Kommende Mülheim an der Möhne - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Kommende Mülheim an der Möhne

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
   
Deutschordenskommende Mülheim (Möhne)
Ordensritterweg 1
59581 Mülheim-Möhne (Kreis Soest)
       

Karte
          

  
Besichtigungsmöglichkeiten

  
Blickkontakt von der Straße aus ist jederezeit möglich. Ob darüber hinaus die Anlage betreten werden darf oder ob zudem eine Innenbesichtigung möglich ist, ist zur Zeit ungewiss.
   

Geschichte
     

Besitzergeschichte
   

Bereits um 800 soll bereits an der Stelle der heutigen Deutschordenskommende eine Burg des Grafen Lörmund gestanden haben. Seine Nachfolger waren die Ritter von Mülheim.

 

Ritter Hermann von Mühlheim vermachte 1266 seinen Haupthof zu Mühlheim einem Orden, der die Kommende gründete, nachdem er die Genehmigung der Grafen von Arnsberg als Lehnherren erhielt.

 

1275 erhielt die Kommende das Patronatrecht über die Mühlheimer Pfarrkirche St. Margaretha. Die Pfarrkirche wurde in die Kommende eingegliedert.

 

Neben den weiteren bestehenden Kommenden in der näheren Umgebung erlang Mühlheim seit der zweiten Hälfe des 16. Jahrhunderts herausragende Bedeutung. Die Mühlheimer Komture waren seit dem 17. Jahrhundert zugleich Landkomture der Ballei.

  

1809 wurde der Orden aufgehoben und vom Großherzogtum Hessen als Domäne genutzt.

  

Spätere Besitzer waren der Graf von Kielmannsegg und der Gutsbesitzer Nückel zu Winkhausen, der die Gebäude den Salesianerinnen für eine weibliche Erziehungsanstalt überließ.

  

1884 richteten die Olper Franziskanerinnen in den Gebäuden ein Noviziat ein
.
  

Baugeschichte
  

Das älteste Kommendehaus, auf der Höhe der späteren Rentei brannte 1593 ab und wurde von dem Landkomtur Georg von Hanxleden wieder aufgebaut. Ein weiterer Brand folgte 1641. Gegen 1750 wurde das Gebäude schließlich abgebrochen.


Franz Wilhelm Freiherr von Fürstenberg ließ 1682 das heute noch erhaltene, dreigeschossige, Komturgebäude errichten. Die dreizehnachsige Hauptfront ist mit vorgezogenen einachsigen Ecktürmen und dreiachsigem Mittelrisalit sowie einer wuchtigen zweiarmigen Freitreppe versehen. Über dem Portal befindet sich das Fürstenbergsche Wappen und das Ordenskreuz sowie das Wappen des deutschen Ritterordens. Baumeister war Ambrosius von Oelde. Ursprünglich war es wahrscheinlich ein zweigeschossiger Grundbau mit zweieinhalbgeschossigen Ecktürmen, der für Wilhelm von Plettenberg aufgestockt wurde.


Von 1960 bis 1965 wurde das Haupthaus neu verputzt und zudem erhielt es ein neues Schieferdach. Im Inneren wurden Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt und zudem wurde eine neue Raumdisposition vorgenommen.


Das ehemalige Pastorat befindet sich in einem Gebäude im Norden der Gesamtanlage. Es trägt die Jahreszahl 1749 und das Wappen der von Mengersen. Im Süden befindet sich die Rentei mit dem Wappen den von Westrem und der Jahreszahl 1734. Westlich schließt sich die Remise aus dem Jahr 1750 und dem von Mengerschen Wappen an.


Im Westen befinden sich die mit Kugeln besetzten Pfeiler des Einfahrtstores, die das von Mengerschen Wappen tragen.


Wilhelm von Plettenberg-Lehnhausen ließ 1707 im Nordwesten die Kirche erbauen, die heute als Pfarrkirche benutzt wird. Es handelt sich dabei um eine Bau mit eingezogenem Westturm und dreifach gestuften Barockhelm.


Der Gesamtkomplex ist von einer Ringmauer und Gräften umgeben. Auf der Rückseite liegt ein großer Hof.

  

Fotos
          

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