderts über die Erbtochter in die Hände des Johann von Kobbenrode. 1530 ehelichte Dietrich von Wrede zu Amecke Margaretha von Kobbenrode, so dass beiden Besitzgüter in die Hände der Familien von Wrede fielen.

1660 wurde das „niederste Haus“ wegen Baufälligkeit abgebrochen. Gleichzeitig ließen Ferdinand von Wrede und seine Frau  Maria, geb. von der Horst zu Hellenbracht und Wittlinghofen, ein neues vierflügeliges und zweigeschossiges Haus errichten. Dabei wurde die Gräfte des abgerissenen Hauses in das Gräftensystem des Neubaus mit einbezogen.

Der Kapuzinierbruder Bonitus aus Trier lieferte die Entwürfe für die Vierflügelanlage, die der Steinhauer Nikolaus Dentel aus Volmarsen umsetzte.

Der Nordflügel mit seinen beiden Ecktürmen und den mit ihren Turmspitzen angedeuteten hofseitigen Treppentürmen der Vierflügelanlage wurde 1823 abgebrochen. Dadurch entstand im Wesentlichen das heute noch erhaltene Gesamtbild der Anlage. Sie stellt sich als offene Dreiflügelanlage dar. Der Baumeister F. Hunzinger wurde zudem mit dem Umbau und der Erneuerung des Hauses beauftragt. Durch Wegfall des Nordflügels musste die Hauptachse verändert werden. Die rundbogige Durchfahrt im Ostflügel wurde geschlossen. Das von dreischichtigen rustizierten Pilastern gerahmte Portal wurde an die Feldseite des Westflügels versetzt. 1923 wiederum wurde es an seinen jetzigen Platz in der Mitte auf dem Vorbau an der Hofseite des Westflügels übertragen.

Neben dem Abbruch des Nordflügels wurde zur gleichen Zeit eine 200 ha große englische Parklandschaft angelegt, die ebenfalls im Wesentlichen noch heute erhalten ist.

1923 wurden die Ecktürme mit Mansarddächern versehen und alle Dachböden erhielten Gauben. Zudem wurde die Hofseite der Seitenflügel ausgebaut. Außerdem erhielt der Mitteltrakt ein Mansarddach und die Schlosskapelle von 1670 wurde nach Westen erweitert. Schließlich wurde eine Balkonterrasse auf der Außenseite des Westflügels errichtet und in der Südostecke des Binnenhofes wurde eine zweite Freitreppe angelegt.

An der Stelle der alten, eingangs genannten, Rittergüter sind die Wirtschaftsgebäude errichtet worden.

Der Hausteich nebst Gräfte wurde völlig trocken gelegt.


Fotos
     

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