Gut Nottbeck - Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen-Lippe

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Gut Nottbeck

Bauwerke > geordnet nach Kreisen > Kreis Warendorf

Adresse
 
Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg (Kreis Warendorf)
Kulturgut-Nottbeck.de
   

Karte
           


Geschichte
   

Besitzergeschichte
  
Haus Nottbeck wurde erstmals 1366 urkundlich erwähnt.

Bis in das 14. Jahrhundert bewohnten die Herrn von Nottbeck das von einer doppelten Gräfte umgebene Haus. Danach befand sich das Anwesen in den Händen der Familie von Vincke zu Ostenfelde und anschließend in der Familie Hachmeister.  

Um 1450 kam Haus Nottbeck durch Verkauf von Cord Hachmeister an Balthasar von Oer, dessen Vater 1432 Burgmann von Stromberg wurde. Ebenso verfügte die Familie Hachmeister über ein Burglehen in Stromberg.

Die Söhne Balthasars von Oer führten eine Erbteilung durch. Der älteste Sohn Heidenreich von Oer erhielt Haus Nottbeck. Der jüngere Sohn Jaspar von Oer das Haus zu Stromberg.  

1635 heiratete Caspar Hermann von Oer zu Haus Bruch (Broick) die Erbtochter Dorothea Maria von Oer zu Haus Nottbeck und nahm dort seinen Wohnsitz. Der aus dieser Ehe stammende Sohn Jobst Caspar von Oer heiratete Elisabeth Margarethe von Billerbeck, Erbtochter zu Egelborg. Der andere Sohn Hermann von Oer ehelichte Anna von Chalon gen. Tribbe, Erbin von Haus Engershausen.

1731 fielen Haus Nottbeck und Haus Engershausen an die Linie zu Haus Egelborg.  

Clemens von Oer war von 1805 bis 1809 und von 1816 bis 1827 Landrat des Kreises Beckum. Als zweiter Sohn des Landrates wurde im Haus 1807 der vor allem im 19. Jahrhundert bekannte Historien-, Landschafts- und Porträtmaler Theobald von Oer geboren.  

Um 1840 erwarb die Familie Eissen das Haus. Das letzte Familienmitglied der Familie Eisen, Anna Luise Eissen, vermachte Haus Nottbeck mit ihrem Tod im Jahre 1987 dem Kreis Warendorf mit der Auflage das Anwesen für kulturelle Zwecke zu nutzen und dadurch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 2001 wurde im Herrenhaus das Museum für Westfälische Literatur eröffnet. In den ehemaligen Stall- und Scheunengebäuden befindet sich seit 2004 ein Zentrum für Musiktheater der Musikschule Beckum-Warendorf. Die Anlage befindet sich heute im Eigentum der Kulturgut Nottbeck GmbH/Kreis Warendorf.
  

Baugeschichte
            
Anstelle des alten Herrenhauses aus dem 16. Jahrhundert wurde um 1805 das heute noch erhaltene Herrenhaus, ein zweigeschossiger, klassizistischer Bau mit doppelläufiger Freitreppe, Krüppelwalmdach und Giebelrisalit auf dem Gewölbekeller des Vorgängerbaus für den Landrat Clemens von Oer errichtet. Zeitgleich entstand auch der eingeschossige Anbau mit eigenem Eingang.  

Die Wirtschaftsgebäude im Süden und Osten wurden vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert durchgreifend umgestaltet. Im Ostflügel befindet sich die Durchfahrt als Zugang auf die Gräfteninsel.  

Im Norden der Gräfteninsel befindet sich ein kleines Backhaus aus dem 19. Jahrhundert.
   

 

Fotos
      

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