Residenzschloss Münster - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Residenzschloss Münster

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Stadt Muenster

Adresse

Schloss Münster
Schloßplatz 2
48149 Münster (Stadt Münster)
 

Karte
            


     
Besichtigungsmöglichkeiten  

 

Innenbesichtigung
Das Schloss beherbergt den Stammsitz der Westfälischen Wilhelms-Universitätsverwaltung. Außerdem finden teilweise Vorlesungen in dem Hauptgebäude statt. Im nördlichen Marstall befindet sich das Institut für Allgemeine Zoologie und Genetik. Die AStA hat ihren Sitz im südlichen Wachhaus. Im nördlichen Wachhaus befindet sich die Abteilung Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Münster. Unabhängig von der Frage, ob Universitätsexterne überhaupt die Gebäude betreten dürfen, dürfte sich aber eine Besichtigung des Inneren nicht besonders lohnen (s.u.).  

Außenbesichtigung
Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich.  

Schlosspark
Der Schlosspark ist frei zugänglich. Insbesondere kann kostenlos der Botanische Garten der Westfälischen Wilhelms-Universität besichtigt werden, in dem seit 1803 u.a. die heimische Pflanzenwelt und ihre Lebensräume sowie botanische Kostbarkeiten vorgestellt werden. Ferner werden in den Gewächshäusern Pflanzen aus tropischen und subtropischen Klimazonen dargestellt. Außerdem befindet sich das Schloßgarten-Cafè im Park.
Öffnungszeiten:  

 

Winterzeit:
Sommerzeit:  

08.00 bis 16.00 Uhr
Gewächshäuser: 08.00 bis 17.00 Uhr
Freiland:             08.00 bis 19.00 Uhr.

Sonstiges
Im Sommer finden auf dem Schlossplatz Open Air Kino-Veranstaltungen statt. Außerdem findet drei mal jährlich das Volksfest Send auf dem Hindenburgplatz vor dem Schloss statt. Im August findet ferner jährlich das Turnier der Sieger des Westfälischen Reitervereins auf dem Schlossplatz statt.  
 

Geschichte

Herzog Clemens August von Bayern musste sich 1719 bei seiner Wahl zum Fürstbischof verpflichten eine großzügige Residenz in Münster zu errichten. Das Schloss sollte am Ostrand der alten, für Christoph Bernhards von Galen von 1661 bis 1670 errichteten, Zitadelle errichtet werden. Bereits 1733 wurden erste Pläne vorgelegt. Allerdings wurde erst 1767, nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges, unter Fürstbischof Maximilian Friedrich Graf von Königsegg-Rothenfels, dem Nachfolger Herzog Clemens August von Bayerns, mit den Bauarbeiten begonnen. Die Bauarbeiten zogen sich bis 1787 hin. Entwurf und Bauleitung lagen in den Händen Johann Conrad Schlauns. Dieser verstarb 1773. Zu dieser Zeit war lediglich der Rohbau fertig gestellt und mit der Raumausstattung des Südflügels begonnen worden. Außerdem war der nördliche Marstall und das nördliche Wachhaus errichtet worden.

Schlauns Nachfolger wurde der Kanonikus Wilhelm Ferdinand Lipper, der das Schloss auch fertig stellte. Von Schlauns Generalplan errichtete Lipper noch das südliche Wachhaus, während der südliche Marstall sowie die Wirtschaftsgebäude nicht mehr erbaut wurden.

Das Schloss stellte sich nach seiner Fertigstellung als ca. 91 Meter lange Dreiflügelanlage mit fünfachsigem Mittelrisalit und vorspringenden Flügeln dar. Verbaut wurden vorwiegend roter Backstein und heller Sandstein. Der Mittelrisalit ist mit reichen bildhauerischen Details verziert.

Das Schloss gilt als das Altersmeisterwerk Johann Conrad Schlauns.

Fürstbischof Maximilian Friedrich verstarb 1784 vor der Fertigstellung der Schlossanlage. Der neue Fürstbischof Max Franz von Österreich hat das Schloss nicht bewohnt. Bis 1802 stand es leer. Danach nutzten es die Preußen. 1803 wurde das Schloss dem preußischen Zivilgouverneur Freiherr vom Stein und dem Oberbefehlshaber von Münster, Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher, als Wohnung zugewiesen. Während der napoleonischen Kriege bewohnte der französische General Loison das Schloss. Seit den Freiheitskriegen 1815 war das Schloss fortan Sitz des jeweiligen Oberpräsidenten und des kommandierenden Generals der Provinz Westfalen. Gelegentlich diente das Schloss dem König von Preußen und Kaiser als Wohnung.

Bereits 1788 wurde der Schlosspark, nach der Umgestaltung von einem französischen in einem englischen Garten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im März 1945 brannte das Schloss bei schweren Luftangriffen restlos aus. Teile des Inventars konnten gerettet werden. Bereits 1941 wurde der Dachstuhl durch eine Bombe in Brand gesetzt. Ferner wurden sämtliche Fensterscheiben der Front zerstört. Diese Schäden konnten allerdings schnell behoben werden.

1947 wurde mit dem Wiederaufbau des Schlosses auf den alten erhalten gebliebenen Grundmauern begonnen und 1953 vollendet. Seitdem dient es der Westfälischen Wilhelms-Universität als Verwaltungshauptsitz. Äußerlich erfolgte beim Wiederaufbau eine unveränderte Orientierung an dem zerstörten Schloss. Das Innere hingegen wurde völlig umgestaltet, um den Ansprüchen einer Universität gerecht zu werden.
  

Weiterführende Informationen
                

Gaerten-in-Westfalen.de

 

Fotos
      

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü