Haus Nateln - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Haus Nateln

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Soest

Adresse
 
Haus Nateln
Haus Nateln 1
59514 Welver-Nateln (Kreis Soest)
  

Karte
          

    
Besichtigungsmöglichkeiten

 
Ob eine Außenbesichtigung möglich ist, entzieht sich derzeit meiner Kenntnis. Allerdings lässt sich ein guter Blickkontakt außerhalb des Geländes gewinnen. Eine Innenbesichtigung dürfte sehr wahrscheinlich nicht möglich sein, da das Gebäude bewohnt wird und die Wirtschaftsgebäude landwirtschaftlich genutzt werden.
  

Geschichte
     

Besitzergeschichte
  
Im 14. Jahrhundert befand sich das Rittergut Nateln im Besitz der ritterbürtigen Familie Klot.

Im erstens Viertel des 16. Jahrhunderts teilten sich die Brüder Heinrich und Rudolf Klot das Gut, wobei jeder ein eigenes Burghaus bewohnte. Ab 1525 kam es zu mehreren Rentenverkäufen. Einer der Käufer war der Soester Bürgermeister Goswin Michels, der schließlich zum Hauptgläubiger wurde.

1560 heiratete Goswin Michels in zweiter Ehe die Soesterin Anna Klocke. 1588 erwarb Anna das Rittergut Nateln für ihre männlichen Nachkommen, nachdem Heinrich Klot die Erbangelegenheiten mit seinen Geschwistern nach dem Tod seines Vaters geregelt hat.

Bereits vor 1650 zählte die Familie Michels zum Stadt und Landadel, der durch König-Friedrich III. von Preußen anerkannt wurde.

Die Familie von Michels hatte ihren Hauptwohnsitz im Michelschen Haus in Soest. Das Haus Nateln wurde nur gelegentlich aufgesucht. Deshalb wurde das Haus an einen Pächter verpachtet.

Ernst von Michels war der letzte Namensträger der Soester Patrizierfamilie von Michels. Der Name sollte jedoch erhalten bleiben, so dass der verwandte Soester Landrat Thilo Freiherr von Werthern adoptiert wurde. Fortan nannte er sich Freiherr von Werthern-Michels. Ernst von Michels verstarb schließlich am 28.04.1927.

Durch Erbschaft ging Haus Nateln an Brigitte Freiin von Werthern-Michels über, die 1951 den Landwirt Marquardt von Neumann-Hanseberg heiratete. Beide bewirtschafteten fortan Haus Nateln selbst, bis 1982 die landwirtschaftlichen Flächen an Nachbarhöfe verpachtet wurden.
   

Baugeschichte
  
Haus Nateln wurde während des Siebenjährigen Kriegs während der Schlacht bei Vellinghausen zerstört. Es soll die Umfänge des benachbarten
Haus Nehlen gehabt haben. Diese Annahme wird durch den noch erhaltenen Gräftenring großen Ausmaßes, der durch die Ahse gespeist wird, gestützt.

Nach der Zerstörung diente Haus Nateln zunächst als Steinbruch.

Das heute vorhandene 1,5-geschossige Herrenhaus aus Fachwerk wurde 1800 erbaut. Es ist mit einem Walmdach und einer Freitreppe versehen.

Erweiterungen des Hauses nach Osten und Westen folgten 1923 und 1949.
  

Fotos
            

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