Haus Milse - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Milse

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Bielefeld

Adresse

Haus Milse
Schloss Milse Wasserschloss Milse
Milser Straße 57
33729 Bielefeld-Milse (Stadt Bielefeld)
 

Karte
   

   
Besichtigungsmöglichkeiten


Eine Außenbesichtigung soll angeblich nach einer Voranmeldung möglich sein.

Geschichte
    

Besitzergeschichte


Das alte Gutshaus stammt in seinen Ursprüngen vermutlich aus der Zeit um 800 und gehörte vermutlich zum Gründungsbesitz der Reichsabtei Herford.

Erwähnt wird der Name des Gutes im Jahr 1194 zum ersten Mal als Milesou und nahm damit Bezug auf den Wasserreichtum der unmittelbaren Landschaft. Das Gut ging als Lehn auf die Reichsabtei Herford, die Bistümer Paderborn, Hildesheim, Osnabrück und die Grafschaft Lippe über, die sich Verteidigung und Erhaltung des Gebäudes teilten.

Von 1443 bis 1624 waren die Herren von Varendorf mit Milse belehnt. Mit 1624 starb die Familie von Varendorf im Mannesstamme mit dem Tod Jobst von Varendorfs aus. Seine Witwe erhielt den Varendorfschen Hof zu Bielefeld. Die Erbtochter Felicitas von Varendorf heiratete als Alleinerbin den Generalwachtmeister des Kurfürsten von Bayern während des Dreißigjährigen Kriegs, Oberst Johann von der Horst. Letzterer wurde von der Abtissin Magdalene als Erbgesessener von Milse anerkannt. Sein Enkel Arnold Christian von der Horst vollendete 1689 das heute noch erhaltene Haus Milse erbauen, wobei der Baumeister sowie die mitwirkenden Handwerksmeister unbekannt sind.
        
Von 1743 bis 1825 besaßen die Freiherren von Hörde und die Familie von Rolff das Gut Milse. Der kurpfälzische Kammerherr Philipp Ludwig von Hörde, der im Jahre 1771 offiziell zum Verschwender erklärt wurde, verjubelte Hab und Gut in einer Nacht in der Spielbank in Bad Pyrmont. Er verlebte sein Lebensende bei seinem Schwiegersohn Josephus Rolf, Kammerherr des österreichischen Kanzlers Fürst Kaunitz, in Rietberg.
   
Die letzten adeligen Besitzer waren die Freiherren v. Fürstenberg-Borbeck, die gegen 1870 das Anwesen, wozu auch die Mühle gehörte, erworben, parzelliert und sukzessive weiterverkauft haben.
      
1884 verkaufte der Graf Gisbert Egon von Fürstenberg das Gut an Eduard Nacke aus Brake und den Viehhändler Harlaß aus Hannover.

1886 erwarb der Chemiker Heinrich Lott das Schloss nebst den Parkanlagen und richtete in den Wirtschaftsgebäuden eine Lackfabrik ein. Das Gut befindet sich auch noch heute im Eigentum der Familie Lott. Heutige Eigentümerin ist die Künstlerin Irmela Lott.

         

Baugeschichte

Das Gutshaus ist zweigeschossig mit einem hohen Walmdach errichtet. Die sich auf Bruchsteinen befindlichen Geschosse sind aus Fachwerk erbaut. Das Hauptportal an der Nordwand wurde im Jahre 1704 im Stil der Spätrenaissance errichtet.

   

Fotos
         

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